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All Star Cheerleader im Test

Nintendo DS
Stell dir folgendes vor: Du bist ein Elefant. Groß, grau und etwas schwerfällig. Dazu kommt auch noch, dass du mit Dingen wie Rhythmus und Tanzen sowie dazugehörigen Figuren absolut nichts anfangen kannst. Nun stell dir vor, du bist in einem Porzellanladen und musst mit deinem Rüssel den Stab deines Mahuts berühren, den er dir an verschiedenen Stellen präsentiert. Wenn er langsam macht, geht es ja. Doch dann wird er so schnell, dass du praktisch mit deinem Rüssel an vier Stellen gleichzeitig sein musst. Da wir in einem Porzellanladen sind, gibt es daher ein entsprechendes Scherbengericht. Und dieses steht symbolisch für das Gefühl, das einem beim Spielen überkommen kann.
Wenn du das Spiel das erste Mal einschaltest hast du die Wahl zwischen dem Abenteuer-Modus, Freiem Spiel und der Möglichkeit, eine eigene Choreographie zusammenzustellen. Letztere ist allerdings nur für den Mehrspieler-Modus bestimmt. Anfangen musst du mit dem Abenteuer-Modus, da das Freie Spiel Elemente verwendet, die du erst vorher freispielen musst. Vorab darfst du dir eine eigene Figur erstellen. Die Möglichkeiten sind dabei recht vielfältig, was die Hautfarbe, Haar-Farbe und -Form, sowie den Kleidungslook angeht.

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Die Story gewinnt dabei natürlich keinen Nobelpreis. Du spielst ein Mädchen (es gibt auch männliche Cheerleader..) und hast die „Ehre“ bei einem Cheer-Camp mitmachen zu dürfen. Wobei dies ein bisschen dadurch getrübt wird, weil deine Cousine zweiten oder dritten Grades, Becka, dich kalt abweist. Dieses Miststück! Sie will in die Tiger Squad, eines der vielen Dreier-Cheerteams auf dem Camp, und zufälligerweise, wie sollte es auch anders sein, das beste! Du selber bist in der Wolf-Squad und hast dir zum Ziel gesetzt, die beste Cheerleaderin dieses Jahres zu werden und es deiner frechen Cousine und der Tiger Squad zu zeigen. Was für hehre Ziele!

Und so musst du den Tag damit verbringen, zu trainieren, Challenges zu meistern, Freundschaften zu schließen und Aufgaben zu erfüllen. Um nicht die Übersicht zu verlieren wird dein Tagesablauf auf dem so genannten Zeitrad dargestellt. Einige Termine wie zum Beispiel die Cheer-Events, regelmäßige Wettbewerbe etc., sind fest vorgegeben. Bei anderen, wie beispielsweise deine Freizeit, kannst du selber bestimmen, wann du sie in Anspruch nehmen willst. Dabei ist diese Periode des Tages nicht ganz unwichtig für dich. Denn du musst sie benutzen, um Freundschaften zu schließen. Was für einen Sinn dies hat, erschließt sich einem nicht. Hauptsächlich dient es wohl nur dazu, die Zeit herumzukriegen. Denn ansonsten darfst du ziemlich lange umherirren, bis es endlich weitergeht.

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Um Freunde zu gewinnen, „darfst“ du diverse Aufgaben erfüllen. Manche sind recht einfach, wie zum Beispiel das Handy einer anderen Cheerleaderin zu finden. Da du eine Ortsbeschreibung von ihr erhalten hast, ist die einzige Schwierigkeit, das Gerät auch zu finden. Das ist allerdings doch nicht so ganz einfach, weil schon mal gerne nicht angezeigt wird, dass du am Fundort bist. Das heißt, du darfst etwas hin und her irren, immer auf der Suche, bis sich endlich mal die Software gnädig zeigt, und dir das Signal gibt, dass du an der richtigen Stelle bist. Nur komisch, dass du schon einige Male vorher an ihr warst.

