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Phantasy Star II im Test

Mega Drive
Die Phantasy Star Saga ist eines der Markenzeichens SEGAs und entführt die Spieler in eine Science-Fiction Welt mit einer Story, die einen förmlich dazu zwingt, das Spiel bis zum Ende durchzuspielen und auf keinen Fall das Joypad vorher aus der Hand zu legen. Schon der erste Teil auf dem Master System konnte die Kritiker und RPG-Fans durch seine mitreißende Geschichte und die damals sehr guten Grafiken begeistern. Fast genau ein Jahr nach diesem Beginn einer sehr erfolgreichen Serie lieferte SEGA den Mega Drive Besitzern einen Nachfolger, dessen Umfang merklich angewachsen war.
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'Auf den Oberwelten Motavias sieht´s etwas karg aus...'


Die Handlung des Spiels schließt fast nathlos an die Geschehnisse des ersten Teils an.
Nachdem ihr dort einem Diktator das Handwerk gelegt hattet, übernahm ein Supercomputer namens Mother Brain die Kontrolle über das Algol-System und dessen drei Planeten.
Als jedoch das friedliche Leben der Einwohner durch das Auftauchen von Biomonstern und Naturkatastrophen empfindlich gestört wird, ist es an euch in Person des Agenten Rolf (dessen Namen man auch vor Beginn des Spiels ändern kann), begleitet von seiner Partnerin und Halb-Biomonster Nei, das "Biosystems"-Labor und Mother Brain zu untersuchen, da euer Commander zurecht davon ausgeht, dass Mother Brain mit der Unruhe auf den Planeten Mota(via), Dezo(lis) und Palm (Parma) in Verbindung steht.

Das faszinierende an Phantasy Star ist der perfekt geschriebene Plot, der den Spieler von der ersten Minute an in diese Welt eintauchen lässt und geschickt Wendungen und Überraschungen in den Verlauf des Spiels einbaut. Somit ist es nicht bloß eine "Rettet die Welt"-Geschichte, sondern vielmehr ein vielschichtiges und ineinander greifendes Abenteuer.

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Zu Beginn eurer Reise durch die Welten seid ihr selbstredend noch ziemlich unwissend und karg bewaffnet.
Doch bei den zahlreichen Kämpfen, die euch feindlich gesinnte Monster aufzwingen, könnt ihr mit ein wenig taktischem Geschick schon bald eure Erfahrungspunkte steigern und nebenbei auch noch ein wenig Gold einsacken, mit dessen Hilfe ihr euch in den Städten mehr Waffen, eine bessere Ausrüstung oder Medizin zur Heilung der im Kampf erlittenen Wunden kaufen - manchmal habt ihr sogar das Glück, in Labyrinthen eben diese Gegenstände auch völlig kostenfrei zu entdecken.
Erreichen eure Erfahrungspunkte eine gewisse Grenze, werdet ihr sozusagen "befördert", was den nicht von der Hand zu weisenden Vorteil hat, dass sich eure Eigenschaften wie Stärke oder Schnelligkeit verbessern und ihr mittels höherer Hitpoints-Anzahl ein dickeres Fell gegen feindliche Attacken bekommmt.

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'Attackeeeeeeeeee!!!...'


Während die Grafik in der Vogelperspektive nun niemanden vom Hocker reißen wird, können die aus der Ego-Perspektive dargestellten Kämpfe und die schönen Zwischensequenzen schon eher überzeugen. Die gegnerischen Monsterscharen, seien es verformte Frösche, Katzenmenschen, lebende Bäume oder mechanische Roboter, sind teils ulkig anzusehen, erscheinen aber meist ihrem Schurken-Image gerecht herrlich grausam, böse und hässlich. Hier hätte aber ein wenig mehr Abwechslung nicht geschadet, da man viele der Monster immer wieder in anderen Farbgebungen und Stärken vorgesetzt bekommt.

Die magischen Attacken eurer Party-Mitglieder, welche sich auch durch Zusammenlegung der HP verstärken lassen, sind ebenfalls schön in Szene gesetzt.
Der Stil des gesamten Games ist dieses Mal weitaus futuristischer gestaltet und bietet neben Laserschwertern auch "trekkische" Utensilien wie automatische Türen inklusive "Whzz"-Geräusch und Teleporter, um weit entfernte Gebiete schneller zu erreichen.

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Die Steuerung und Menüführung erweist sich als einfach und verständlich und sorgt somit für kein Kopfzerbrechen. Leider war eine Übersetzung ins Deutsche zu damaliger Zeit noch nicht so verbreitet und ihr müsst euch somit mit englischen Texten und einem gleichsprachigem Hintbook zufrieden geben.
In den ausladenden Dungeons und Oberwelten solltet ihr aber zwecks Orientierung eine Karte anlegen, damit man nicht verloren geht.

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'Schöne Zwischensequenzen lockern auf...'


Die musikalische Begleitung in den Oberwelten und Dungeons sowie die eingehenden Themen bei Kämpfen sind wunderbar arrangiert und halten den ein oder anderen Ohrwurm parat.
Dieses hohe Niveau können die Soundeffekte leider nur teilweise erreichen, da das Kampfgebrüll der Monster meistens gräßlich klingt.

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Userwertung
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