Lustiges / kurioses bei Kleinanzeigen

    • Aus der Vergangenheit kann ich sagen, dass Käufer die zum angegebenen Zeitpunkt nicht erschienen sind, sich danach auch nie wieder gemeldet haben.
      Deswegen habe ich ihm nach seiner Absage geschrieben, dass ich ihm den Artikel nicht reserviere.
      Hatte leider auch Fälle, wo ich jemanden absagen musste, weil ich mit jemand anderen die Daten (Adresse/BV) bereits ausgetauscht hatte - danach kam leider auch keine Zahlung an und der dem abgesagt wurde, hat natürlich dann woanders zugeschlagen.
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      Ich möchte einen Artikel kaufen. Verkäufer möchte 6 Euro dafür haben. Zusätzlich hat er geschrieben "Versand als Warensendung: Kostenlos. Versand mit Tracking: 2 Euro extra." Das wären mit Tracking also 8 Euro.

      Ich habe ihn gefragt ob er inkl. Tracking auch für 7 Euro machen würde.

      Nun kommt eine Nachricht zurück dass er mir ja gern entgegenkommen würde, aber das nicht machen kann, da er für 1 Euro Versand ja kein Tracking hinbekommen würde.

      Schreib ich ihn jetzt an dass er diesen einen Euro Preisnachlass auch einfach vom Artikelpreis abziehen könnte statt vom Versand? :)

      Nein, ernsthaft: Wenn er mit dem Preis nicht runtergehen möchte, hab ich hier kein Problem damit. Aber dann soll man das auch schreiben und nicht irgendwelche Begründungen die irgendwie blödsinnig sind. Wobei ich auch nicht wirklich weiss wie er mit 2 Euro Versand das mit dem Tracking hinbekommt. ein Maxibrief wäre das bei er Größe wohl eher nicht mehr...
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      Und bei zwei Euro Versand mit Tracking würde ich da nicht noch versuchen war runter zu Handeln.
      Und nein, ich meine auch nicht den Euro in Gedanken am Versand abzuziehen :rolleyes:
      aber bei den Versandkosten scheint der Verkäufer ja generell mit drauf zu legen.

      Um was für einen Artikel handelt es sich, wenn man Fragen darf?
    • Neu

      CD-i schrieb:

      Puh ich wäre zu faul um einen € zu feilschen und dafür auch noch Mails rumzuschicken.
      Huh?
      In einer Nachricht in denen eh die Zahlungsmodalitäten geklärt werden müssen zusätzlich zu schreiben "Wären 7 Euro inkl. Tracking ok?" ist für dich schon zu viel Aufwand? Oh ja, du scheinst wirklich faul zu sein. :P

      "Feilschen" werde ich da jetzt bestimmt nicht. Er möchte anscheinend nicht im Preis runtergehen, der ausgerufene Preis ist hier für mich durchaus noch okay, also zahl ich den halt. Ging mir hierbei auch nur um seine Begründung die ich halt albern fand.
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      Man kanns mit in die Mail der Zahlungsmodalitäten packen, klar, bedingt aber noch einen weiteren Austausch ob besagter Rabatt halt angenommen wird.

      Und jo, bin maximal faul. Handeln tu ich maximal persönlich auf dem Flohmarkt/Retrobörse.
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      Bin auch kein Feilscher. Und als Verkäufer würden mich solche Anfragen ehrlich gesagt etwas nerven, weil ich sie ebenfalls kleinlich finde und, wie CD-i ja schon sagt, der Rattenschwanz hintendran einfach lästig ist. Denn anstatt alles einzutüten muss ich dir sagen "nee" und dann wieder warten ob du jetzt dennoch willst oder nicht.

      Um ehrlich zu sein würde ich da immer am liebsten den Verkauf abbrechen, ganz egal ob der Gegenüber auch für einen Euro mehr kaufen würde.

