Diskussion um Bewertung in Reviews

    • Ignorama schrieb:

      Davon ab, wurde ja auch schon genannt, gehen echte Perlen im Güllemeer der 90er Spiele einfach unter.
      Und genau deswegen sind Foren mit ihren inhaltlichen Diskussionen (so wie diese hier hoffentlich eine wird) so wichtig. Ich hätte etliche Geheimtipps etc nie kennen gelernt oder damals als mies abgestempelte Spiele nie mehr hervorgekramt, wenn nicht einzelne User davon schwärmen würden.

      Finde kommerzielle Tests auf Websites oder in Magazinen als groben Richtwert durchaus praktisch, aber idealerweise immer ergänzt durch Usermeinungen oder Videos von Amateuren auf YouTube. Im Schnitt kann man da schon ein gutes Bild von der Qualität eines Spiels erhalten. Das eigene Anspielen mittels Demo ersetzt aber vermutlich eh kein Review.

      Man sollte an Reviews halt keine allzu hohen Erwartungen stellen bzw sie als alleinige Orientierung nehmen. Da stecken ja auch nur Menschen dahinter mit einer individuellen Spieleprägung, wogegen jeder neue Titel abgeglichen und bewertet wird. Eine Art "Blattlinie" gibts meist auch. Noch dazu der von dir erwähnte Druck der Spieleindustrie, dem sich Magazine ausgesetzt sehen.
      tba
    • 108 Sterne schrieb:

      Und das ist imo nichts, was die meisten wohl nicht so sehen würden. Wenn man im Text viel negatives über das Spiel liest und die Wertung trotzdem sehr gut ist, dann werden sich doch die allermeisten Leser wundern. Wie viel negatives muß ein Spiel dann denn beinhalten, um nicht mehr an der 90er Grenze zu kratzen?
      Gerade so ein numerischer Wert legt für mich viel eher als ein Text nahe, dass da keine subjektive Empfindung einfließen sollte (soweit sich das vermeiden lässt). Im Text kann man ausführen und beschreiben; "das Game hat miese Ruckelgrafik, eine Kollisionsabfrage aus der Hölle und eine ungenaue Steuerung, aber durch den Charme der Spielwelt nehme ich all das gerne in Kauf".
      Aber genau das gibt es heute ja auch fast gar nicht mehr. Früher war eine Gurke klar als solche erkennbar, aber heute nimmt sich das doch technisch oft nicht mehr viel z.B. zwischen den fast unüberschaubaren Mengen an Open World Titeln etc. Da ist es doch meist eher andersrum, als du es beschreibst. Im Fließtext des Reviews fehlt es an nachvollziehbarer Munition für eine saubere Abwertung, weil das größte Verbrechen des Titels oft ist keine eigenen Ideen zu haben. Und dann ist vielleicht bei a die KI besonders gut, bei b ist es die Weitsicht und die Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung, während c einfach das grafisch größte Brett ist, das der Tester jemals zu Gesicht bekommen hat. Mit anderen Worten ist es dann eine Geschmacks- oder Prioritätensache, was einem selbst am meisten liegt. Mir persönlich würde es dann schwer fallen zu verstehen warum diese drei Spiele wertungstechnisch nicht ähnlich eingeordnet wurden, wo doch keins alle Aspekte perfekt abdeckt bzw. die Konkurrenz eindeutig in der Pfeife raucht und alle ihre Fans haben, die es für das Beste halten.

      Mir fällt spontan jetzt auch kein Beispiel ein wo ein paar genregleiche Spiele völlig zu Unrecht bis auf wenige %-Punkte in ihrem Metascore gleichauf liegen würden. Ich glaube daher schon das es daran liegt das die Basisqualität heute einfach bei mindestens einer 60-70% Wertung von vor 10 Jahren liegt. So richtig schlecht ist selten geworden. Da kann man wie Igno über das 90er Güllemehr und zu wenig Wertungsdifferenzierung schimpfen (und auch teilweise Recht damit haben) aber man tut diesen 88% Gülletiteln halt auch brutal unrecht, denn jeder für sich betrachtet ist doch ein gutes Spiel und bei den heute etablierten Maßstäben wären 75% dann viel unverständlicher für den Konsumenten.
      :gähn: walfisch :gähn:

