Vegan werden?

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    • Vegan werden?

      Hallo ist hier vielleicht irgendjemand Veganer oder hat Ahnung davon? Ich bin am überlegen ob ich mich unter Umständen vegan ernähren will, da ich scheinbar Laktose und Fleisch nicht wirklich gut vertragen kann. Nun weiß ich aber nicht wirklich worauf ich beim einkaufen achten muss. Was ist vegan, wo nicht vegan drauf steht? Welche Dinge, wo man vielleicht denkt dass sie vegan sind, sind nicht vegan? Typische Anfängerfehler? :)
    • Anfängerfehler... Mh. Ist halt die Frage wie streng man ist. Ich würde dann an deiner Stelle nur auf die Lebensmittel verzichten, die du nicht verträgst. Aber ich bin auch kein Fan davon sich künstlich einzuschränken.
      Fallen bei Veganern sind Getränke, denn es muss nicht auf ein Getränk geschrieben werden ob und wie es geklärt wurde. Dafür werden aber sehr oft tierische Produkte genommen, genauso wie als Farbstoffe.
      Ansonsten muss man auswärts zum Beispiel bei Nudeln immer fragen, ob Eiernudeln verwendet werden oder eben nicht.

      Ansonsten denke ich, dass man es als Veganer heute sehr viel einfacher hat als vor 10 Jahren. Aber man sollte sich schon gut mit seinem Körper auseinander gesetzt haben. Meine Schwester hat eine Zeit lang bei total fanatischen Veganern gelebt und sie war nach einer Weile ständig krank. Das war aber vor dem großen Boom, noch in den 90ern und heute wäre der Umgang mit solchen Problemen ein anderer.
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    • Danke lol also ich würde ja gerne ein spezielles Forum für sowas besuchen aber da erstmal ein aktives finden ist gar nicht so einfach.

      @masematte Vielleicht aber sind sie nicht doch recht nah beeinander? Und vegan kennt man immerhin da findet man Infos zu wenn ich jetzt meinen speziellen Fall beachten würde müsste ich ja alles durchtesten was geht, was geht nicht und näh das ist mir zu kompliziert.

      @ChaosQu33n Danke für die Infos, also wenn ich merke das ich auf einmal total krank werde oder irgendwas in der Richtung, es quasi nach hinten los geht, ich möchte es ja machen damit ich mich körperlich besser fühle, dann lasse ich es auch auf jeden Fall! Das mit den Nudeln ist ein guter Tipp, wobei das wird echt blöd dann immer zu fragen haha aber gut seit wann esse ich auswärts? Das mit den Getränken ist auch sehr interessant aber wenn man das tatsächlich nicht an der Zutatenliste spätestens erkennen kann, dann öhm werde ich da wohl nicht so streng sein. Wenn ich es tatsächlich erkennen kann, dann werde ich drauf achten.

      @Azazel Was nein? Wieso nein? Wenn ich doch sowieso fast vegan ernähren muss, weil mir von vielen tierischen Dingen schlecht wird oder es schlecht geht, dann kann ich doch gleich Veganer werden oder was spricht dagegen? Ich würde ja gerne Fleisch essen und Milch trinken, Käse essen, schmeckt geil das Zeug aber danach krieg ich die Rache von meinem Körper, also beuge ich mich und versuche es so zu umgehen.
    • Du musst dich auf jeden Fall mit Aminosäuren auseinandersetzen. Du wirst dich ständig fragen müssen, was alles tatsächlich in deiner Nahrung drin ist und vor allem wirst Du spürbar mehr Geld ausgeben müssen, um satt zu werden.
      Versuchs erst mal mit Fleischverzicht und generell mehr Obst und Gemüse. Versuche beim Mehl bissl Dinkel oder Hanf in das Weizen zu geben.
      Ansonsten würd ich mal schauen, ob Du auf Milchprodukte verzichten kannst. Sehr viele Leute haben Schwierigkeiten mit Milchprodukten, akzeptieren aber ihre durch den Verzehr davon resultierenden Verdauungsbeschwerden.
      Eier sind auch ein eigenes Kapitel. Sind ähnlich anzusehen wie Fleisch und auch durch ausgewogene pflanzliche Ernährung ersetzbar.
      Am wichtigsten sind, wie gesagt, Aminosäuren. Aber generell bleibt zu sagen, dass man, wenn es einem ernst ist, man nicht um Fachliteratur herum kommt.
      Massetechnisch wird man bei pflanzlicher Ernährung mehr aufnehmen müssen, man isst also mehr, scheidet folglich mehr aus, muss also häufiger aufs Klo. Man wird, im Normalfall abnehmen und leistungsfähiger, aber da muss sich der Körper erst mal durch quälen, da einige Stoffe im Essen süchtig machen, siehe Zucker und peptide Proteine in Milch. Sehr, SEHR komplexes Thema. Und eins der wichtigsten auch.
      Viel Erfolg dabei.
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    • Da du es anscheinend nicht aus ethischen Gründen willst: Wozu der Stress? Wichtig ist was ChaosQueen bereit sagte: Find raus was du nicht verträgst und lass das weg. Einfach nur vegan um vegan zu sein, obwohl du es effektiv gar nicht wollen würdest? Klingt nach unnötigem Stress. Du sagst ja selbst, du würdest gerne Käse usw essen.

