Castlevania II:Belmonts Revenge im Test

GameBoy

Wir schreiben das Jahr 1591. Das Wohlbefinden von Graf Dracula hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. 15 Jahre ist es her, dass Christopher Belmont ihn, Dracula, besiegte und so die ganze Welt vor seinem Terror schütze. Diese 15 Jahre waren eine Zeit des Friedens und Familienvater Christopher nutzte diese gut, um seinen Sohn auf die Aufgaben eines Vampirjägers vorzubereiten. Auf der Konferenz der Vampirjäger sollte Soleiyu Belmont endlich die Ehre erteilt werden, sich ab jetzt Vampirjäger nennen zu dürfen und in die Fußstapfen seines Vaters treten. Doch leider kommen die Dinge immer anders, als geplant und der durch die Jahre stärker gewordene Graf Dracula entführt den jungen Vampirjäger um ihn mittels magischer Gehirnwäsche zu seinesgleichen zu machen. Natürlich lässt der stolze Vater das alles nicht ungeschehen und macht sich mit seiner treuen Peitsche erneut auf eine Odyssee, um seine Rachegelüste gegenüber dem Grafen zu befriedigen.

 

Castlevania_II_10Spieltechnisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger aus dem Jahre 1991 einiges getan. Gerade weil Items und Powerups (Weihwasser, Axt, Herzen u.s.w) aus der stationären Konsole endlich ihren Weg auf das Gameboy-Modul gefunden haben. Hierdurch wird das vertraute Spielgefühl um ein paar weitere Punkte verbessert. Ein großer Luxus wird dem Spieler gleich zum Start zuteil, da ihr euch die Reihenfolge des Besuchs der ersten vier Schlösser selbst aussuchen könnt. Das gibt minimal den Gedanken einer gewissen Freiheit, welche aber bei dem geradlinigen Spieldesign schnell wieder verloren geht. Im Grunde bleibt Castlevania eben Castlevania und wer die alte Serie kennt, weiß den Ablauf des Spiels bestens einzuschätzen.

Castlevania_II_3In den schmucken vermoderten Bauten, die ihr anfangs besucht, hat jede ein eigenes Thema (Crystal, Cloud, Plant, Rock) und unterscheidet sich grafisch von den anderen. Hierbei hat sich Konami anscheinend viel Zeit genommen, denn die teils animierten Hintergründe der Schlösser glänzen mit einer Vielzahl an Details. Bewegt ihr euch mit eurem Protagonisten durch Plant Castle, sieht man wie sich im Hintergrund die verschlossenen Blumenknospen öffnen. Auch die Architektur in Draculas Schloss ist mehr als atemberaubend. Das Charakterdesign und dessen Animationen wurden fast 1:1 aus The Castlevania Adventure wiederverwendet, was Kenner des Vorgängers einerseits begrüßen, aber auch etwas abschrecken dürfte. Denn viele der Gegner wurden einfach wieder verwendet.

Castlevania_II_12Mit großer Regelmäßigkeit kreuzt ihr die Wege bekannter Charaktere, welche von Dracula beauftragt wurden, euch unter die Erde zu bringen. Solltet ihr bis dato noch nicht ins Grass gebissen haben, werden euch die zahlreichen Fallen den Rest geben. Obwohl das Leveldesign mit seinen gut platzierten Gegnern wie gewohnt hervorragend ist, bleibt bei den auftauchenden Speeren, Dornen und übertriebenen Sprungeinlagen ein fader Nachgeschmack, begründet durch den hohen Schwierigkeitsgrad. Hinzu kommt, das sich Christopher Belmont immer noch wie ein Sack Kartoffeln steuern lässt. Das macht die Sache nicht gerade einfacher.

Dominic meint:

Dominic

Einspruch! (der letzte Phoenix Wright Teil hat Spuren bei mir hinterlassen..) Castlevania mag nett anzusehen sein und tatsächlich kommt auch ein ganz guter Soundtrack aus der alten Keksdose, aber persönlich wurde mir hier einfach zu lieblos bekannte Kost recycelt. Allein der mancherorts frustrierende Schwierigkeitsgrad treibt mir allein beim Gedanken schon die Zornesröte ins Gesicht. Nur was für wirklich hartgesottene Genrefans! 

Positiv

  • Grafik wurde verbessert
  • Passwortsystem
  • Geiler Soundtrack!

Negativ

  • Hoher Schwierigkeitsgrad
  • Gegner aus dem Vorgänger bekannt
  • Steuerung nicht perfekt

Sebastian meint:

Sebastian

Einspruch! (der letzte Phoenix Wright Teil hat Spuren bei mir hinterlassen..) Castlevania mag nett anzusehen sein und tatsächlich kommt auch ein ganz guter Soundtrack aus der alten Keksdose, aber persönlich wurde mir hier einfach zu lieblos bekannte Kost recycelt. Allein der mancherorts frustrierende Schwierigkeitsgrad treibt mir allein beim Gedanken schon die Zornesröte ins Gesicht. Nur was für wirklich hartgesottene Genrefans! 

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Forum
  • von Azazel:

    Der dritte ist aber „anders“ schlechter als Teil 1 ...

  • von Undead:

    Hm... dann sollte ich den ersten wohl mal überspringen und den 2. angehen. Ich mein: Schwierigkeitsgrad ist ja eine Sache, aber wenn man nicht einen Fehler über einen etwas längeren Zeitraum machen darf, dann frustet das ungemein. Es ärgert mich nur etwas, den alles was vor dieser Spikewall...

  • von Azazel:

    Das steife handling hast du fast genauso auch im zweiten Teil. Der Schwierigkeitsgrad ist aber geringer. Zudem gibts ein Passwort nach dem beenden des Schlosses. Das lose Modul gibts ja günstig, würde ihm daher definitiv ne Chance geben.

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