      Switch: SW-2783-6535-2798 / Paranoir
    • Problem ist heute jedoch, dass Reviews am besten vor Release-Tag draußen sein müssen und daher teilweise absolut gerusht werden, was sich merklich auf die Qualität auswirkt. Ich hatte zahlreiche Reviews, die inhaltlich völlig falsch waren. Positiv wie negativ. Da wurden "Bugs" und "Probleme" angesprochen, die einfach vom Tester nicht kapiert wurden. Oder man hat diversen Content nichtmal angetestet, sondern gerade so die Mainquest durchgespielt und auch das mit Zeitdruck. Oder es wird beschrieben wie toll irgendwas sei, was schlichtweg auch nicht stimmt, nur versteht der Tester das Franchise nicht und meint es sei okay wie es ist.

      Fands auch witzig, wie im Pokemon-Thread dann argumentiert wird mit "beim einmaligem Durchspielen merkt mans ja nicht". 1. Falsch und 2. absolut kein Argument. Nach der Mentalität haben wir völlig oberflächliches Geblubber und da brauch ich dann gar keinen Text mehr, sondern kann mir auch einfach den Metascore angucken. Wenn ich mir schon die Zeit nehme ein Review zu lesen, dann will ich bitte auch mehr erfahren als Ersteindrücke, die ich beim fixen anspielen oder durchspielen selbst gewinnen würde. Anspielen steht dort bewusst, denn nicht selten vermute ich stark, dass die Credits nie erreicht wurden :D
    • Ich befürchte deine Frage beinhaltet zu große Differenzen, als das eine Antwort sinnvoll wäre :lol: Welchen Wert habe ich als Leser, wenn du als Tester nichtmal den Abspann kennst? Das is so als wenn jemand ein Lost Review nach drei Staffeln verfasst und ich dann voller Freude gucke, um bitter böse enttäuscht zu werden.

      Laien-Tipp: Schreib halt weniger Tests und nimm dir dann für die Titel auch die Zeit, sie zumindest zu beenden.
    • Stimmt. Sind zu große Differenzen.

      Zb muss ich ein richtig mieses Spiel nicht bis zum Ende durchziehen um zu wissen das es mies ist.

      Dann solltest du einfach keine Tests mehr lesen sondern reine Spielberichte. War aber auch in den 80‘ern, 90‘ern und 2000‘ern nicht anders.

      Du gehst daher, meiner Meinung nach, mit einer völlig überzogenen und falschen Meinung an Tests.

      Wäre in etwa so, als würde man den Autotestern ankreiden das sie die Kisten nicht fahren bis sie Auseinanderfallen.


      Bei Serien läuft es übrigens exakt so, wie du es beschreibst. Daher solltest du auch keine Serie gucken, die noch nicht beendet ist. Ansonsten besteht immer die Gefahr des „bösen Erwachens“. ;)
    • Damals in den 90ern war die Faustregel afair, dass Tester zumindest die Hälfte spielen wollten.

      Ich persönlich halte es so: Ich spiele in der Regel durch, oder zumindest bis kurz vor dem Ende (wenn ich zB einen Boss nicht schaffe oder so, oder noch grinden will), wenn ich ein Spiel mit Wertung teste. Deswegen bewerbe ich mich bspw nicht auf Spiele, bei denen i h befürchten muß, nicht gut genug zu sein um so weit zu kommen. Die Souls Spiele machen mir Spaß, aber realistisch betrachtet habe ich nie eins mehr als zur Hälfte geschafft. Wenn ich bei einem Souls-Game aber die Hälfte der Bosse nicht mal gesehen habe, dann kann ich es natürlich auch nicht angemessen beurteilen.

      Bei RPGs kann es auch sein, dass ich schlicht nach 40 Stunden oder so, wenn alle Features präsentiert wurden, die Story zu mehr als der Hälfte durch ist (an Trophies erkennbar) den Test verfasse. So geschehen jüngst bei Valkyria Chronicles 4. Grund: Ich habe parallel (für mich, nicht neXGam) DQXI gezockt, wollte aber den Review in der Releasewoche haben.

      Bei ein paar Fällen war es auch noch weniger Spielzeit, das empfinde ich dann auch selbst als eigentlich nicht audreichend. Aber manchmal kommt halt privat unerwartetes, man wird krank... Und der Publisher fragt nach. Inzwischen schreibe ich in so einem Fall nur noch einen Erfahrungsbericht ohne Wertung.

