NES Batman in 100 000 Bügelperlen

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    • Auch wenn mich, als ehemaligen Grafiker(allerdings 3D Bereich. Gepixelt habe ich zwar auch aber eher selten) in der Spieleentwicklung, deine Aussage ja generell freut, will ich da doch mal meinen Senf zu abgeben:

      Beadspriter wrote:



      Es war damals (vor 30 Jahren) bestimmt sehr schwierig (eher eine Glückssache) so einen Pixel-Grafiker zu finden. Die meiste Spiele damals waren grafisch auf dem Niveau des Megamans (Hintergrund meist einfarbig, Vordergrund mit gleichen Tiles gefüllt :/ ).
      Klar, richtig gute Pixelgrafiker gibt es nicht wie Sand am Meer, aber ob die Grafik jetzt sehr detailliert ist, oder aus einfarbigen sich ständig wiederholenden Tiles besteht ist nicht unbedingt der Verdienst des Grafikers. sondern auch eine Speicherfrage und daher eine Frage des Programmierers. Wie effektiv kann dieser die Plattform ausnutzen? Was gibt es für Komprimierungsmöglichkeiten etc. Wie viel Speicher bleibt nach Programmcode über? Was davon bekommt der Sound und was die Grafik? Sich ständig wiederholende einfarbige Tiles kosten natürlich den wenigsten Speicher auf dem Modul und im RAM des Gerätes. Auch lassen sich einfarbige Flächen viel einfacher und auch stärker komprimieren als detailliert gepixeltes.
      Klar, wenn der Grafiker nix kann ist es egal was er für Ressourcen zur Verfügung hat. Aber generell ist es eher ein gutes Team was hinter der guten Grafik steckt: Ein Programmierer der das Gerät auszureizen weiss und ein Grafiker der den zur Verfügung stehenden Platz auch gut und effektiv ausnutzen kann.
      "Wer weiss was wirklich in unseren Köpfen steckt. Haben sie schon einmal ihr Pelzhirn gesehen?"
      - Major Mewtoko Katzanagi, Section 9 / Cat in the Shell
    • Klar musste man abwägen wie man die Ressourcen verwendet. Es ist auch richtig, dass man abwägen muss, ob man für eine Karte 10 oder 100 Tiles aufbringt. Je weniger Tiles insgesamt umso mehr Karten kann man speichern. Um so mehr ist eine gute und vielfältige PixelArt-Grafik wert. Musik spielt natürlich auch eine Rolle.

      Der Speicherbedarf für Code ist allerdings überbewertet. Es war doch keine Java-sprache und man hat kein GTK oder so angebunden. Ich hab damals für Sinclair (ZX Spectrum) (Assembler) bissl. programmiert, kenn mich etwas aus.

      Über Komprimierungsmöglichkeiten der Grafik kenne ich von damals nichts, lasse mich aber gerne belehren. Her mit den damaligen Komprimierungen für Grafik! Mag ich lesen! :) (nach meiner Meinung und Erfahrung lag alles in bitform an Hardware angepasst frei im RAM).
    • Beadspriter wrote:

      Der Speicherbedarf für Code ist allerdings überbewertet. Es war doch keine Java-sprache und man hat kein GTK oder so angebunden. Ich hab damals für Sinclair (ZX Spectrum) (Assembler) bissl. programmiert, kenn mich etwas aus.
      Jein. :)
      Also: Im Grunde hast du schon recht, aber bevor da Missverständnisse auftreten: Ich meine nicht den Speicherbedarf von Code sozusagen als "Datei" sondern eher wie sinnvoll der jeweilige Code programmiertechnisch u.a. mit dem Speicher umgegangen ist. Und da konnte und/oder musste man ja gerade damals viel selbst machen.


