Bubsy In Fractured Furry Tales im Test

Jaguar

Manchmal kommen sie wieder, ob man will oder nicht. Das war das Erste was ich gedacht habe, als ich die Verpackung von Bubsy in den Händen hielt. Nach seinen beiden Abenteuern auf Super Nintendo, Mega Drive und Amiga kam ein exklusives Abenteuer auf Atari’s Raubkatze. Ob‘s was geworden ist? Weiterlesen!

Geändert hat sich am Spielprinzip nichts. Wir schlüpfen in die Rolle des süßen Luchses Bubsy, um die Kinder vor dummen Geschichten zu bewahren. In den 15 verschiedenen Kapiteln - jedes Kapitel stellt jeweils eine Geschichte dar - herrscht das Chaos, welches wir ins Reine bringen sollen. Wahlweise sogar zu zweit, denn Bubsy bietet einen Zwei-Spieler-Modus. Jedoch kommen die Luchsfans vor der Raubkatze nur abwechselnd zum Zuge.

Bubsy_Jaguar_4.jpgIn klassischer Jump & Run Manier hüpfen wir auf und durch eine große Gegnerschar, die von Level zu Level variiert. Mal sind es Flamingos mit Punkfrisuren oder aber hüpfende Cookies!?! Sie wollen Bubsy ans Fell, was ihr aber tunlichst vermeiden solltet. Da ein Luchs ja mit der Katze verwandt ist, haben wir den Vorteil, mit neun Leben beginnen zu dürfen.

Die werden auch wirklich gebraucht, denn der Luchs ist ziemlich schwach auf der Brust: Bereits beim ersten Treffer wird euch eines der neun Katzenleben abgezogen. Nervig und frustig zugleich. Das macht das Spiel für Gelegenheitsspieler ziemlich schwer. Allerdings gibt sich das nach einer gewissen Einspielzeit, falls man so lange durchhält.

Was Bubsy so speziell macht, sind die endlos langen Level. Jedes Level verfügt über ein Zeitlimit von zehn Minuten. Denkt man zu Beginn noch, dass dies locker ausreichen würde, wird man aufgrund der Länge der Level schnell eines besseren belehrt.


Bubsy_Jaguar_11.jpgLange Level haben natürlich auch ihren Reiz, doch wird dieser Reiz schnell durch mangelnde Abwechslung zunichte gemacht. Pro Level finden sich meist nicht mehr als vier bis fünf verschiedene Gegnertypen, die sich innerhalb des Levels ständig wiederholen. Das Leveldesign sowie die Animationen der Figuren geben sich solide.

Die Grafik ist schön anzusehen und das Scrolling butterweich, aber vom Hocker wird es niemanden reißen. Sowohl damals, wie auch heute. Auch die Hardware des Jaguars wird nicht ausgereizt, man hätte Bubsy in dieser Form auch auf dem Super Nintendo bringen können. Lediglich bei der Highscore Eingabe bekommt man einen kleinen 3D-Effekt zu sehen. Beim Sound gibt es ebenso grundsolide Hausmannskost: Nette Melodien im Hauptmenü und ordentliche SoundFX gibt es während des Spiels auf die Ohren. Nichts Weltbewegendes - aber auch keineswegs schlecht.




Michael meint:

Michael

Frei nach der Devise: „Was bei 16-Bit funktioniert, läuft auf 64-Bit genauso gut!“. Bubsy ist ein klassisches Jump’n’Run mit Knuddelfaktor. Der hohe Schwierigkeitsgrad ist herausfordernd. Die langen und tristen Levels trüben den Spielspaß etwas. Wem allerdings die bisherigen Abenteuer des kleinen Luchses gefallen haben, der kann auch hier zugreifen.

Positiv

  • adäquate Umsetzung
  • flüssige Grafik

Negativ

  • hoher Schwierigkeitsgrad
  • lange und teilweise triste Levels
  • technisch auch auf SNES machbar
Userwertung
8.5 14 Stimmen
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Forum
  • von Omnibot2000:

    Standard Auflösung beim SNES sind glaube ich 256x224 px, kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Bubsy in einer höheren läuft. Von daher macht es schon Sinn, dass es auf dem Jag besser aussieht, zumal er ja mindestens genausoviele Farben gleichzeitig darstellen kann.

  • von CD-i:

    Vll auch einfach gar nix? ...

  • von bmX:

    Darkshine schrieb: Betamar schrieb: exklusive Jaguar-Bubsy. Das ist mir neu. Dachte immer das sei eine Umsetzung. Man lernt halt nie aus. edit: @Heiko: Vielleicht...

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