      Bei WWE 18 auf der Switch habe ich den Karrieremodus nicht durchgespielt, und auch eher unter 10 Stunden insgesamt gezockt, aber dennoch gewertet. Weil in dem Fall allein durch die erheblichen technischen Probleme das Game nahe an der Unspielbarkeit war und da imo kein Langzeittest notwendig war. Habe noch den Patch abgewartet, hat aber kaum was verbessert... Also raus mit dem Test.


      Meine Vorliebe für Reviews nach längerer Spielzeit ist übrigens ein Grund, warum ich ziemlich wenig schreibe. Ich glaube, man kann gar nicht nach Autoren suchen, aber in der Anzahl ist es bei mir wenig, dafür aber fast alles Games mit langer Spieldauer. 40 Stunden Spielzeit sind eher die Regel, bevor ich nen Test verfasse.


      Insgesamt neige ich also dazu, die Spiele erst durchzuspielen, habe aber nicht Ignos Konsequenz und muß zugeben, es einige Male auch nicht getan zu haben. In einer perfekten Welt sollte alles wirklich durchgezockt werden. War aber leider nie so und wird es auch nie sein.
      Bluntman3000: "bin in mpnchtennünchrn"
    • Problem ist doch, dass du bei allen RPGs die Story als elementares Qualitätsmerkmal hast. Die kannst du ja nicht bewerten, wenn du sie nicht kennst. Dark Souls erwähntest du selbst, hier muss man schon alle Areale des Games gesehen haben um es sinnvoll beurteilen zu können.

      Sportspiele sehe ich aber auch als Sonderfall. Karrieremodus hin oder her, hier ist der Kern ultimativ das Gameplay und der Karrieremodus ist ja auch zu 99% enorm flach. Oder auch bei Fighting Games wie Tekken. Willst du da echt die peinlichen Story-Filmchen, oder den unsäglichen Story-Modus aus 6 bewerten? Ich meine die miese Qualität des Gameplays ja.

      Konsequenz ist auch einfach, wenn man selbst nichts mehr schreibt ;) Jedoch sehe ich das Problem wirklich bei Quantität über Qualität und Termindruck. Wie oft hier und in anderen Threads schon kam "fällt ja gar nicht auf"... wenn ichs nicht durchspiele und nur oberflächlich betrachte sicherlich. Aber von einem Test erwarte ich eben einfach mehr und wenn mir jemand sagt Pokemon Blue/Red sei großartig und die Mängel quasi egal, dann zeigt das nur, dass die Person sich viel zu wenig mit dem Game befasst hat um eine fundierte Meinung zu haben, die ich in einem Review erhoffe. Von mir aus gib dem Wert 9,9, wenn du zumindest in der Lage bist die Fehler zu benennen. Aber wenn man behauptet es seien kleine Fehler, die keine Rolle spielen, ist das einfach eine Fehlinformation.

      Edit: Fun-Fact - Direkt nach diesem Post hab ich in meinem Dark Souls Bow-Run O&S bekämpft. Super-O hat dann einen AI Loop gehabt und mich permanent mit Blitzen beschossen, die mich nicht treffen konnten, weil ich hinter einem Säulenstumpf stand. Ist jetzt nichts was mich überrascht, hatte ich schon zigfach, fands nur lustig weil wir ja da intensive Diskussionen hatten was für "Kleinigkeiten" ich da kritisiere :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ignorama ()

    • Ich finde auch, dass man bei den meisten Spielen ein Review erst nach dem Durchspielen schreiben sollte. Ausnahmen sind mMn beinahe Endlosspiele wie Forza3/4 oder jene, die kaum durchzuspielen sind, wie Tatsujin, welches ich für den Mega Drive getestet und bewertet habe, es aber nur mit extrem vielen Continues beenden konnte. Sonst würde ich zu einer extremst kleinen Gruppe an Spielern gehören. Noch deutlich kleiner, als jene, die Cave Spiele in manchen Modi mit einem Continue beenden können, was ich bisher bei allen, die ich getestet habe getan habe. Ich schreibe ja auch nur wenige Reviews aber ich finde, dass man viel Zeit mit einem Spiel verbringen sollte, bevor man einen Test schreibt. Zur Not hat man eben zu nicht so vielen Spielen ein Review gemacht. Viele Spiele entfalten ja auch erste später beim zweiten mal die volle Wirkung. Kenne ich auch von Filmen.

