Dieser Artikel wurde noch nicht überarbeitet

Mehr Infos: www.nexgam.de/redesign

Call of Duty 4 - Modern Warfare im Test

Macintosh
"Schon wieder ein neuer Weltkriegs-Shooter?" tönte es in den Foren der Republik und tatsächlich waren sich Spieler wie Entwickler einig: Es ist Zeit für etwas neues! Aus diesem Grund werden kampferfahrene Shooterfans erstmals nicht an die Front des 2. Weltkriegs zur Pflicht gerufen, sondern müssen sich in einem fiktiven Krieg im Ostblock beweisen. Was der Titel neben einem neuen Setting sonst noch neues auf Lager hat, erfahrt ihr selbstverständlich wie immer bei uns...
Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-1.jpgDie Story dreht sich bei Call of Duty 4 um Sakajew, einem russischen Ultranationalist, der sein Land wieder stärken und am „Feind“ Rache schwören will. Deswegen zettelt der fiese Bube, der von Mama zu wenig Liebe geschenkt bekommen hat, im eigenen Land einen Bürgerkrieg an. Damit die Weltpolizei a.k.a. die USA nicht sofort eingreifen, fädelt ein Gefährte im nicht näher betitelten nahen Osten einen Konflikt ein, der die USA ablenken soll. Das Spiel wechselt dann immer zwischen dem Briten „Soap“ Mac Tavish und dem Amerikaner Paul Jackson, die in Russland bzw. im nahen Osten operieren. Schon zu Beginn des Spiels wird einem schnell bewusst, wie stark man bei Call of Duty 4 auf eine storylastigere Präsentation gesetzt hat. Gerade die Fahrt durch den nahen Osten aus der Sicht des gefangenen Präsidenten Al-Fulani, der durch die Straßen gekurvt wird und mit ansehen muss, wie die ganzen unschuldigen Leute erschossen werden, ist schon ziemlich bedrückend gemacht.

Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-2.jpg Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-3.jpg


Doch Abseits vom Zeitsprung und der Modernisierung der Waffen ist Call of Duty 4 immer noch das Spiel geblieben, für das es auch in der Zockergemeinde so geschätzt wird. Nämlich non-stop Balleraction auf höchstem Niveau. Nach einem kurzen Trainingseinsatz, verschlägt es euch auch schon auf eure erste Mission. Im Missionsbriefing erfahrt ihr kleinere Einzelheiten zur Mission und kurz darauf geht es auch direkt ins Geschehen über. Waffen- und Teamauswahl oder sonstige Entscheidungen über das Equipment müssen nicht getroffen werden. Nach den ersten Gehversuchen findet man sich prima zurecht und fühlt sich in der Call of Duty 4 Welt sofort wieder heimisch. Dauernörgler könnten jetzt den Vorwurf in die Runde bringen, dass zu wenige spielerische Änderungen neben dem neuen Setting hinzugekommen sind. Sicherlich berechtigt, doch meine Zweifel sind nach den ersten paar Spielminuten spurlos verschwunden und man kann sich auf bizarre Art und Weise an der actiongeladenen Ballerorgie „erfreuen“.

Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-4.jpgIn eurer ersten Mission verschlägt es euch auf einen Tanker, der laut eurem Informanten eine Bombe mit sich herum schippert. Diesen gilt es natürlich zu kentern und die feindliche Besatzung unschädlich zu machen. Die raue See macht das Ganze atmosphärisch und bringt das Schiff immer schön zum Schaukeln. So entsteht der ganz eigene Budenzauber. Da die meisten Gegner schlafen oder betrunken umhertakeln, habt ihr zu Beginn leichtes Spiel. Danach gilt wieder behutsames Vorgehen, um unnötig kassierte Treffer zu vermeiden. Eure Teamkameraden geben in der Regel den Weg vor und öffnen für euch Türen, die zum weiterkommen unausweichlich sind. Allerdings ist es meistens sowieso sinnvoll sich ans Team zu halten und den Bleifinger stecken zu lassen. Aber mir kommt es so vor, dass man deutlich seltener allein unterwegs ist. Kann mich aber auch täuschen. Nach einigen hitzigen Gefechten im Rumpf des Schiffes, werdet ihr von Raketen beschossen und der Kutter droht zu sinken. Von allen Seiten bricht das Wasser ein und durch die Schräglage wird auch eure Kamera versetzt und der Überlebenskampf nach draußen beginnt. Wirklich sehr cool gemacht und so kommt die Priese Salz in die Altags-Egoshooter-Suppe.

Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-5.jpg Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-6.jpg


Nach dem Einsatz verschlägt es euch nach Russland, wo die Kämpfe schon in vollem Gange sind. Vom Morast aus schlagt ihr euch weiter nach vorne, wo euer Kontaktmann, der euch die Informationen für die Mission zuvor verschafft hat, festgehalten wird. Also schleicht ihr euch durchs Gebüsch und schaltet gezielt umherstehende Wachposten aus. Wenig später schließt sich euch ein Trupp russischer Alliierte an. Von einem nahe gelegenem Hügel werden dann die bösen Buben mit dem Scharfschützengewehr aufs Korn genommen. Unten angekommen müsst ihr euch hitzigen Feuergefechten stellen und ein besetztes Haus stürmen. Dazu schaltet ihr noch das Licht aus und setzt eure schicken Nachtsichtgeräte auf. Richtig cool, wie panisch die Gegner nach ein paar Feuerstößen reagieren und mit der Taschenlampe umherfuchteln.



Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-7.jpgWährend den Missionen habt ihr natürlich Zugriff auf die neusten Waffen sowie allerlei mordernsten Militärschnickschnack. Die Waffen werden euch zu Beginn aber zugeteilt, und nach und nach kommen andere Modelle ins Spiel. Die Waffen der Feinde könnt ihr euch aber jederzeit unter den Nagel reißen. Sind aber meiner Meinung nach weniger präzise. Des weiteren stehen euch das Nachtsichtgerät, Claymore-Minen und anderes Militärgedöns zur Verfügung, mit denen euch der harte Alltag eines Soldaten leichter gemacht wird. Atmosphärisch drückt das Spiel auch äußerst heftig aufs Gaspedal und man kommt bei der Daueraction kaum zum Verschnaufen. Überall kracht und rumst es, Granaten explodieren in nächster Nähe, eure k.i. gesteuerten Kameraden verenden im feindlichen Kugelhagel , bevor sie den Gegner überhaupt erahnen können und Kampfjets jagen über eurem Kopf hinweg. Flaggeschütze feuern auf eure Luftunterstützung, von allen Seite hört man Schreie und das Chaos ist perfekt.

Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-8.jpg Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-9.jpg


Ingesamt hat Call of Duty 4 eine Nettospielzeit von ca. 8 Stunden, in denen man allerdings hervorragend unterhalten wird. Von der ersten bis zur letzten Spielminute werdet ihr richtig heftig ins Spiel rein gezogen und von einer spektakuläreren Mission nach der anderen gejagt. Zugegeben, es hat sich eigentlich bis auf das Setting spielerisch so gut wie nichts getan. Wer sich also deutlich mehr als einen Thematikwechsel erhofft hat, wird gnadenlos enttäuscht. Auch kleinere nervige Macken aus den Vorgängern (Kameraden versperren die Tür etc.) gibt es leider nach wie vor. Zocker, die sich damit aber abfinden können und bereits froh sind keine Tiger-Panzer mehr jagen zu müssen, die werden mit Call of Duty 4 mehr als glücklich. Neben dem Hauptspiel steht noch ein ordentlicher Multiplayer zur Verfügung, ebenso temporreich wie der Singleplayer daherkommt. Für Leute mit Herzproblemen ist hier allerdings Vorsicht geboten. Nicht, dass noch ältere Semester bei der wilden Strafejumperei und den vielen Explosionen einen Herzkasper erleiden. Allerdings bietet er mit altbekannten Spielmodi wie (Team) Deathmatch, Capture the Flag oder dem verwandten Headquarters kaum wirklich Neues.

Call-of-Duty-4-Modern-Warfare-10.jpgGrafisch haut Infinity Ward`s neuster Streich ordentlich auf die Pauken und lässt sämtliche Grafikmuskelpartien spielen. Stimmige Schauplätze, realistische Animationen und super schicke Licht- und Schatteneffekte runden den Gesamteindruck ab. Eigentlich genau das, was man von einem aktuellen Macintosh Spiel erwarten darf.

Beim Sound hat man sich ebenfalls nicht Lumpen lassen und klasse Musik komponiert, die immer perfekt zum aktuellen Geschehen passt. Auch die Sprecher verrichten einen guten Job, die original Synchro stell ich mir aber dann doch ein bisschen stimmiger vor. Dennoch äußerst gut gelungen. Bei den SFX Geräusche gibt es nicht viele Worte zu verlieren - das ist einfach Hammer! Allerdings hat diese Leistung natürlich auch ihren Preis: Unter 2,4 Ghz, 2 GB RAM und einer 128 MB Grafikkarte (besser 256 MB!) will bei verwöhnten Spielern nur schwerlich ein Genußgefühl aufkommen. Leider steht für Tests zur Kompatibilität mit dem eigenen Apfelrechner bis dato noch keine Demo bereit.

Sebastian meint:

Sebastian Eigentlich bin ich kein ausgesprochener Fan von 1st-Person Shootern. Call of Duty 4 hat mich dennoch begeistert, denn das Setting ist im Gegensatz zur Normandie unverbraucht und das flotte Gameplay greift auch hier wieder. Anhänger der Serie werden zweifellos viel Spass mit dem vierten Teil haben. Zwar bietet das Spiel streng genommen keine wirklichen Neuheiten - Call of Duty 4 rockt aber trotzdem! Aufgrund der dargestellten Gewalt ist Call of Duty 4 allerdings sicher nichts für jüngere Spieler...

Positiv

  • Neues Szenario
  • Flottes Gameplay
  • Multiplayer

Negativ

  • Nicht wirklich innovativ
  • Nichts für Kinder
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Mehr zum Thema