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A. P. B. im Test

Lynx
A. P. B. ist eine "Abbreviation" wie der Amerikaner sagen würde und steht für All Points Bulletin, einer gleichnamigen Arcadeumsetzung von Tengen's Automaten. Erfrischend anders geht es hier mit Officer Bob auf Streife und ihr jagt im Straßengewirr einer amerikanischen Kleinstadt Verkehrssünder und allerlei flüchtige Elemente.
Doch bevor es auf die Straße geht, müsst ihr am Tag 1 erstmal einen Trainingsparcour überstehen. Wer dieses nicht all zu schwere Hindernis genommen hat, wird dann tatsächlich auf die Öffentlichkeit losgelassen. Interessant ist im ersten Moment die Tatsache, dass ihr euch völlig frei bewegen könnt und nicht an eine bestimmte Richtung gebunden seid. Für erkundende Spritztouren ist allerdings doch keine Zeit, denn euch sitzt ein knallhartes Timelimit im Nacken. Innerhalb dieser Zeit gilt es eine vorgeschriebene Anzahl an Rasern zu stoppen, zumeist indem ihr euer Fadenkreuz auf die flüchtigen Vehikel steuert und dann per A-Button die Sirene anwerft. Selbiges gilt auch für die namensgebenden APB's, die größeren Fische also, welche ebenfalls von Zeit zu Zeit die Straßen der Stadt unsicher machen.
Zu Beginn verlangen euch die Steuerung als auch das recht flotte Gameplay einige Eingewöhnungszeit ab, aber wozu hat man sich denn schliesslich ein Netzteil für seinen Lynx gekauft...


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Leider wird's bei P.B. schnell mal unübersichtlich...


Unterwegs lauern übrigens nicht nur kriminelle Elemente. So solltet ihr unbedingt bei Gelegenheit über diese kleinen runden Ringe fahren, die sich als Donuts entpuppen und euch einen wertvollen Time-Bonus geben. Und auch schadet es nicht, ein Auge auf die Tankanzeige eures Dienstwagens zu haben und rechtzeitig eine Zapfsäule zum auftanken anzusteuern, denn sonst bleibt ihr ganz schnell mal einfach in der Pampa liegen - etwas, dass euch nicht gerade Ruhm verleihen wird...

Vorsicht auch vor anderen Fehlern, wie etwa Kollisionen mit unbeteiligten Verkehrsteilnehmern. Euer - leicht wäre untertrieben - jähzorniger Chief wartet nur darauf euch wegen einiger kleiner Lapalien zur Sau zu machen. Daher könnt ihr auf der rechten Seite immer eine Leiste mit euren bisherigen Fehlern ersehen und so je nach Stand der Dinge womöglich etwas mehr Vorsicht walten lassen, um nicht am nächsten Tag schon wieder arbeitslos zu Hause zu sitzen.


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Der Chief neigt zu Überreaktionen...


Grafisch vollbringt der Lynx keine Meisterleitung, dafür wurde aber gute, solide Arbeit abgeliefert. So läuft die Grafik aus der Vogelperspektive immerhin hübsch flüssig und bietet einige kleinere Details auf. Noch besser sind sogar die akustischen Merkmale der Cart, die euch mit - zwar etwas kratzig - aber immerhin Sprachausgabe verwöhnt! Auch die zahlreichen Effekte wie die Polizeisirene oder die Hupen wissen zu gefallen.

Der größte Kritikpunkt bleibt somit einfach die fehlende Innovation, denn eigentlich beinhalten alle 99 Level exakt das selbe Gameplay - selbst verbissene Streifenpolizisten werden da heutzutage nach spätestens 20 Leveln die Mütze werfen.


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Auch die Kollegen sind nicht zimperlich bei Vergehen..


Auch die Frage, warum bei dem Spiel nicht ähnlich dem Arcade-Vorbild die vertikale Darstellung verwendet wurde, bleibt wohl eines der ewig ungelösten Rätsel. Schliesslich hätte dies die Übersicht deutlich erhöht und so dem Spieler einige der doch häufiger auftretenden Frustmomente erspart.

sebastian.gif
Schade, aber der große Knüller ist P. B. nicht geworden, dazu wurde einfach zuviel Potenzial verschenkt. Gerade wer die Arcade Version kennt, wird seine Enttäuschung kaum verbergen können. Die Cart kann man sich also ansehen, muss man aber nicht...
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