      Mein Statement zum konkreten Kings Field II Fall schreibe ich später noch mal, da ich dazu auch etwas mehr schreiben will.

      -> Nur so viel noch: in einer damals zeitgenössischen Zeitung wurden bereits satte 83% gegeben. Zugegeben ist der Schritt zu quasi 89% noch ein weiter aber der Herr hier hat auch von Nix eine Ahnung, was im im besten Falle belanglosen bishin zu peinlich falschen Text ersichtlich wird. Außerdem spielte für mich ja heute auch nicht mehr die zeitliche Diskrepanz zwischen dem EU und dem JP Release eine Rolle, da ich es ja erst jetzt besprochen habe.

      (KF habe ich übrigens sogar zweimal durchgespielt ^^ )

      Angry Hina: Mein Youtube-Kanal für 1CC-Danmaku-Runs, VS-Fighting usw...
    • Ignorama schrieb:

      Edit: Fun-Fact - Direkt nach diesem Post hab ich in meinem Dark Souls Bow-Run O&S bekämpft. Super-O hat dann einen AI Loop gehabt und mich permanent mit Blitzen beschossen, die mich nicht treffen konnten, weil ich hinter einem Säulenstumpf stand. Ist jetzt nichts was mich überrascht, hatte ich schon zigfach, fands nur lustig weil wir ja da intensive Diskussionen hatten was für "Kleinigkeiten" ich da kritisiere
      AI Loops sind doch in fast jedem Spiel zu finden. Das kritisiert doch kaum mal jemand.
      Angry Hina: Mein Youtube-Kanal für 1CC-Danmaku-Runs, VS-Fighting usw...
    • Mag sein. Aber ich sehe einen ernsthaften Widerspruch zwischen deiner Einstellung zu Reviews und dem, was ich von einem Review-Schreiber erwarte :) Deine Meinung wenn du das Game nichtmal durch hast: Als User easy und kein Ding. Als offizielles Review für mich absolut nicht nachvollziehbar. Bestenfalls als Teil-Review, wenn du beispielsweise nur den Multiplayer eines FPS getestet hast oder sowas. Oder als Serie, wenn du ein Fazit "bis hier" schreibst und dann später vollendest. Aber ein finales Review sollte, allein aus Respekt dem Game und dem Leser gegenüber, das Game beendet haben. Siehst du anders, ist dein gutes Recht, aber da werden wir definitiv nicht überein kommen. Hoffe nur, dass du zumindest dazu schreibst, wenn du das Game vor dem Ende weggepackt hast, damit man halbwegs die Wertigkeit einordnen kann.
    • Seien wir dochmal nicht päpstlicher, als der Papst, oder?

      Soll er zB Vs-Prügler auf "normal" im sog. "Storymode" bis auf den letzten Boss bezwingen, um die Güte zu evaluieren, bzw um "legitim testen zu dürfen" in deinen Augen?

      Nur mal als ganz ernst-gemeinte "Beispielsfrage"!

      Oder Slain-Back from Hell... Da kommt's doch knüppeldicke! :tooth:

      Spoiler anzeigen
      Ich meine ja wirklich immer noch, er (Azazel) hat das mit dem Blocken/Reflektieren nit verinnerlicht u findet's game daher nit so gut, wie er es theoretisch finden könnte, bin da also i-wo schon bei Igno, btw. Ach, ist das alles kompliziert! :tooth:



      Der "Disrespekt" dem Produkt u den Machern gegenüber bestünde dann ja deiner Argumentation nach immer noch (er hätte zB den vielleicht ja wunderschön gepixelten Abspann u/o Sterbeanimation des Oberbosses nicht gesehen, der allerdings ein Lob wert gewesen wäre, zB).
      Die Bundesbehörden raten dringend: Wenn sie eine Raubkopie sehen, so verständigen sie bitte umgehend die Rechteinhaber des originalen Raubs!
    • Zu den Prüglern schrieb ich weiter oben schon was ;) Da steht ganz drastisch das Gameplay im Fokus, hier muss man nicht jeden Storyfetzen gesehen haben. Beschrieb ich ja am Tekken-Beispiel recht anschaulich. Renn und Sportspiele fallen für mich auch in diese Kategorie.

