Alien 3 im Test

Mega Drive

Seit Ewigkeiten ist es Gang und Gebe, dass jede Menge Lizenzen (aus)genutzt werden, um Spiele zu produzieren. Egal welche Konsolen-Generation, keine bleibt verschont. Es ist auch mit Sicherheit jedem bekannt, was meistens dabei herauskommt. Also, was soll ich noch lange drumrum reden? Hier haben wir einen weiteren Kandidat, nämlich den ScienceFiction-Kracher Alien 3. Die Filme gehören heute in jeden Schrank, aber wie sieht es mit den Spielen aus?

Alien_3_01Die Story lehnt sich genau an den Film an. Nach einem Kampf mit den Aliens, versetzt sich Lt. Ripley an der Bord des Schiffes Sulaco in den Hyperschlaf, denn der Flug zur Erde ist lang. Aber aufgrund einer Fehlfunktion werden die Schlafkapseln abgesprengt und Ripley landet auf dem Gefängnisplaneten Fiorina „Fury“ 161. Dort stellt sie zunächst fest, dass der Planet von jeglicher Zivilisation vergessen wurde und sie die einzige Frau unter Männern ist, die seit Jahren kein weibliches Wesen mehr gesehen haben.
 

Als ob das noch nicht schlimm genug wäre. Denn etwas hat überlebt, genauer gesagt die Aliens, sie muss verhindern, dass die Aliens überleben und das Versorgungsschiff der Corporation nicht erreichen, um so andere Planeten zu erobern. Nun seid ihr auf euch gestellt!

Gleich darauf startet ihr im Gefängnis, ausgerüstet mit einem Impulsschnelllader, Granatwerfer, Flammenwerfer mit Schweißbrennerfunktion und einem Bewegungsmelder, um euch auf die Jagd der Aliens zu machen und Aufgaben zu erfüllen. Die Aufgaben holt ihr euch zunächst an einem Computerterminal ab. Dort könnt ihr je nach Level zwischen sechs oder mehr Aufgaben wählen. Ihr bekommt alles genau erklärt, allerdings auf Englisch. Dazu lässt sich noch eine genaue Karte des Levels anschauen, auf der alle signifikanten Punkte für die gerade gewählte Aufgabe aufgeführt sind. Angesichts des oftmals verwirrenden Tunnelsystem gar nicht schädlich sich das Kärtchen skizzenhaft abzumalen.

Alien_3_02Was sich ansonsten einfach anhört (Aufträge) ist es aber nicht. Denn es müssen alle Aufgaben erfüllt werden um einen (!) Level abzuschliessen, zudem stellen sich euch noch Unmengen an schnellen Aliens in den Weg und das verwinkelte Leveldesgin verhindert ein schnelles Vorankommen. So müsst ihr z.B eine bestimmte Anzahl an Geiseln befreien, die im ganzen Level verstreut sind. Vorher auf der Karte eingeprägt, macht Ihr euch also auf die Suche. Und Ihr werdet richtig suchen, denn durch das dunkle und teilweise verschachtelte Leveldesign sucht ihr praktisch nach der Nadel im Heuhaufen. Damit muß man sich eben anfreunden können oder auf die angesprochenen, selbstgezeichnete Karte zurückgreifen.
 

Zwischendurch nerven auch natürlich Unmengen an Aliens. Verteidigen könnt ihr euch mit den oben angesprochen Waffen, wobei die Viecher mitunter so schnell aus dem Boden vor euch oder unbemerkt von der Decke vor euch plumpsen, daß euch im Ernstfall kaum eine Sekunde Reaktionszeit habt. Das fördert zwar den Adrenalinausstoß (woha, wo kam das denn her!?) ist aber gleichzeitig auf Dauer auch reichlich unfair. Etwas Ärger beschert zudem der Bewegungsmelder, denn erstens reagiert er viel zu spät und zweitens muss man ihn jedes Mal extra per Tastendruck aktivieren, da er ansonsten zugunsten der Munitionsanzeige verschwindet. Also ist diese Funktion ebenfalls ziemlich nutzlos, denn ihr werdet im hektischen Spiel kaum fünf Sekunden die Finger von der Feuertaste lassen.

Alien_3_04Die Aliens kommen wahrlich in Scharen und manchmal mit einer Geschwindigkeit, dass ihr richtig ins Schwitzen kommt. Abwechslung gibt’s zudem kaum, da es nur fünf Arten von den schleimigen Gesellen gibt. Das gleiche gilt für die Grafik, trist und dunkel, so könnte man sie beschreiben. An manchen Stellen sorgt diese zwar für etwas Atmosphäre, aber im Großen und Ganzen gleicht ein Abschnitt und ein Level wie ein Ei dem anderen. Animationen kann man auch nicht viel erwarten, denn bis auf die Aliens und anderen kleinen Schnickschnack ist dort nicht viel. Beim Sound sieht es fast genauso aus, am Anfang mag der vielleicht noch gefallen, aber nach einer gewissen Zeit nimmt man dieses Gedudel einfach nicht mehr wahr. Das zeigt uns mal wieder, dass selbst mit der besten Lizenz und einem echtem Blockbuster nicht immer ein guter Sound geboten wird, geschweige denn ein gutes Spiel.

Sebastian meint:

Sebastian

Alien 3 reisst mich nicht gerade zu wahren Begeisterungsstürmen hin, andererseits werden echte Fans der Filmvorlage weitaus mehr Freude an den schaurigen Schauplätzen entwickeln. Eindeutig nur was für Fans!

Positiv

  • Atmosphärisch
  • Actiongeladenes Gameplay

Negativ

  • Sehr hoher Schwierigkeitsgrad
  • Teilweise unfair
  • Schwache Technik
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