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Eye of the Beholder im Test

GameBoy Advance
Endlich ein neues Rollenspiel für den GBA! Rollenspiel - Ja! Neu - nein! Denn mit Eye of the Beholder schickt Infogrames eine Heldentruppe auf den GBA, die Anno 92 bereits auf den damals gängigen Homecomputern (Amiga, PC, ...) ganz erfolgreich war.
Die Story dreht sich um die Stadt Tiefwasser, wo viele dunkle und mysteriöse Dinge in letzter Zeit passierten. Gerüchteweise hat das Böse seinen Ursprung in den Gewölben unter Tiefewasser und wer bekommt natürlich wieder den Job der Sache auf den Grund zu gehen? Exakt - eine Heldenparty.

Und diese dürft ihr auf Wunsch bei Spielbeginn selbst zusammenstellen bzw. eine vorgefertige übernehmen. Entscheidet ihr euch für die kreativere Variante dürft ihr aus 7 Völkern (Menschen, Zwerge, Halbelfen, etc.) eure Heldenparty zusammenstellen. Unzählige Parameter wollen hier festgelegt werden, wie etwa die Gesinnung (von Rechtschaffen gut bis Chaotisch neutral) oder verschiedenste Talente. Ihr seht schon - allein hier kann man gute 30-40 Minuten vertrödeln bis man seine Wunschparty beisammen hat. Aber so ist das nunmal - Rollenspieler sind Menschen mit viel Zeit....

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'Die wenig ansprechende Grafik dürfte wohl nur RPG-Freaks genügen...'


Habt ihr euch nun also zum Kampf gerüstet und euren Auftrag in einer schönen kleinen Sequenz vom König erhalten, geht es auch schon in die düstren Katakomben. Hier ist zu sagen das sich das gesamte Spiel in eben diesen abspielt, Tageslicht verkommt unter der Erde also wirklich zur Mangelware. Das hat mir dann doch nicht ganz so gut gefallen, denn es fehlt irgendwo einwenig die optische Abwechslung - von der spielerischen ganz zu schweigen.

Auch hat man einfach die Grafik 1:1 von den damaligen Homecomputern konvertiert, was vorallem bei den Kampfszenen einwenig bitter aufstösst. Freunde von rundenbasierten Kämpfen werden sich dennoch darüber freuen. Wie gehabt könnt ihr entweder einen Angriff ausüben, einen Gegenstand auswählen oder aber einen Zauber einsetzen, sofern ein Magier in eurer Truppe dabei ist.

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'Die Kämpfe sind reichlich altbacken inszeniert...'


Jeder langjähriger Gamer, der nicht nur im Konsolenbereich Erfahrung gesammelt hat erkennt die für diese Zeit typischen RPG-Elemente wieder. Das betrifft auch die grafische Darstellung. Ihr seht die düstren Gänge und Gewölbe nämlich aus einer imaginären Ich-Perspektive, orientiert euch über die Karte auf Start und bewegt euch per Steuerkreuz - wobei in Stufen gezoomt wird. Das hat als im Endeffekt schon etwas von einer Dia-Show, war damals aber die einzigste Möglichkeit soetwas zu realisieren - heute kann man das aber besser!Und das ist eigentlich der Hauptkritikpunkt - man hat das Spiel einfach von Diskette auf Modul rübergeschoben und fertig. Nichts nachgebessert oder gar irgendwie etwas neues eingefügt. Und das merkt man leider ganz deutlich sowohl an Grafik, Sound als auch Spielprinzip. Denn was damals toll und up-to-date wirkte dürfte bei vielen heute einfach nur für ein müdes Gähnen sorgen. Einzig und allein Hardcore-Rollenspieler werden mitunter einige nette Stunden mit dem Modul verbringen.
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