      Selbst bei RPGs erwarte ich keineswegs, dass sie auf 100% gespielt werden. Also ob du nun in FFX den Richter gelegt hast oder nicht: Who Cares? Aber ich erwarte, dass du zumindest die Optionen des Games kennst und dazu musst du es wenigstens regulär durchgespielt haben und auch mal ein wenig beobachtet haben, welche Möglichkeiten darüber hinaus dir geboten werden.
    • Jetzt nur mal das neue Doom als Bsp: Ich hätte mir ein fundiertes Review dazu zugetraut, LANG bevor ich das Game tatsächlich DURCH hatte. Das Review hätt ich imo schon nach ca. 4 Leveln (u einigen Runestein-Aufgaben) fundiert u legitim schreiben können, da man ja wohl (zumindest auf gewisse Parameter bezogen) teils wirklich mal 99,9%ig realistisch absehen kann, wo "die Reise hingeht", zB more of the same game-mechanics on higher difficulty u n böser End-Boss...


      Dass DABEI dann zB eine "inkohärente" Schwierigkeitsgrad-Zunahme übersehen wird, zB von Lvl 6 zu 8 (wobei der 6te bspielsweise und dummerweise viel leichter, als der 8te wäre, der 7te totaler Pippifax u der 5te schlicht die Hölle auf Erden, so als Extrembsp), das wäre ein Risiko eines solchen "Schnellschusses". Oder zB ein total verkacktes, verbuggtes Ende mit verkacktem Endlevel davor (Zeitmangel-verursacht)...

      Jetzt neulich erst beim lockout-Anschauen übel aufgestoßen: eine einzige Dialogzeile am Schluss ("das wissen wir in 10 Minuten") kann viel (an einem vorher mühevoll aufgebauten Charakter) kaputtmachen, bei einer Narratio-angetriebenen Sache, halt auch bei Games; gerade heutzutage, wo die Abenteuer immer "filmischer" werden.

      Für mich selbst als Endkonsument solcher Reviews -ganz ehrlich gesagt, und es ist mir auch ein wenig peinlich; ich nehme diese kulturelle Sparte anscheinend wohl doch etwas "lässiger" wahr, als etwa Literatur, oder Filme- fast ein wenig zu vernachlässigen, solche "Fitzerleinchen", aber ich sehe auch den Sinn hinter einer von dir propagierten "TOTALEN KONSEQUENZ" (mit Fluppenschachtel-Plastikfolien-vor-Mund-Stimmlage vorgetragen vorstellen, also 30/40er Jahre-Radio-Ton :ray2: :top: ), wenn man den ganzen "Spaß" hier wirklich mal (quasi-akademisch) "ernst nimmt" ^^ ;)

      Mich regen ja andererseits zB amtliche Fehlinfos (*) in Reviews auch sehr auf: es ist wie gesagt kompliziert :ray2:


      Jetzt mal als Bsp (sorry, Dominik!): Als hier im Super-R-Type oder Gradius 3 Review ausdrücklich "das Scrolling" gelobt wurde, da drehten sich mir die Eingeweide herum :tooth:
      Die Bundesbehörden raten dringend: Wenn sie eine Raubkopie sehen, so verständigen sie bitte umgehend die Rechteinhaber des originalen Raubs!

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    • Diskussion um Bewertung in Reviews

      Edit: jetzt hat der Ignos Zitat nicht rein geholt... Damn...


      Grundsätzlich gebe ich dir recht. Die Realität sah zu den Zeiten, als ich noch Geld damit verdient habe, aber so aus, dass vom Verlag eine Kiste mit 20 Games zu mir kam. Diese sollten bis zum Releasedatum oder eben in der Releasewoche ihr Review erhalten. Nicht jedes Game hat einen großen Test erhalten, insofern war für detaillierte Analysen gar nicht der Platz vorhanden. Und wenn ich zum Beispiel Multiplattform-Games erhalten habe, habe ich auch nur eines davon gespielt und den Rest maximal reingelegt um die Grafik vergleichen zu können.
      Dass ein Review nach drei Stunden Spielzeit stand, war eher die Regel denn Ausnahme.
      Meine Meinung: sobald finanzielle Interessen bedient werden mit Reviews, kann man diese eigentlich in die Tonne kloppen. Leser erreicht man heute eh kaum mehr. Nahezu jede Seite/Mag verfasst am Ende des Artikels ein Fazit - nicht um das Geschriebene zusammen zu fassen, sondern weil die Leser außer diesem Fazit eh nicht viel mehr lesen.
      Der Publisher erwartet aber, dass man für das Spiel (möglichst positiv) zum Verkaufsstart Werbung macht.