      Beadspriter wrote:



      Über Komprimierungsmöglichkeiten der Grafik kenne ich von damals nichts, lasse mich aber gerne belehren. Her mit den damaligen Komprimierungen für Grafik! Mag ich lesen! :) (nach meiner Meinung und Erfahrung lag alles in bitform an Hardware angepasst frei im RAM).
      Ich kann dich da auch nicht wirklich "belehren". Ich hab mich zwar schon seit C64 Zeiten mit Grafik beschäftigt allerdings nie wirklich aus programmiertechnischer Sicht. Habe mich vor ein paar Jahren mal mit Grafik-Dateiformaten und den diesbezüglich verwendeten Komprimierungsarten etc. beschäftigt (aber eher "moderner" Kram wie JPG, Tiff etc) und habe auch durch befreundete Programmierer aus der Demoscene viel mitbekommen was möglich ist ohne aber wirklich zu wissen wie genau das möglich ist. Für das 32kb-Game was wir 98 oder so mal gemacht haben habe ich auch nur vom Programmierer bestimmte Vorgaben bekommen damit er es dann mit seinem selbstgeschriebenen Tool entsprechend klein machen kann. Und auch da waren uns andere schon meilenweit überlegen mit dem was sie in so ein 32kb großes Game an Grafik und Sound gesteckt haben einfach weil sie die besseren Programmierer hatten. :)

      Aber generell sollte ja eigentlich klar sein dass einfarbige Tiles einiges besser zu komprimieren sind als mehrfarbige(=aufwendige Pixel Art. Ganz einfach ausgedrückt würde die erste Zeile eines einfarbigen 16x16pixel Tiles so aussehen: "16x R/G/B" während es bei einem aufwendigem 16x16 Pixel Tile eher so aussehen würde: "Pixel 1: R1/G1/B1. Pixel 2: R2/G2/B2. Pixel 3: R3/G3/B3 usw usw..."
      "Wer weiss was wirklich in unseren Köpfen steckt. Haben sie schon einmal ihr Pelzhirn gesehen?"
      - Major Mewtoko Katzanagi, Section 9 / Cat in the Shell
    • Die Komprimierung kenne ich. Das alles gab es aber damals noch nicht. Da gab es noch keine reine RGB-Modi. Bedingt durch Schnelligkeit des damaligen Videospeichers.

      Es ging so: Tiles für Tilemap waren 8x8 Pixel groß. Tiles selbst hatten nur 4 Farben. Und beim Tilemap ist außer der Nummer des Tiles auch die Palette für seine 4 Farben (Attributen) definiert.

      Wie es funzt, kann man hier gut sehen. So konnte man gleiches Tile für unterschiedlichste Zwecke verwenden. Z. B. hast du gemerkt, dass bei Super Mario die Wolken genau so ausschauen wie die Büsche? Das ist so ein Fall der gleichen dennoch unterschiedlich gefärbten Tiles. Die gibt es in jedem Spiel, und auch auf dem das ich gerade zum Nachlegen versuche.

      Beispiel:


      Das ist die einzige Methode, wie man Platz sparen kann. Andere sind mir nicht bekannt :)

      Beim Nachlegen finde ich es spannend, wie die Tiles so gestaltet waren. Für den Grafiker-Anfänger ist jedes Tile ein eigenständiges Bild, das was man darstellen möchte ist in der Mitte und man versucht den Rand so zu gestalten dass es nahtlos ausschaut. :rolleyes:

      Bei einem erfahrenen Grafiker ist es etwas anders und IMHO es ist voll spannend das auszukundschaften, wie die Grafiker versucht haben Die Tiles zu gestalten, einzufärben und nahtlos ausschauen zu lassen. Parallel bedenkt man - es ist kein RGB, man ist durch die schwache Hardware voll eingeschränkt ...
    • Projekt geht weiter, heute weitere 3 Platten.