      Edit: Damit meine ich übrigens nicht Preisverhandlungen generell. Aber wegen eines Euros halt nicht.
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      Auf dem Trödel feilsche ich auch schon mal um einen Euro, grade bei PS2-Spielen. Ich zahle halt maximal 3 Euro für Standard-PS2-Spiele, außerdem geht man dafür halt auf den Trödel, das Handeln gehört da irgendwie dazu. Bei Ebay Kleinanzeigen feilsche ich generell eher nur bei größeren Beträgen, außer der Preis passt mir von Anfang an.
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      Bevor das evtl in ne falsche Richtung geht: die aktuelle Situation hier ist für mich nur der Anlass. Keine Ahnung um was für einen Artikel es geht, daher kann ich gar nicht beurteilen ob’s Spielraum fürs feilschen gibt.

      Ich selbst feilsche eher selten und auch nicht lange. Habe aber selbst schon erlebt wie Käufer sogar bei 1 Euro Artikeln noch feilschen wollten. Das empfinde ich dann als unverschämt, da kann ich das Zeug ja gleich verschenken.

      Ebenso hasse ich „dreiste“ Sprünge. Versuche zb gerade ein Auto zu verkaufen. Hatte zu Beginn 21000 Euro angesetzt. Da man einer und meinte für 14000 Euro holt er es sofort. Bei sowas muss ich mich auch zusammenreißen nicht ausfallend zu werden. Ein Sprung von 7000 Euro ist imo nämlich auch unverschämt.
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      Azazel schrieb:

      Bevor das evtl in ne falsche Richtung geht: die aktuelle Situation hier ist für mich nur der Anlass. Keine Ahnung um was für einen Artikel es geht, daher kann ich gar nicht beurteilen ob’s Spielraum fürs feilschen gibt.
      Falsche Richtung? Geht es doch schon. Der eigentliche Grund meines Postings scheint an allen vorbeigegangen zu sein. Aber egal: That´s Internet! :P


      Ich werde nun zu dem konkreten Fall nichts weiter sagen, da ich das Gefühl habe mich dann nur zu rechtfertigen was ich aber ja gar nicht muss. Zum Thema "Feilschen" ganz allgemein aber folgendes:

      Ich habe schon seit längerer Zeit das Gefühl dass das Thema Verhandlung/Feilschen" sich im Laufe der Jahre sehr verändert hat.

      Während früher feilschen an der Tagesordnung war (vor Ebay Kleinanzeigen gab es ja stattdessen zB. "die Annoncen Avis") und es auch auf Flohmärkten total selbstverständlich sogar um Centbeträge ging, scheint heutzutage niemand mehr verhandeln zu wollen oder es sogar anderen untersagen zu wollen. Auf Flohmärkten wird man immer öfter direkt beschimpft wenn man versucht zu handeln (obwohl das gerade DA für mich einfach dazugehört.)

      Als ich letztes Jahr nach langer Zeit mal wieder auf einem Flohmarkt war, gab es irgendwie nur 2 Arten von "Kunden". 1) Der, der wie Azazel schon schrieb, einfach nur unverschämt ist. (Artikel für 25 Euro veranschlagt: "Ich geb dir 5 weil ich großzügig bin")
      2) Der "Kunde" der die ausgerufenen Preise als Gesetz zu sehen scheint. Es wird gefragt: "Was wollen sie dafür haben", ich sag einen Preis worauf der Artikel entweder zu dem Preis gekauft oder einfach zurückgelegt wird. Beim Zurücklegen frag ich dann gern "Was wollen sie denn ausgeben" und deren Wunschpreis passt größtenteils perfekt in meinen Verhandlungsrahmen. Nur traut sich anscheinend niemand mehr von sich aus zu verhandeln. (Wir hatten irgendwann sogar "Verhandeln erwünscht, wir beissen nicht" Schilder aufgehängt. :P )

      Auch im Internet. Meine Sachen die ich hier und auch in anderen Foren etc. verkaufe: Ich habe sogar geschrieben "Preise zu hoch? Macht mir ein Angebot". Trotzdem werde ich immer nur Dinge los wenn ICH den Preis senke. Dann aber größtenteils auch ohne weitere Verhandlungen.