      Im Hobbybereich sollte man anders Reviews verfassen und sich die Zeit schon nehmen. Aber am Ende erwarte ich persönlich trotzdem keine Doktorarbeit über das Spiel. Ich stehe auch überhaupt nicht auf Wertungen. Meinungen über Videospiele sind so unglaublich subjektiv... Besagtes Pokemon R/B habe ich vor zig Jahren irre viel gespielt und auch auf 150 Pokemon durch. Mir sind Bugs etc. bekannt, aber sie haben meinen Spielspaß 0,0 gedrückt und würden bei mir ebenso Null Einfluss auf eine Wertung nehmen, da ich keinen Bug zufällig gehabt habe, sondern sie dank Internet kannte und provoziert habe.
      Es gibt in vielen Games major flaws und ich finde sie trotzdem sehr toll. Earthbound zum Beispiel... Die Menüführung aus dem Folterkeller oder der letzte Dungeon. Letzteres hätte ich ohne Durchspielen nie gesehen, aber letztendlich drückt es meine Wertung im Kopf nicht.
      Ein Review heißt für mich im Hobbyreviewer-Bereich, dass ich mit meinem Text eventuell jemanden für ein Spiel begeistern kann, oder ihm davon abraten... Und sehr durchschnittliche Spiele klauen einem meiner Meinung nach auch Lebenszeit - kann man dann in einem Review eventuell anklingen lassen.
      Aber letztendlich gestehe ich dem Leser schon zu, dass er das Game dann im Anschluss selbst vielleicht spielt oder schon gespielt hat und er seine Meinung dazu hat. Was hilft es dem, wenn ich mich in einem Text über Feinheiten im Balancing eines Spiels auslasse, die er gegebenenfalls gar nicht bemerkt?

      Ein Spiel durchzuspielen hilft halt auch nicht immer... So getreu dem Motto: Hey, der Weg zum Abspann ist zwar total beschissen, aber das Ending knallt so derbe, dass man das spielen muss.
      Oder eben umgekehrt... Das Game ist genial, bis das Ende alles verkackt.

      Noch schlimmer: PC-Gaming. Auf dem einen System rennt das Spiel super. Da kann man eine Doktorarbeit als Review verfassen, wie genial das Game ist, alle Facetten beleuchten. Beim anderen Spieler startet es im besten Fall nicht einmal.

      Mir fällt es aus diesen Gründen nicht schwer Reviews ernst zu nehmen, wo der Tester das Game nicht durchgespielt hat. Klar wäre das optimal, aber der Reviewer kann einfach nicht ALLES niederschreiben. Deswegen muss er IMO auch nicht ALLES gesehen haben.
      We don't call it spam exactly,
      it's more like "tactical addition to our post counters !"
    • empfinde ich auch so. Gerade hier auf xg macht das doch auch keiner des Geldes wegen, weshalb man sich hier auch mal viel Zeit nehmen sollte für ein Spiel. Für die komplette Auswahl aller aktuellen Spiele geht doch eh keiner hier her, schätze ich.

      das mag auch manche an hardcoeregaming stören aber da merkt man halt oft, dass die Schreiber für die jeweiligen Spiele brennen und sich auch mit deren jeweiligen Besonderheiten beschäftigen. Das ist für mein empfinden dann zu recht sehr beliebt.

      stimme aber auch igno und quasi pseudo zu, dass reviews oft deutlich anderes wären, wenn man die Spiele auch durchspielen würde. Alles andere ist dann auch für den Leser weniger interessant. Da ist ein vielleicht oft weniger informativ als ein kurzes lets Play zu gucken^^

      aber da sollte man sich eben sehr überlegen, ob ein paar Bugs oder eine nicht gerade millionenteure Präsentation das spiel schlechter machen. Finde zum beispiel nicht, dass deadly premonition mit einer omnipräsenten ubisoft engine besser gewesen wäre.
      Angry Hina: Mein Youtube-Kanal für 1CC-Danmaku-Runs, VS-Fighting usw...