      Bis jetzt sind es insgesamt 19 Platten in Größe von DIN A4, darauf sind 49 020 Bügelperlen, was ca. 45,49 % des Gesamtbildes entspricht. Mit etwas Glück werde ich morgen die Hälfte des weltweit ersten 100000-Bügelperlen-Bildes erreichen. 8)
    • Vielen Dank! Ich denke ich sterbe selbst tausend Tode, wenn ich das Bild erfolgreich gebügelt habe. ^^
      Gut dass man später beim Video die Abschnitte, wo ich mir vor Freude in die Hosen mache ausschneiden kann. :D :D

      Und!!! Heute habe ich die Hälfte erreicht, man kann sagen ich bin über dem Berg :rolleyes:



      Nun sind es insgesamt 23 DIN A4 große Platten mit 59 340 Perlen drauf, Fortschritt ca. 55,067 % 8o 8o 8o
    • Anubis21 wrote:

      Wenn du das machst und weißt was du nimmst, wäre ich bestimmt nicht nur der einzige hier, der eins haben möchte. ( Undead und sein Kirby )
      Ich bewundere die Arbeit, aber selbst brauche ich kein Pixelbild an der Wand, denn wie Beadspriter bereits schrieb:

      Beadspriter wrote:

      Ich meine, das kann jedes Kind und ich komme mir etwas blöd vor dafür überhaupt was (abgesehen von Materialkosten) zu verlangen. Andererseits wird es für dich auch blöd sein, vergleichsweise viel Geld für irgendwas auszugeben, was du selbst auch leicht machen kannst.
      Wenn ich also wirklich daran Interesse hätte ein kleineres Bild zu haben, dann würde ich es selbst machen. ^^

      @Beadspriter
      Wegen der Preisfrage würde man mindestens mit Materialkosten rechnen und dann sollte man schon die Arbeitszeit mit einbeziehen, immerhin reden wir hier von Wochen.
      Wie du ja selbst schreibst: wenn keine Anfragen kommen, lässt du das ganze sein. Dann ist es kein Hobby mehr, sondern Arbeit und die sollte man sich auch soweit bezahlen lassen, dass man eben auch zumindest etwas dran verdient(selbst wenn du dann nur 1€ pro Stunde rechnest)
      Und wenn, sollte das natürlich eine Aufragsarbeit sein, die schon im Vorfeld bezahlt werden sollte, damit man nicht hinterher alles umsonst gemacht hat. (und jemand der sowas gerne hätte, hätte dann sicherlich auch kein Problem mit einer Vorab Zahlung)

      Wenn du also sagst, das etwa 5000 Perlen 30€ kostet und du erst ab 20k legen willst, dann wäre man allein schon beim Material bei etwa 120-130€ + eben vllt 40-50h Legezeit/Bügelzeit und eben noch der Kleber mit der Plexiglasplatte. (Versand würde dann wohl auch nur per Selbstabholung oder Lieferung gehen)
      Also ich sehe da mindestens 200€ was ein Bild kosten wird/sollte.

      Ich glaube jetzt nicht, dass dir die Leute die Tür einrennen weil sie auch so etwas wollen, aber gleichzeitig wärst du ja eh erst einmal länger beschäftigt, selbst wenn sich nur eine Person alle 2 Monate melden würde ^^
    • Klar, Undead, du brauchst kein Bild an deiner Wand. Aber ich denke es wird bestimmt ein paar geben, die ihr Zockerzimmer gerne mit so ein Bildchen verzieren wollen....

      Und wenn es Beadspriter nicht machen will, ist es ok, wenn er sich auf größere Meisterwerke spezialisiert.

      Und, Ja, jetzt mach ich mir eins selber. Ich hatte nur Beadspriter gefragt, aus den Hintergrund heraus, weil bei mir dann ne Menge Bügelperlen übrig bleiben werden. Beadspriter kann sie noch für seine zukünftigen Projekte verwenden, ich nicht.......

      Außer ich mach mir jetzt eine Firma für 8- Bit Kunst auf.... :P
      Es gibt immer eine Loesung - sie steht im Loesungsbuch^^
    • 2 Undead

      Vielen Dank,

      ich überlege mir, dass der Preis Möglichkeit haben soll nicht linear zu steigen. :rolleyes: Zumindest meine Rückenschmerzen steigen exponentiell ;( .

