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Civilization IV - Beyond the Sword im Test

Macintosh
So wie sich in der Schulzeit die letzte Mathestunde vor den Ferien stets in quasi unendlich Länge zu ziehen scheint, so mussten auch Macintosh Besitzer über Monate hinweg um das zweite und letzte offizielle Add-On zu Civlization IV bangen. Nach ersten Portierung-Sympathiebekundungen mit nachfolgender Stille, wirkte zwischenzeitlich jede Hoffnung auf das Add-On aussichtslos. Doch - frohlocket - Aspyr hat ein Einsehen und das Update nach viel Bettelei der Fans doch noch auf den Macintosh portiert. Wir begaben uns mal auf die Zeitreise durch die Epochen der Menschheit ...
Wie gehabt dreht sich beim unverwüstlichen Civilization-Spielprinzip alles darum, einen urzeitlichen Stamm aus seinem Nomadentum bis in die Moderne (und weiter!) zu führen. Daran ändert selbstverständlich auch Civilization IV - Beyond the Sword nichts. Neu hingegen ist der Umfang, denn gleich bei der Auswahl eurer Zivilisation warten mit z. B. den Portugiesen, Babyloniern, Holländern und mehr gleich zehn (!) neue Völker auf einen weisen Herrscher. Auch bei den anderen Erweiterungen nahm man sich bei Entwickler Firaxis das Motto "Nicht kleckern, sondern klotzen" zu Herzen und legt ordentlich nach: Satte 64 neue Gebäude, 16 zusätzliche Führer, fünf Weltwunder und sechs frische Technologien bannt die Schillerscheibe nach der Installation auf eure Festplatte.


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Civilization IV - Beyond the Sword (Macintosh)


Auch für Freunde von Szenarien wartet Beyond the Sword mit reichlich neuem Futter auf: Die bisher größte Civ-Erweiterung (Selbstbezeichnung!) hat satte 12 neue Einsätze für euch, wobei sich die Macher natürlich auch bei der großen Fangemeinde des Spiels im Netz bedient haben. Trotzdem dürften die sowohl historisch begründeten als auch frei erfundenen Szenarien für die eine oder andere Stunde zusätzliche Unterhaltung sorgen, bringen die teils gänzlich veränderten Einheiten und Technologien doch etwas Veränderung ins Spiel.

Dies gilt auch für die neuen Kapitalgesellschaften: Zwar existiert eine entsprechende Technologie bereits seit den Civ-Anfängen, allerdings war die Wirkung bislang eher kaum spürbar. Dies ändert sich nun, denn mit zunehmender Spielzeit und entsprechender Technologie lassen sich in anderen Städten nun Franchise Unternehmen gründen, die für ein Anwachsen eurer Steuereinnahmen / Wissenschaftsleistung sorgen. Allerdings sind zunächst einige Investitionen dafür erforderlich und die umliegenden Ressourcen sollte man auch im Auge behalten, denn z. B. Sushi Corp. freut sich natürlich besonders, wenn es in umliegenden Gewässern auch gleich die passenden Meeresbewohner zur Verarbeitung gibt.


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Civilization IV - Beyond the Sword (Macintosh)


Ebenfalls frisch aufpoliert wurde das Weltraum-Rennen, was nun etwas taktische Tiefe gewonnen hat, sowie das Spionage Feature. Spätestens seit Civilization II wissen wir ja, dass man mit Spionen ganz schön fiese Dinger drehen kann und dank Beyond the Sword kommen nun noch einige mehr hinzu.

Wer Civilization bislang immer zu berechnend und ereignislos fand, der wird zudem über die zusätzlichen Events freuen. Unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen, Hilfeersuchen oder Forderungen der Bürger bringen Freund Zufall ins Spiel und sorgen so für mehr Realitätsnähe. Zwar kommen Bürger mit ihren Forderung in den meist ungünstigsten Momenten, aber so ist es doch gern auch in der Wirklichkeit.




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Civilization IV - Beyond the Sword (Macintosh)


Auf die Bitten und Ideen der Civ-Fans hat man hingegen bei der Startoption "Fortgeschrittener Start" gehört: Wer die ersten Runden mit Stadtgründung & co. immer recht öde fand, der darf sich nun freuen: Dank des neuen Features könnt ihr vor Spielbeginn nämlich eine gewisse Anzahl an Punkten vergeben, die dann jeder Spieler nach eigenem Gusto ausgeben darf - so werden Städte, Wege und Bewässerungsanlagen, Einheiten und vieles mehr gekauft. Ideal für Multiplayerabende im Netzwerk, die sonst aufgrund der exzessiven Spieldauer meist mehrmals vertagt werden müssen.

Ein Problem hat Civilization IV - Beyond the Sword trotz all der erfreulichen neuen Änderungen aber immer noch nicht bewältigt - der Ressourcenhunger. Was dieser Autor bereits im Ur-Test von Civilization IV beklagte, ist auch hier wieder Realität. Obwohl die Optik es zunächst kaum vermuten lässt, sind hier ein PPC und OSX 10.4.11 mit 2 Ghz, 1 GB RAM und 128 MB Grafikspeicher als absolutes Minimum zu verstehen - nebst dem Hauptprogramm Civilization IV natürlich. Das 3D Terrain zieht dabei unglaublich viel Ressourcen, insbesondere bei größeren Maps. Wer also gerne mal auf einer riesigen Karte mit vielen Zivilisationen siedeln will, dem empfiehlt sich vorher wahlweise auf einen flotten Intel Mac aufzurüsten oder seinem Apfelrechner wenigstens ein RAM-Update auf 2 GB zu verpassen.


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Civilization IV - Beyond the Sword (Macintosh)


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