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Castlevania Legends im Test

GameBoy
Jede Geschichte hat ihren Anfang. Und jeder Anfang hat ein Ende – wobei das Ende der Castlevania Serie noch lange nicht in Sicht ist. Vielmehr kehrten die Entwickler mit der dritten Handheldversion zu den Anfängen der Geschichte zurück, welche Gamer schon seit Jahren fasziniert. Doch Schockmoment: Der neue Held ist nicht Simon oder einer seiner männlichen Nachfolger, sondern eine Frau, die eindeutig zum selben Clan gehört, wie auch die anderen Protagonisten. Versuchte die Serie neue Wege zu gehen oder passte man sich dem Zeitgeist der Neuzeit an?
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Wir schreiben das Jahr 1450 und in Rumänien ist der Teufel los. Graf Dracula, der für viele nur ein Mythos ist, hat die Kontrolle über alles Böse übernommen und fängt mit seiner Armee von Untoten an, Länder zu erobern und alles in die Schatten zu drängen. Dörfer und Städte fallen ihm zum Opfer und niemand konnte ihm bisher Einhalt gebieten. In dieser dunklen Zeit glaubte keiner mehr an Rettung, bis eine junge Frau aus den Tiefen von Transsylvanien den Eid schwor, den Vampierfürsten zu stürzen und wieder Frieden auf unsere Erde zu bringen. Ihr Name ist Sonia Belmont, eine junge Vampierjägerin und von ihrem Grossvater trainiert, der ihr die Kunst des Peitscheschwingens beibrachte. Schon in früher Jugend, als Sonia noch unschuldig an das Gute im Menschen glaubte, bemerkte sie das sie eine Kraft besaß Dinge zu sehen, die sonst kein Sterblicher sah. Mit dieser Macht, der heiligen Peitsche und dem Wissen ihres Grossvaters tritt sie ihren Kampf an.

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Das Abenteuer beginnt wie viele Castlevania Teile im Wald vor dem Schloss des Grafen. Der Wald gilt dabei leider als sehr unsicher, doch die trainierte Vampierjägerin fürchtet sich vor nichts, schließlich darf sie ja auf die Fähigkeiten ihrer Peitsche zurückgreifen. Diese kann nämlich nach eingesammelten Power-ups Feuerbälle verschießen, was viele taktische Möglichkeiten in sich birgt. Zumal einige Gegner im Nahkampf nicht zu unterschätzen sind. Technisch gesehen basiert der dritte Teil auf derselben Engine, die auch schon vorher in zwei Game Boy Spielen zum Einsatz kam. So werden Kenner der Vorgänger in den sechs Stages viele Aha-Momente erleben, da Grafiksets und Gegner einfach recycelt wurden. Auch in Äußerlichkeiten und Bewegungsanimationen gleicht Sonia ihrem Clankollegen Christopher, wobei die lahme Steuerung anscheinend der Familie mit in die Blutbahn gespritzt wurde. Der Weg zum Schloss ist leider mit einer Vielzahl bekannter Monster gespickt, wobei sich Untote, Raben und Totenschädel die Klinke in die Hand geben.
Gewalt ist da vorprogrammiert und auch die so gerne benutzte Diplomatie hört beim Endgegner definitiv auf. Nach Besiegen des meist meterhohen Monster erhaltet ihr ein spezielles Item, welches Sonia neue Zauberkräfte verleiht. Die sogenannten Soul Weapons sind Wind, Ice, Flame, Magic und Saint und haben alle verschiedene Fähigkeiten, die äußerst hilfreich sein können. So ermöglicht es euch für kurze Zeit die Bewegungen der Gegner einfrieren, Sonia mit einem Energieboost aufpumpen oder alle sichtbaren Monster zu Chicken McNuggets zu grillen. Bei Gebrauch der Soul Weapons sollte dabei immer kontrolliert werden, das auch genügend Munition vorhanden ist, die ihr durch das einsammeln der Herzen erhaltet, welche in jeder Kerze oder Fackel schlummern.

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Das Spielgeschehen, das trotz kleiner Abzweigungen sehr gradlinig ist, wird durch gemeine Fallen oder durch versteckte Räume ein bisschen aufgelockert, wobei richtige Freaks eine gewisse Zeit mit dem Titel verbringen dürften, ehe sie die Items Axt, Uhr, Dolch, Weihwasser und Bumerang ihr Eigen nennen können. Denn erst mit einem vollen Inventar könnt ihr den finalen Abspann begutachten. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg, die wenigen Stages sind extrem lang und bis zum Rande gefüllt mit Gegnern. Um dem hohen Schwierigkeitsgrad entgegen zu wirken, werdet ihr meist sofort nach eurem Ableben genau an selbe Stelle gebeamt, an der ihr vorher ins Grass gebissen habt. Und dank Passwortsystem und 2 Spielmodi (Standard / Light) sollte es eigentlich jeder schaffen Castlevania Legends einmal durchzuspielen. Kenner der Serie werden auch ein paar helle Momente erleben, etwa wenn der Sohn Draculas zum Endkampf einlädt. Hierbei wird dann auch noch gleich erzählt, dass die beiden eine Liebesbeziehung hatten und Sonia ein Kind von ihm erwartet (...). Aber vielmehr möchte ich von der Story nicht preisgeben.

Die Präsentation ist trotz des Recyclings immer noch gut. Doch vergleicht man Legends mit Belmont’s Revenge wird einem ganz klar, dass viele Details (speziell im Hintergrund) entfernt wurden, wohlmöglich um einen flüssigeren Spielablauf zu gewährleisten. Dieser ist auch weitgehend vorhanden, zumindest wenn sich nicht gerade zu viele Gegner auf dem Display befinden. Sollte es dazu kommen, sind Slowdows leider auch hier wieder an der Tagesordnung. Soundtechnisch ist der Titel dank toller Symphonien und guten Soundeffekten allerdings eine echte Bereicherung im Genre!

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Dominic meint:

Dominic Ein bisschen enttäuscht war ich schon angesichts der Tatsache, dass Konami Gegner, Leveldesign und Ideen einfach aus den Vorgängern ohne nennenswerte Verbesserungen übernommen hat. Abgesehen davon ist Castlevania Legends aber ein guter Vertreter seines Genres, welcher zudem eine bessere Spielbarkeit bietet, da Respawnpunkte fair gelegt sind und selbst der leichte Schwierigkeitsgrad niemanden überfordert. Fazit: Ein gutes Spiel - aber ohne große Höhepunkte! 

Positiv

  • 6 große Level mit vielen Verstecken
  • Super Gameboy kompatibel
  • Toller Soundtrack

Negativ

  • Wenig Neues an der Castlevaniafront
  • Slowdowns bei hohem Gegneraufkommen
Userwertung
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