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Turok - Dinosaur Hunter im Test

Nintendo 64
Um die Stärken einer neuen Hardware demonstrieren zu können, wählt man meist das Genre der Ego-Shooter aus. Sie reizen oftmals die Hardware bis aufs Letzte aus. Zwar vermag das beim Start einer neuen Konsole nicht so zu sein, aber auch Turok: The Dinosaur Hunter zeigte bereits im Jahre 1997 was für Potential im Nintendo 64 eigentlich steckte, auch wenn das Spiel für einen Kosenamen sorgte, der für die Konsole bezeichnend werden sollte.
Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Genau das trifft auch auf Tal’Set zu, besser bekannt als Turok: The Dinosaur Hunter. Er ist auf der Reise durch die Zeit, stets auf der Suche nach Abenteuern und um in der Welt für Recht und Ordnung zu sorgen. Seine Reise verschlägt in nun in die Lost World, ein verlassenes Niemandsland in dem Zeit und Raum sich überlappen. Verlassen ist diese Welt allerdings nicht, denn ein Bösewicht versucht mal wieder die Weltherrschaft an sich zu reißen.

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Der Scherge mit dem mysteriösen Namen "The Campaigner" ist auf der Suche nach den Teilen des Chronozepters, um mit dieser mächtigen Waffe die Säulen der Zeit zu zerstören, die die verschiedenen Epochen voneinander trennen. Natürlich schlüpft der Spieler hier in die Rolle von Turok und versucht seinem Gegenspieler zuvorzukommen und ihm den Garaus zu machen. Dabei stellen sich euch nicht nur die Vegetation, sondern auch zahlreiche Gegner in den Weg.

Diese reichen von gewöhnlichen Menschen, über Dinosaurier, bis hin zu fiesen, fetten Dämonen, die euch alle ans Leder wollen. Anfänglich nur mit Pfeil & Bogen sowie mit einem Messer bewaffnet wagen wir uns in den von Nebel verhangenen Dschungel um ihnen entgegenzutreten. Nach einiger Zeit kann man selbst auch auf ein stattliches Waffenarsenal zurückgreifen, in dem nicht nur eine Pumpgun ihren Platz hat sondern auch eine Minigun und sogar ein Raketenwerfer zu finden sind.

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Das Turok nicht nur mit Waffen umgehen kann, sondern auch körperlich fit ist beweist er auch bei verschiedenen Sprungpassagen, bei denen man auf verschiedene Klippen springen muss und auch unter Wasser wird getaucht um wichtige Gegenstände wie Munition oder Medipaks einzusammeln. Höchste Priorität haben hier allerdings verschiedene Schlüssel die auf den riesigen Dschungelareal gefunden werden muss. Nur diese Öffnen später die Portale zum nächsten Level.

Hier haben die großen Areale auch leider ihre Tücken: Die zahlreichen Schlüssel sind mal mehr, mal weniger gut versteckt und durch die fehlende Automappingfunktion ist ein komplettes durchstreifen vonnöten falls ein Schlüssel vergessen worden ist. Zudem findet man auch manchmal Raumportale, die den Protagonisten in eine Art Zwischendimension befördern, in der man wieder zahlreiche Boni einsammeln kann.

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Grafisch macht Turok einen sehr guten Eindruck, wobei man aber annehmen muss, dass der Nebel nicht nur deshalb eingebaut wurde um eine dichte spielerische Atmosphäre aufzubauen, sondern auch um technische Barrieren zu überdecken. Der Sichtradius ist durch diesen Umstand relativ klein und brachte damals dem Nintendo 64 den Kosenamen „Nebelwerfer“ ein. Dazu tragen auch die etwas verwaschen wirkenden Texturen bei. Die Soundkulisse gibt sich dabei keine Blöße und präsentiert sich stimmig. So sind Gegner teilweise schon aus einiger Entfernung zu hören, sei es nun durch Schritte oder Schreie.

Michael meint:

Michael Hier zeigte sich der Lizenzeinkauf des Comichelden durchaus als lukrativ. Ein spannender und atmosphärisch dichter Ego-Shooter, der vor allem durch seine Abwechslung punktet. Fünf Level klingen womöglich etwas wenig, doch die riesigen Areale halten einige Überraschungen bereit und es macht Spaß mit Pfeil & Bogen urzeitlichen Wesen nachzujagen. Kein Wunder das dem Erstling noch einige Nachfolger folgten. Falls ihr das Spiel in der UK-Version bekommen solltet dann schlagt zu, ansonsten habt ihr es mit sirrenden Robotern zu tun und nicht mit menschlichen Gegenspielern.

Positiv

  • atmosphärisch dichtes Abenteuer
  • abwechslungsreich
  • riesige Areale

Negativ

  • sehr geringer Sichtradius
  • kein Multiplayer

Sebastian meint:

Sebastian
Als Turok noch eines der wenigen erhältlichen Module fürs N64 war, wies der Titel eindeutig den Weg in die neu angebrochene Zukunft. Da ich damals neben dem SNES bereits einen SEGA Saturn hatte waren mir 3D-Welten nicht gänzlich unbekannt, trotzdem schob der Indianer erstmal alle Konkurrenz überlegen zur Seite. Nach beinahe zehn Jahren ist das Modul nun aber doch reichlich überholt und in die Jahre gekommen. Wer nicht nostalgische Gefühle mit dem Spiel verbindet, sollte zu Turok 2 oder gar Perfect Dark greifen. 
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