      Es lief vor einigen Jahren noch komplett anders. Sind die Menschen einfach fauler geworden? Oder gleichgültiger "Kann eh nix ändern, also brauch ich es auch nicht versuchen"
      Was macht man da denn jetzt? Gebe ich nur noch Festpreise an die sich quasi an meinem pers. Minimum bewegen und verärgere dann die die gern verhandeln wollen? Oder gebe ich weiter Preise inkl. Verhandlungsspielraum an und werde dann nichts los weil zwar jemand der Artikel XY für 5 Euro weniger sofort nehmen würde aber zu "faul" ist den niedrigeren Preis vorzuschlagen?
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      Ich hab das Gefühl, dass viele Leute garnicht mehr verhandeln können. Teilweise selbst wenn ich verhandle und mein Angebot den Leuten zu niedrig ist, bekomme ich von denen dann kein Gegenangebot mehr, meistens muss ich dann sogar nach einem Gegenvorschlag fragen.

      Wobei ich es aber auch schon erlebt habe, dass ich dann mit Argumenten, die mein Angebot stützen, ankomme und die Leute dann beleidigend oder ausfallend werden. Grade erst wieder auf Ebay Kleinanzeigen erlebt, ich mach ein Angebot für drei Spiele, nicht ganz Ebay-Preise, aber eigentlich für beide Seiten fair. Daraufhin kommt vom Verkäufer ein extrem überzogenes Gegenangebot, mehr als das Doppelte von dem, was ich angeboten habe mit der Begründung, dass er die Artikel aktuell noch in Belgien hätte und es für ihn schon mindestens 10 Euro Kosten verursachen würde, die nach Deutschland zu bringen und einem Bild von einem der drei Spiele aus einem (deutlich zu teueren) englischen Shop. Meine Gegenfrage war dann, warum er denn auf einer deutschen Plattform verkauft, wenn die Artikel garnicht in Deutschland sind, mit der Bemerkung, dass ich, wenn ich über meine Preise gehe, auch direkt bei Ebay kaufen kann. Als Antwort bekam ich dann, dass ich "dummschwätzer" dann doch bei Ebay kaufen soll.
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      sYntiq schrieb:

      Es lief vor einigen Jahren noch komplett anders. Sind die Menschen einfach fauler geworden? Oder gleichgültiger "Kann eh nix ändern, also brauch ich es auch nicht versuchen"

      Sehe das nicht so negativ wie du, logischer Weise. Die Menschen sind eher handlungskompetenter. Früher war Internet weniger verbreitet, ganz früher gar nicht zugänglich. Vor allem das mobile Internet ist ja noch relativ neu. Verhandlungen sind daher oftmals obsolet, weil beide Seiten wissen was es eben kostet. Daher habe ich auch keinen Bock drauf. Wenn du meinst den doppelten Preis zu verlangen, dann ist da für mich ganz einfach keine Basis. Würde ja auch hier im Forum keinem ein Angebot machen, der meint er wolle 300€ für Super Metroid. Der ist als "Träumer" (positiv) oder "Ripper" abgestempelt und seine Angebote könnten mir egaler nicht sein.

      Effektiv hoffst du ja auch nur auf einen Dummen der dir sagt "nehm ich". Ist jeder selbst schuld, find ich aber nunmal einfach nicht gut.

      Imo hat die drastisch zurückgegangene Verhandlungsbereitschaft aber massiv mit der Tatsache zu tun, dass die Leute eben einfach viel besser informiert sind und es dann einem einfach zu blöd wird den Tanz zu tanzen. Selbst die, die Mondpreise verlangen und da 0 Kompromissbereit sind werden damit übrigens abgedeckt, da diese Menschen sich sehr oft an unverkauften SK Artikeln richten und dann meinen "kostet im Internet auch so viel". Die sind eben einen finalen Schritt zur sinnvollen Info leider nicht gegangen und damit verlorene Schafe.
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      Ignorama schrieb:

      Wenn du meinst den doppelten Preis zu verlangen, dann ist da für mich ganz einfach keine Basis.
      Öhm. Meinen Beitrag und Alien011s Erlebnisbericht durcheinandergebracht? Ich verlange eigentlich weder einen doppelten Preis noch richte ich mich nach "unverkauften Ebay-SK-Artikel"
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      sYntiq schrieb:

      2) Der "Kunde" der die ausgerufenen Preise als Gesetz zu sehen scheint. Es wird gefragt: "Was wollen sie dafür haben", ich sag einen Preis worauf der Artikel entweder zu dem Preis gekauft oder einfach zurückgelegt wird. Beim Zurücklegen frag ich dann gern "Was wollen sie denn ausgeben" und deren Wunschpreis passt größtenteils perfekt in meinen Verhandlungsrahmen.
      Das Doppelte ist nur ein Beispiel gewesen, aber machs halt konkret: Wie hoch ist dein Aufschlag und wie viel Spielraum baust du im Schnitt ein. Wichtiger noch: Liegt dein Wunschpreis unter dem, was du auf Ebay realistisch kriegen würdest? Sind ebenfalls relevante Aspekte.

      Und das du dich nur auf diesen einen Part fixierst ist sehr schade, weil der Grundaspekt warum Verhandeln einfach nicht mehr so richtig zeitgemäß ist einfach stimmt. Guck dich um auf dem Flohmarkt und check wie viele an einen Stand gehen, dann kurz weg und dann ihr Smartphone zücken. Und selbst wenn der Preis fair ist und sie nicht kaufen, dann liegt vielleicht daran, dass sie keine fairen Preise wollen, sondern Schnäppchen.

      Edit: Und wer noch meint da um jeden Cent verhandeln zu müssen: Ist eben veraltet und jeder Dinosaurier muss entweder einsehen, dass seine Zeit abgelaufen ist, oder verbittert werden. Ist ja nicht so, als kennen Retro-Gamer dieses Schicksal nicht eh zur Genüge. Anpassung oder Untergang. Da is der Flohmarkt keine Insel von.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ignorama ()

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      Ich handel sogar relativ viel auf Retrobörsen. Als VK als auch als Käufer. Find das auch völlig in Ordnung, bis auf paar Beispiele:

      - Kunde interessiert sich für 3 Spiele a 4€. Dealpreis 10€ für alle 3 biete ich an. Kunde fängt an mit 9€. Ich sag "ne, 10". Kunde sagt 9,50€. Das macht es dann langsam nervig. Meist sind es die Kunden die sich auch stundenlang nicht entscheiden können.
      - Ich als Kunde: Spiel interessiert mich, ich bin informiert, Marktwert ca 50€. Händler ruft auf "100€". Ich weiß, dass wir nie zusammen kommen und gehe weiter. Händler sagt "60€", ich biete 50€, wir einigen uns, dann gut. Ich eier dann aber nie lange rum um 1-2€ bin immer sofort entschlossen zu kaufen oder nicht. Komme nie mit Floskeln "ich geh nochmal rum". Denn Zeit ist Geld. Mein Geld und das Geld vom VK.
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      quote='Ignorama','https://www.nexgam.de/forum/thread/91235-lustiges-kurioses-bei-kleinanzeigen/?postID=2338602#post2338602']
      Das Doppelte ist nur ein Beispiel gewesen, aber machs halt konkret: Wie hoch ist dein Aufschlag und wie viel Spielraum baust du im Schnitt ein. [/quote]Das werde ich hier jetzt nicht im Detail aufschlüsseln, sonst könnte ich ja gleich meine Minimumpreise finden Verkaufsthread schreiben. :P


      Wichtiger noch: Liegt dein Wunschpreis unter dem, was du auf Ebay realistisch kriegen würdest? Sind ebenfalls relevante Aspekte.
      Hier wäre die Frage: Was ist bei Ebay realistisch? Wenn ein Artikel bei "erfolgreich verkauft" innerhalb eines Monats zwischen 1 und 20 Euro schwankt, welcher Preis ist hier dann realistisch?
      Auch habe ich jetzt schon mehrfach mitbekommen dass jeder "seinen" Preis anders ermittelt. auch hier im Forum verwendete Methoden:

