
Es ist eine interessante Story, wenn auch dazu kommt, sie zu genießen. Ich selbst kam nur selten in den Genuss davon. Denn viel zu oft hieß es für mich, ins Gras beißen, zurück ins Nichts und wieder von vorne.
Doch am besten der Reihe nach. Zunächst ist dies kein Review, sondern ein Preview. Ich habe die Demo des Spiels gespielt, das am 22.06. vollständig erscheinen soll. Bis dahin muss allerdings noch einiges geschehen. Denn an einigen Ecken und Ende merkst du dem Game an, dass es noch etwas unrund wirkt.
Ashes of Morgravia ist ein kartenbasiertes, Taktik-RPG mit Roguelite Elementen. Was dem am nächsten kommt ist das berühmte Slay the Spire. Nur, dass du hier es nicht mit einem, sondern gleich zwei Kartendecks zu tun hast. Und dass hier sehr viel darauf ankommt, dass du die Umgebung ausnutzt, indem du dich während der Kämpfe in ihr bewegst.

Denn vor allem zu Beginn haben alle Rüstungsgegenstände, die du ausrüsten kannst, sowohl Vor- wie ebenso erhebliche Nachteile. In meinem Fall war es so, dass ich sowohl einen besseren Helm als auch ein besseres Schwert bekommen habe, die vor allem meinen maximalen Block erhöht haben. Doch beides führte dazu, dass ich auf einmal statt der gewohnten vier nur zwei Karten ziehen konnte. Dementsprechend hieß es dann im zweiten Kampf, der dieses Mal ein normaler war, Tod und zurück an den Beginn.
Jeder Spielfortschritt ist hier hart erarbeitet. Wenn du nicht das Kampfsystem mit den zwei Kartendecks und den Kombos perfekt beherrschst, kann es schnell passieren, dass du das Zeitliche segnest. Weil du in deinem letzten Kampf zu viel Lebensenergie verloren hast und die sich zwischen den Auseinandersetzungen nicht regeneriert.

Und zwischen den einzelnen Touren landest du im Nichts. Auf dem Überrest einer einst stolzen Festung, an der das Nichts beharrlich nagt. Hier kannst du neue Objekte ausrüsten oder mit deiner mühsam erworbenen Asche, der Währung des Games, bestehende verbessern. Das Kartendeck bearbeitest du dann, bevor du diese Gegend verlässt. Und zu Beginn eines jeden Kampfes kannst du auswählen, wie viele Karten du von welchem Deck nehmen möchtest und welche Kombos du aufsetzen möchtest.
Immer wieder kannst du auf der zufällig zusammengestellten Welt auch auf Orte stoßen, wo du Entscheidungen treffen musst. Diese haben dann direkte Konsequenzen. Mal erhältst du einen Buff, ein anderes Mal werden deinem Deck aber ebenfalls Maluskarten beigemischt, die du jedes Mal loswerden musst, um nicht am Ende einer jeden Runde Schaden zu kassieren.
Das Game lässt sich in verschiedenen Sprachen spielen. Die deutsche Lokalisierung war vorhanden, wenn auch nicht ganz fehlerfrei. Stellenweise fehlten Begriffe, weil sie wohl schlicht und ergreifend noch nicht fertig waren.
Am Ende weiß ich nicht so recht, was ich von der Demo halten soll. Mich störte, dass jeglicher Fortschritt, den ich errang, auch gleichzeitig eine Art Rückschritt ist. Wer auf so etwas steht, wird an dem Game seinen Spaß haben. Aber für mich ist es am Ende nichts. So jedenfalls mein Eindruck basierend auf der Demo.