      Nehmen wir das Batman-Bild ... das wird das aller erste rechteckige in einem Stück gebügelte 100K-Perlen-Bild weltweit überhaupt sein. Jedes weitere Bild ist nicht das Erste. Und wenn das nicht ich produziere, ist das ein "Plagiat" :D . Und außerdem 100 000 ist eine wunderbare schöne runde Zahl. Wenn mich jemand in Zukunft überbieten möchte, was will er machen? 150 000? Ob das eine schöne Zahl ist :thumbdown: . Die nächste halbwegs schöne Zahl ist 200 000 ... aber ohne zusätzlichen Stelle ist es irgendwie fade (nächste gute Zahl wäre eine Million) und auch bei 200K ist das Bild 4 Quadratmeter groß und somit sehr schwer zu Bügeln (alleine an einem Tag kaum machbar), unhandlich, schwer transportierbar und wo soll man es aufhängen? Nix für Privat. Ob das jemand macht ... ich denke eher nicht. Ich schreibe hier quasi Weltgeschichte :D

      So Art Faktoren möchte ich auch irgendwie bedenken. Nicht dass jemand ein Bild von mir für billig bekommt und dann auf irgendwelchen Auktionen (evtl. auch Jahre später) das Vielfache damit verdient. Das wäre voll doof. :)

      Und Kreativität ... besonderen Dank hierfür. :saint:

      Da werden uns dafür bestimmt viele nicht mögen. Dennoch finde ich meine Arbeit auch kreativ. Du bist bis jetzt der zweite, der auch gleicher Meinung ist. :thumbup:

      ... mit diesen Bildern ist es nur ein kleiner Abschnitt meines Lebens ... was ich aber hier gelernt habe ist: für jegliche Art von Kunst braucht man in erster Linie Disziplin, dann kommt die Handlungsfähigkeit, dann Emotionen (welche man in Kunstwerke hinein packt), erst dann kommt irgendwann die Kreativität. Viel Kritik höre ich zu dem Thema: "was soll daran kreatives sein, Perlen nach Vorlage von vor 30 Jahren zu legen, das kann doch jeder ...". Ich finde, es ist wie Lesen/Schreiben. Alle haben Alphabet drauf und kennen die Sprache, nur wenige schreiben aber bedeutende Texte. Ist doch auch irgendwie nur das Zusammensetzen von vor Jahren bekannten Buchstaben/Wörtern. ^^
    • 2 Anubis21

      Wenn du soweit bist und weißt 100%ig welches Bild es genau sein soll, kann ich das Bild für dich farblich optimieren (Perlen gibt es nicht in allen Farben), Legepläne vorbereiten und Einkaufsliste machen (wie viele Perlen welcher Marke mit welchem Farbcode und so).

      Und, natürlich bleiben viele Perlen übrig, welche man evtl. nie wieder brauchen wird. Das ist aber normal, bei jeder Arbeit gibt es Verschnitt/Ausschuss/Fehlproduktionen/... Das muss man IMHO so nehmen.
    • Also, heute ging's leider nicht so gut, nur drei Platten ... dennoch bewege ich mich langsam aber sicher dem Ende zu. Momentan bin ich bei ca. 81,403 % (87 720 Perlen)




      Leider war Batman selbst nicht auf einer Platte, bei Kirby ist es perfekt ausgegangen.

      So würde der Batman ausschauen, wenn er auf einer Platte drauf wäre:



      8) 8)
    • Update für heute:



      Arbeit hat mich leider nicht lassen mehr Platten zu legen, morgen muss ich wieder um 6 Uhr aufstehen ;( Heute also nur 2 Platten ;( ;(

      Aber es geht langsam zu Ende, geblieben sind nur noch 4 volle Platten und 4 die nur zur Hälfte belegt sind. Voraussichtlich werde ich am Freitag mit dem Legen fertig. 8) 8)

      Fortschritt bis jetzt: ca. 86,182 % (92 880 Perlen) (bis zum Ende sind es noch 14 880 Perlen) ^^