      1.) Sich nach aktuell laufenden SK-Angeboten orientieren und sich daraus seinen Preis ermitteln.
      2.) Such nach erfolgreich verkauften Artikeln/beendeten Auktionen richten und daraus seinen Preis ermitteln.
      3.) Sich nur nach erfolgreich beendeten Auktionen richten und SK-Verkäufe ignorieren. ("SK ist eh unrealistisch" - Ach, und Auktionen können nicht gepusht sein?)
      4.) Eine der oberen 3 Methoden aber auch der Versand zählt zum Wert des Spieles hinzu.
      5.) Eine der oberen 3 Methoden aber der Versand zählt zum Wert des Artikels nicht dazu.
      6.) Das ganze dann noch jeweils für "Ich gucke nur nach Angeboten aus Deutschland/der Eu/Weltweit"
      7.) (Bei Importspielen)"Was man unter weltweiter Suche bei Ebay.de findet zählt nicht. Man muss direkt auf Ebay.com oder Ebay. co.jp gucken und die Preise nehmen weil die Anbieter dort auf Nachfrage vielleicht auch nach Deutschland versenden würden"
      8.) "Ich habe damals für das Spiel X Euro ausgegeben also will ich jetzt auch X Euro dafür haben. Egal ob es inzwischen teurer oder billiger zu haben ist"

      Bei mir spielen mehrere Faktoren rein. Wie ich meinen Angebotspreis ermittle: Ich gucke bei Ebay.de unter beendete Auktionen/Sofort-Käufen. (Wenn es ein Spiel mit USK-Siegel ist, dann so, Ansonsten nehmen ich auch Europa oder Weltweit mit in die Suche auf) Je nach Anzahl der Ergebnisse gucke ich mir die letzten 2-3 Monate an. Ist dort ein Spiel 10x für 10 Euro drin, dann tendiere ich für mich erstmal zu 7-8 Euro. Wobei es auch sein kann das ich niedriger ansetze, denn: Wenn es 10x für 10 Euro Versandkostenfrei drin ist, würd eich neben Ebay-Gebühren ja auch noch die Versandkosten vom eigentlichen Spielerei abziehen.

      Schwanken die Preise bei en Suchergebnissen sehr stark, dann kommt in meine Überlegung auch oftmals mit rein was ich mal für den Artikel ausgegeben habe. Habe ich ein Spiel zB. mal für 2 Euro gekauft und die Ebay-Preise schwanken jetzt sehr stark zwischen 1 und 10 Euro, biete ich es eher für 1-3 Euro an. Habe ich selbst aber zB. mal 50 Euro dafür bezahlt, wären wir eher bei den schon oben genannten 7-8 Euro.

      Bei Importgames geh ich grob genau so vor, ABER: Für mich gehört unter Umständen die Versandkosten des Spieles mit dazu. Um das genauer zu erklären:
      Wenn ein Import Game nicht in Deutschland oder UK zu finden ist sondern nur aus USA: Wenn das Spiel für 10 Euro verkauft wurde +40 Euro Versand, liegt der Wert des Spieles für mich nicht unbedingt bei 10 Euro. Es war ja jemand bereit 50 Euro auszugeben um das Spiel zu haben. Da tendiere ich dann zB. eher zu 20 Euro.

      Hinweis 1: Das wären dann übrigens auch die Preise die ich dann erst mal in meinen Verkaufsthread schreibe. Da schlage ich nichts noch extra drauf als Verhandlungsspielraum. Verhandeln wäre dann eine Mischung aus Gefühl, Sympathie und wie viel/in welchem Wert der eventuelle Käufer Sachen haben will. Wer ankommt mit "Blöder Scalper, Alles zu teuer gib mir 50% Rabatt" kann weniger Entgegenkommen erwarten als jemand der freundlich auftritt. Je nach Sympathie und Abnahmewert-/menge kommt es sogar vor dass ICH einen günstigeren Gesamtpreis mache auch wenn derjenige gar nicht versucht hat zu handeln. (soviel zu "auf einen dummen warten" :P

