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Aliens versus Predator Extinction im Test

In ferner Zukunft trifft ein eine kleine Einheit von Marines auf dem Planeten LV-742 ein um diesen zu kolonialisieren. Doch was sie vorfinden sind die zwei gefährlichsten Lebensformen, die das Universum zu bieten hat. Die Aliens und die Predators. Als die Marines den beiden Spezies den Kampf ansagen entbrennt einer der blutigsten Kriege der Menschheitsgeschichte. Der Spieler kann die Rolle einer der drei Truppen übernehmen und gegen die anderen beiden in die Schlacht ziehen. Dabei gilt es Waffen und Ausrüstung zu verbessern, neue Truppen zu ordern und taktische Vorteile zu nutzen um die Feinde in die Enge zu treiben.

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"Die Partikeleffekte im Spiel sind wirklich gut..."


Wie viele von euch sicherlich schon erraten haben handelt es sich bei Aliens versus Predator Extinction um ein reines Echtzeitstrategiespiel. Alle, die bei Anblick dieses Wortes erschreckt mit der Maus zum Schließen-Button fahren, möchte ich bitten noch etwas weiter zu lesen. Das Spiel bietet nämlich mehr, als man eigentlich vermuten sollte. Das größte Problem bei der Umsetzung von Echtzeitstrategiespielen auf Konsolen ist die Auswahl der Truppen, da dem durchschnittlichen Konsolero ja nun mal keine Maus zur Verfügung steht. Doch die Jungs von Fox Interactive haben dies sehr geschickt gelöst. Der Spieler hält den A-Button einfach so lange gedrückt, bis der um den Ausgangspunkt entstehende Kreis alle Einheiten umfasst. Lässt man den Knopf los, sind die besagten Truppen markiert. Die Missionen, unabhängig von der Rasse, die man benutzt, sind alle einigermaßen gleich strukturiert. Man erhält zu Beginn zwei kurze Einleitungen, eine in Text-, die andere in Sprachform. Danach wird man auf dem Planeten abgesetzt. Es gibt immer mehrere Fixpunkte auf der Karte, an denen der Spieler neue Truppen ordern kann. Von daher ist es wichtig, diese Punkte immer im Auge zu behalten, um im Notfall Verstärkung zu beschaffen, denn man gerät des Öfteren schon mal in einen Hinterhalt. Zu den Aufgaben gehört es meistens andere Teams ausfindig zu machen, Anlagen zu untersuchen oder Sendeantennen zu versetzen. Mit sieben Missionen pro Spezies bietet Aliens versus Predator Extinction mit einundzwanzig Aufgaben, die jeweils um die zwei Stunden dauern, genügend Langzeitmotivation. Zumal der Schwierigkeitsgrad des Spiels nicht zu unterschätzen ist.


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"Die Marines nehmen es mit einer Alien-Königin auf..."


Das Befehlsmenü wurde sehr gut umgesetzt, bedarf allerdings einer kurzen Eingewöhnungsphase. Danach läuft aber alles einwandfrei von der Hand. Fährt man mit dem Cursor über eine Einheit, so bekommt man deren Gesundheitszustand und weitere Spezialkräfte in Form eines Balkens angezeigt. Ebenso hat man während des gesamten Spielverlaufs immer eine Übersichtskarte der Region, den Aktuellen Kontostand, so wie die Spezialfähigkeit der ausgewählten Einheit im Blickfeld. Bei den Marines taucht sogar ein Countdown auf, der dem Spieler anzeigt, wann das bestellte Dropship die nächsten Truppen anliefert. Die Menüführung ebenso wie die Anzeigen lassen keine Wünsche offen. Man ist jederzeit bestens informiert.



Die Grafik von Aliens versus Predator Extinction ist nicht gerade überragend, reicht aber aus, um das Spielgeschehen gut rüberzubringen. Partikeleffekte, wie aufsteigender Rauch von Generatoren, oder die bei Granatwerfen wirklich eindrucksvollen Explosionen sehen sehr gut aus. Die Einheiten wurden mit unheimlicher Liebe zum Detail animiert und somit lässt sich jede Handbewegung problemlos beobachten. Die Kamera lässt sich in drei Stufen zoomen, wobei die Einstellung nahe dem Boden die Truppen recht „verpixelt“ aussehen lässt und somit keine Augenweide darstellt, zumal es so auch schnell an Übersicht mangelt.

Der Sound von Aliens versus Predator Extinction wurde in Dolby Digital 5.1 codiert, was bei diesem Genre eigentlich überflüssig wäre. Aber so kann man sich zumindest sehr gut an den Geräuschen der näheren Umgebung orientieren. Die Sprachausgabe erfolgt komplett in Englisch und kann nach Bedarf mit deutschen Untertiteln unterlegt werden. Die Sounds sind sehr abwechslungsreich und sorgen somit für genügend Abwechslung. Musik ertönt nur leider sehr selten aus den Lautsprechern. Dem einen mag dies gefallen, weil er dann alle Umgebungsgeräusche genau hört, der andere ärgert sich darüber, weil er kein „Gedudel“ im Hintergrund hat.

Die Steuerung bedarf, gerade weil es sich um ein Echtzeitstrategiespiel handelt, eines besonderen Lobes. Die Idee des sich vergrößernden Kreises zur Auswahl von Truppen ist genial und vereinfacht das Spielgeschehen unheimlich. Man bewegt den Cursor mit dem linken Ministick, während der Rechte zur Cursorbewegung auf der Minikarte dient, dadurch lassen sich große Distanzen auf der Karte blitzschnell überwinden. Ebenfalls eine sehr gute Lösung des Problems! Ansonsten sind die vier Hauptbuttons je nach Situation belegt und können unter Verwendung der Schultertasten noch mal in andere Modi geschaltet werden. Aliens versus Predator Extinction lässt sich hervorragend mit dem Xbox-Pad steuern.


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"Hier seht ihr einen der gefürchteten Predator..."


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Als Aliens versus Predator Extinction in der Redaktion eintraf, waren meine Erwartungen nicht sonderlich groß. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Das Spiel steuert sich perfekt, die Idee ist klasse und die Grafik reicht voll und ganz aus. die Detailverliebtheit der Entwickler kommt besonders dann zur Geltung, wenn man das Spiel mit den dazugehörigen Kinofilmen vergleicht. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr gut und sollte einen für Wochen an die Konsole fesseln. Der Titel ist ebenfalls für die PlayStation2 erschienen. Die Grafik der Xbox-Version ist aber einen kleinen Tick besser als auf Sonys Konsole. Das Spiel ist zwar kein Topgame, kann sich aber auf einen guten Platz im oberen Mittelfeld positionieren. Aliens versus Predator Extinction ist für Freunde des Genres auf jeden Fall den Kauf wert. Alle anderen sollten zumindest mal einen Blick riskieren.

Alexander meint:

Alexander

Positiv

  • Klasse Steuerung

Negativ

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