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Duke Nukem 3D im Test

Stets waren sie auf der Suche nach wertvollen und lukrativen Lizenzen, für ihren neuen Handheld. Die Rede ist von den Verantwortlichen bei Tiger, welche die Lizenz von jedem halbwegs erfolgreichen Spiel aufkauften, das bei drei nicht auf dem Baum war. Duke Nukem ist wieder so ein Fall. Und wieder dürften diejenigen enttäuscht sein, die eine zumindest annähernd originalgetreue Umsetzumg vom PC erwartet haben. Trotzdem bildet Duke eine löbliche Ausnahme auf dem game.com...

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Zuerst einmal kommen wir zur zentralen Frage. Der Anhang "3D" suggeriert allen ahnungslosen Fans, hier große freibegehbare Levels vorzufinden. Leider ist dies so nicht ganz richtig. Zwar stimmt die Perspektive mit den populären Vorläufern auf dem PC und diversen Konsolen überein, allerdings sind die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt. Ähnlich alten "3D RPGs" befindet ihr euch in einer 3D-Stage, schreitet aber nur stufenweise voran. Richtig flüssige Bewegungen sind hier also nicht möglich, allerdings muß man zugegeben das die Entwickler da mit Bedacht vorgegangen sind. Denn man höre und staune - es spielt sich nach etwas Eingewöhnungszeit besser als es sich zunächst anhören mag.


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Duke räumt auf!


Rein spielerisch bleibt Duke einfach Duke. Will sagen, ihr hüpft durch die Level, metzelt alles was nur entfernt nach Gegner aussieht mittels vier enthaltener Waffen (Mighty Boot, Pistole, Shotgun, RPG) ab und sammelt unterwegs noch hier und da Lebensextras und Armor auf. Auch gilt es stets die Augen nach einer der altbekannten Keycards offen zu halten, um später im Level eine entsprechende Tür dann damit öffnen zu können. Nähert sich die Health Anzeige bedrohlich der Null, haltet ihr besser schon mal Papier & Bleistift bereit, denn nach jedem Ableben gibt es ein Paßwort um im selben Level wieder starten zu können.

Technisch hat man sich eine Menge Mühe gegeben, um die begrenzten Fähigkeiten des game.com bestmöglichst auszunutzen. Besonders fällt dies beim Sound auf, der nach viel anfänglicher Kritik an der Hardware offenbar besonders leidenschaftlich bearbeitet wurde.
Duke-Veteranen werden viele der abgespielten Sprach-Samples wiedererkennen, auch wenn diese bedingt durch den billigen Lautsprecher immer etwas verzerrt klingen. Außerdem kommt es zu Beginn des Spiels immer wieder mal kurz zu einem Aussetzer, was dann nach wenigen Minuten aber der Vergangenheit angehört.

Last but not least wäre dann die Steuerung zu kritisieren, denn die will zumindest zu Beginn prinzipiell nie so, wie ihr das gerne hättet. Dies liegt vornehmlich an der Tatsache, daß ihr euch nur bedingt drehen könnt. Mittels Steuerkreuz lässt sich nur ein Schritt seitwärts (strafen) tun, wer nun einen leicht versetzt stehenden Gegner attackieren möchte, kann dies nur mittels B bzw. C Button tun. Dann feuert ihr eure Waffe nämlich im 45° Grad Winkel in eine Richtung ab. Reichlich umständlich...


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Die Gegner entstammen alle der PC-Version..


Leider wird Multiplayerfreunden jegliche Möglichkeit verwehrt, sich in einem Deathmatch zu duellieren. Fraglich ob bei One-on-One Kämpfen über das .compete Kabel auch wirklich Stimmung aufgekommen wäre, vermissen tun wir dieses Feature dennoch. Lediglich ein Upload der Highscores mittels Weblink war bis ins Jahr 2000 möglich, nachdem dieser Service auch abgeschaltet worden ist, müssen heutige Besitzer auf dieses ohnehin nicht gerade überragende Feature verzichten.

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Duke Nukem 3D ist mit Gewissheit einer der besten Titel für Tiger´s glücklosen game.com Handheld. Auch wenn das Gameplay einer strengen Limitierung unterliegt, der Umfang stark gekürzt wurde und die Steuerung etwas Geduld verlangt können game.com Besitzer angesichts mangelnder Alternativen hier beherzt zulangen.
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