      Hinweis 2: Bevor jetzt jemand meinen Verkaufsthread zerlegt und sich eventuell überteuerte Sachen rauspickt: Ich kontrolliere die Preise nicht wöchentlich/monatlich. Im Gegenteil. Ich nutze die oben genannte Methode eher zum Ermitteln des "Erstpreises" . Alles weitere ist dann eher nach Gefühl und Laune. Sprich: Wenn ich sehe dass ich Spiel XY nicht loswerde, dann senke ich den Preis halt wenn mir danach ist. Und da ist es mir dann verdammt egal ob es bei eBay mittlerweile das doppelte kostet oder nur die Hälfte (worauf man mich dann ja auch gern wieder aufmerksam machen kann. "Wenn Preise zu hoch, einfach Angebot machen" womit wir wieder am Anfang wären. :P )

      Und das du dich nur auf diesen einen Part fixierst ist sehr schade,

      Weil ich gern erstmal den Vorwurf entkräften wollte dass ich das Doppelte aufschlagen würde. :P


      weil der Grundaspekt warum Verhandeln einfach nicht mehr so richtig zeitgemäß ist einfach stimmt. Guck dich um auf dem Flohmarkt und check wie viele an einen Stand gehen, dann kurz weg und dann ihr Smartphone zücken. Und selbst wenn der Preis fair ist und sie nicht kaufen, dann liegt vielleicht daran, dass sie keine fairen Preise wollen, sondern Schnäppchen.
      Wenn deine genannten Argumente/Grundaspekte so stimmen würden: Warum dann die ganzen Leute die bei GameStop und Co ihre Sachen verkaufen? Warum sind die Flohmarkthändler mit ihren Preisen die oftmals beim Doppelten bis dreifachen des Ebay-Preises (oder sogar des Artikel-Neupreises auf Amazon) liegen trotzdem erfolgreich?

      Und zu: "dann liegt vielleicht daran, dass sie keine fairen Preise wollen, sondern Schnäppchen." Ja, und? Ist ja nicht verwerflich. Jeder freut sich darüber wenn er Schnäppchen macht. ABER: "Man will Schnäppchen machen" und die Tatsache dass niemand mehr wirklich verhandelt widerspricht sich eigentlich. Denn: Wenn ich Preis X haben möchte, er/sie bietet mir Preis Y der drunter liegt und ich geh drauf fiel: Dann hat derjenige doch zumindest das Gefühl gerade ein Schnäppchen gemacht zu haben. :)

      Edit: Und wer noch meint da um jeden Cent verhandeln zu müssen: Ist eben veraltet und jeder Dinosaurier muss entweder einsehen, dass seine Zeit abgelaufen ist, oder verbittert werden. Ist ja nicht so, als kennen Retro-Gamer dieses Schicksal nicht eh zur Genüge. Anpassung oder Untergang. Da is der Flohmarkt keine Insel von.
      Ich find dieses "Ist halt so, gewöhn dich dran" ja immer irgendwie schrecklich und bemitleidenswert. Klingt so nach "Friss oder Stirb". Nur weil etwas so ist wie es ist muss es ja noch lange nicht gut sein. Sich da dem Status-Quo einfach fügen meine ich mit "faul" oder "gleichgültig." Man kann doch trotzdem versuchen für sich was dagegen zu tun. Das kann je nach Thema mal mehr oder weniger erfolgreich sein aber "verbittert werden" muss ich deswegen doch noch lange nicht.

      Wenn ich auf einem Flohmarkt als Käufer ein günstigeres Kaufangebot mache und der Verkäufer fängt an mich zu beschimpfen: Dann kauf ich von dem halt nicht. Von meinem "gewünschten Kauf" hängt mein Leben nicht ab. Wenn der Verkäufer aber freundlich ablehnt oder sogar begründet warum er es nicht günstiger verkauft: Den kaufe ich halt zu seinem Preis sofern der in Ordnung ist. Versuchen kostet nix. :)