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Andere Aufgaben sind da schon schwieriger. Sie verlangen von dir eine gute Kenntnis aller Fakten und Details des Camps. Wobei dies auch nicht immer hilft. Einmal haben die Maskottchen die Masken untereinander vertauscht. Und du hast die ehrenvolle Aufgabe, sie zu finden und in die richtige Reihenfolge zu bringen. Und um das ganze nicht allzu einfach zu machen, stehst du unter Zeitdruck. Ganze drei Minuten hast du, um die Aufgabe zu erfüllen. Eigentlich kein Problem, da du dir den Fußmarsch meistens ersparen kannst. Du kannst nämlich prima zwischen allen Gebäuden hin- und her- „springen“. Aber in diesem Falle ist es so, dass du ums Verrecken nur zwei dieser „possierlichen Tierchen“ findest, obwohl es eigentlich mehr sein sollten. Und so taperst du durch das Camp auf der Suche nach den restlichen Maskottchen.

Da es allerdings sehr weitläufig ist, und die Bewohner sich gerne darin verlieren, bzw. immer weniger Personen zu finden sind als eigentlich da sein sollten, ist das Finden der anderen eine Unmöglichkeit. Du wirst sie nicht finden, egal wo du guckst! Dass irgendwann dabei die Zeit abläuft ist daher kein Wunder. Dasselbe trifft dann auch auf deine Lust zu, weiterzuspielen. Dazu kommt auch noch, dass du nicht selber abspeichern kannst. Erst wenn du einen wichtigen Termin wahrgenommen hast, wie zum Beispiel eine Cheer-Challenge, speichert das Spiel automatisch ab. Das ist äußerst unpraktisch und nervend.

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Dreh- und Angelpunkt des Spiels sind die Cheer-Challenges. Du bist entweder alleine oder mit anderen auf einer Bühne und musst eine astreine Performance darbieten. Was allerdings im Training dank der langsamen Musik noch relativ einfach ist, wird im späterem Spielverlauf etwas schwieriger. Du erinnerst dich noch an den Elefanten? Gut.

Die Challenges laufen so ab: Von links und von rechts kommen Kugeln, die du in dem Moment berühren musst, indem sie in einen von je drei Kreisen beiderseits eintreten. Bei einer schnellen Musik bräuchtest du dann eigentlich insgesamt drei Hände, um das ganz zu schaffen. Eine um den Nintendo DS senkrecht zu halten damit du nicht aus Versehen dir die Sicht versperrst, und je eine für jede Seite. Und da dies noch nicht schwierig genug ist, kommen später noch die Kettenkugeln hinzu. Das sind solche netten Dinger, die zusammenhängen. Die eine tritt in einen Kreis ein und bildet eine Art Anker. Die andere folgt der Kette zu diesem Anker und du musst mit dem DS-Stylus ihr folgen. Das bringt Punkte. Da allerdings unterdessen das Geschehen nicht stillsteht, wird es mitunter sehr hektisch. Und der Verlust der Übersicht ist da schon garantiert!

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Belohnt wird, wenn du eine Serie hinlegst, also alle Kugeln erwischst. Aber wie schon gesagt, bei einer langsamen Musik geht es noch, aber wenn es schneller wird… Nunja, der Elefant! Da du dich ganz auf das Geschehen auf dem Touchscreen konzentrierst, entgeht dir so die Performance auf dem oberen Bildschirm. Immerhin ist die Grafik im allgemeinen ganz passabel. Was allerdings nervt ist, dass du ein Gebiet nur dann verlassen kannst, wenn du auf einen glitzernden Stern trittst. Und ebenso ist es störend, dass deine Figur automatisch zum Stehen kommt, wenn sie in ein neues Terrain kommt. Außerdem bleibt sie auch mal gerne in der Kurve hängen, aus welchen Gründen auch immer. Die Musik die du im Spiel hörst ist recht durchschnittlich. Ein bisschen 08/15 Pop und Hip Hop, aber nichts woran man sich noch später erinnern kann.

Götz meint:

Götz All Star Cheerleader ist sicherlich für all diejenigen interessant, die mit der Thematik etwas anfangen können. Für den Rest wird es schon schwieriger. Nicht zuletzt die Cheer-Challenges dürften für Frustration sorgen. Man verliert dort viel zu schnell den Überblick, weil man praktisch an drei Stellen gleichzeitig sein muss um eine perfekte Serie hinzulegen. Dazu kommen noch diverse Kleinigkeiten, wie unmöglich zu lösende Aufgaben oder ein nerviges Speichersystem.

Positiv

  • Gute Grafik

Negativ

  • Frustrierende Cheer-Challenges
  • Kaum lösbare Aufgaben
  • Nerviges Speichersystem
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