      "Es für sich besser machen" kennen wir doch auch aus dem Videospielbereich: Immer mehr kommt nur als Download raus und nicht als Retail. Anstatt jetzt halt nur noch Downloads zu kaufen "Ist halt so" oder verbittert zu werden, verzichten einige einfach auf die Download-only Games. gibt ja auch so genug zu spielen. Und wenn ein Download plötzlich als Retail erscheint, wird es doch gekauft um zu zeigen dass Retail nicht tot ist. Das muss halt jeder für sich entscheiden.
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      Also das Quote-Systems des Forums kommt direkt aus der Hölle. Grauenvoll. Daher etwas zerfleddert und in häßlich:


      Syntiq schrieb:

      Wenn deine genannten Argumente/Grundaspekte so stimmen würden: Warum dann die ganzen Leute die bei GameStop und Co ihre Sachen verkaufen? Warum sind die Flohmarkthändler mit ihren Preisen die oftmals beim Doppelten bis dreifachen des Ebay-Preises (oder sogar des Artikel-Neupreises auf Amazon) liegen trotzdem erfolgreich?

      Bulk-Verkäufe sind imo was anderes. Wer wirklich wertige Sachen an GameStop verkauft ist total ahnungslos und/oder faul. Nur weil sich die Allgemeinheit ändert muss sich ja nicht jeder einzelne ändern. Das wiederum stoppt ja nicht die generelle Entwicklung. Wobei ich hier gern wüsste wie viel GameStop wirklich ankauft und wie viel über Trade-In generiert wird, denke nämlich letzteres ist der größere Part. Darüber hinaus seh ich in den Filialen aber auch fast immer nur Bulk im Gebrauchtregal. Sowas ist eben Crap und da lohnt der aufwändigere Einzelverkauf oftmals nicht. CD-i sagte da ja schon ganz passend: Zeit = Geld.


      Syntiq schrieb:

      Ich find dieses "Ist halt so, gewöhn dich dran" ja immer irgendwie schrecklich und bemitleidenswert. Klingt so nach "Friss oder Stirb". Nur weil etwas so ist wie es ist muss es ja noch lange nicht gut sein. Sich da dem Status-Quo einfach fügen meine ich mit "faul" oder "gleichgültig." Man kann doch trotzdem versuchen für sich was dagegen zu tun. Das kann je nach Thema mal mehr oder weniger erfolgreich sein aber "verbittert werden" muss ich deswegen doch noch lange nicht.

      Es ist auch "Friss oder Stirb" weil du niemanden wirklich beeinflussen kannst außer dir selbst. Du sagtest doch die Entwicklung gefällt dir nicht, aber mit der musst du eben leben. Das ist buchstäblich "deal with it" in Reinform. Entweder das, oder du wirst verbittert. Das hat nichts mit bemitleidenswert zu tun, sondern mit Realismus. Du kannst eben nicht die Mentalität der Massen ändern, nur weil es dir besser gefallen würde. Klar wirst du hier und da deine Kunden/Verkäufer finden die nach "altem Kodex" leben, aber du selbst hast doch attestiert, dass der Wandel real ist und den hältst du niemals auf. Hier sind deine Chancen den Status den du erreichen möchtest zu erreichen genau 0. Nicht 0,00001, sondern 0.

      Zudem, das können wir uns beide ankreiden, erheben wir unsere Position ziemlich. Ich durch die sture und vehemente Ablehnung deiner Meinung, du durch die Verknüpfung von negativen Eigenschaften mit den Gegnern deiner (faul, gleichgültig, bemitleidenswert).

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      sYntiq schrieb:

      Auf Flohmärkten wird man immer öfter direkt beschimpft wenn man versucht zu handeln
      Kann und muss ich leider so bestätigen.
      Inzwischen unterlasse ich es schon länger auf Flohmärkten zu handeln, bringt in der Regel nur ärger.
      Wird ein Mondpreis aufgerufen bleibt der Verkäufer eben auf seiner Ware sitzen.
      Auf Beschimpfungen, komplett hirnlose Belehrungen (kostet auf ebay...)
      oder schlimmeres habe ich schon lange keine Lust mehr.
      Früher war vieles besser!

      Ob Pfote oder Tatze - Gutes für Hund und Katze: Pfotenstich