      Daher hat es ja keinen Mehrwert für dich persönlich auf Sachen zu verzichten die du magst und die du verträgst, nur um dich offiziell vegan nennen zu können.
    • @Haunebu86 Vielen Dank erstmal! Ich werde mich dann wohl belesen müssen. Ich esse auch schon seit Monaten fast nur noch Gemüse ist also gar nicht mehr so eine harte Umstellung hatte zwar immer noch hin und wieder Fleisch oder Käse oder sowas aber danach gings mir halt kacke.

      @masematte Ich werde mir den Link mal anschauen danke!

      @Ignorama Mir fällt jetzt auf Anhieb bis auf Gelantine so gar nichts tierisches ein das ich wirklich essen mag oder essen kann ohne danach irgendwelche Magenprobleme zu haben.

      @ChaosQu33n Beim Fleisch habe ich die Vermutung dass es das fett ist...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aya ()

    • ich denke auch, vegan und Unverträglichkeit sind zwei komplett verschiedene Dinge, die nicht vom einen zum anderen führen müssen/sollen. Vegan ist vor allem nicht so einfach wie man denkt. Man muss hier vor allem zwei Dinge beachten. Einmal die Industrie... es wird soviel Müll unter dem Vegan Label verkauft, da sollte man extrem aufpassen. Einerseits ist das Zeug unverschämt teuer, andererseits sind viele vegane Ersatzprodukte regelrechte Laborexperimente, die mit Ersatzstoffen so zusammengestellt wurden, dass sie dies und jenem entsprechen. Dazu kommt der massive Einsatz von Soja, der nicht unumstritten ist, sondern dem auch schädliche Eigenschaften nachgesagt werden. Man sollte sowas nicht unbedingt kaufen, sondern auf normale pflanzliche Lebensmittel setzen. Schont vor allem auch den Geldbeutel enorm.

      Der zweite Punkt ist die Biochemie. Unser Körper ist nunmal für Fleisch und Pflanzen gedacht, und benötigt verschiedene Stoffe. Die sind aber eben nicht überall drin, und auch nicht in der gleichen Dosis. Es gibt sogar Dinge, die man nur über tierische Produkte bekommt. Bei manchem ist sich die Wissenschaft ja noch nichtmal sicher, welche Wirkung für den Körper besteht. Das alles macht es extrem schwer und man sollte sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen, was der Körper so allgemein benötigt, und welche Nahrungsmittel ausreichend verwertbares liefern. Viele Veganer laufen akut in Gefahr langfristige Mangelerscheinungen zu bekommen, einfach weil das nicht beachtet wird. So eine Gefahr besteht natürlich prinzipiell für jeden Menschen und jede Ernährung, allerdings ist das Risiko bei einer gemischten Ernährungsweise deutlich geringer. Sowas zeigt sich auch nicht nach 2 oder 5 Jahren, sondern oft erst nach 10, 20 oder 30 Jahren. Du solltest es also wirklich nicht zu einfach angehen und auf die leichte Schulter nehmen. Vegan ist in gewisser Weise "Arbeit".

      Im übrigen verschwindet bei vielen Menschen die Unverträglichkeit auch nach einiger Zeit wieder. Meine Tante zB konnte plötzlich für 5-6 Jahre lang keine Milch mehr zu sich nehmen. Heute geht es wieder. Ein Cousin reagierte eine zeit lang extrem auf bestimmte Teigwaren/Getreide/Mehl... heute ist nichts mehr davon zu bemerken. Es lohnt sich durchaus genauer herauszufinden welcher Stoff so schlimm für den Körper ist. Manchmal ist es auch ein Symptom einer anderen Erkrankung.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Black Sun ()

    • @Black Sun Erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Also ich würde mir auch Quecksilber reinkippen, wenn mein Körper sagt okay nehm ich ohne Probleme an. Ich will einfach nur eine Leitlinie wo ich innerhalb dieser essen kann was ich will, weil alles essen geht nicht, hat mir mein Körper deutlich gezeigt. Und bei mir sind die Unverträglichkeiten eher schlimmer geworden, als Kind war mir zwar auch immer unwohl nach dem ich Cornflakes mit Milch gegessen hatte aber ich habe das ewig nicht realisiert und nicht sofort Durchfall und richtige Bauchschmerzen bekommen wie jetzt. Und fett ja das ist seit puh lass mich überlegen? 2011 oder so? Da konnte ich es nicht ab, jetzt habe ich keine Gallenblase mehr, jetzt gehts noch weniger, damit fällt schon mal geiles fettiges Fleisch weg. So gerne ich wollte, danach versucht mein Körper mich umzubringen und bei Käse auch, ob es da am Fett oder an der Laktose liegt, ich weiß es nicht, vielleicht ist es ja die Kombination? Was ich weiß ich sollte die Finger davon lassen.

      Und wie meinst du ein Sympthom einer anderen Krankheit? Ist mein kaputter Kopf jetzt auch noch dafür verantwortlich? Würde mich ehrlich gesagt nicht unbedingt wundern. -.-

      Und wie findet man raus was genau jetzt das Problem ist, außer durch ausprobieren, was durchaus echt scheiß Folgen haben kann.
    • Ausschlussdiät. Und dabei alles dokumentieren.
      Laktose und Fett weglassen (Die Info, dass du keine Galle mehr hast, wäre auch hilfreich gewesen), ist immernoch einfacher als Vegan zu leben. Aber generell sollte man sich ohne Galle eh ausgewogen und fettarm ernähren. Meine Schwester hat auch keine Galle mehr.
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    • An den Kopf dachte ich jetzt weniger. Ehr solche Dinge wie Hormon/Enzym Haushalt der gestört sein könnte. Oder eben andere Faktoren wie leberschäden. Die fehlende Galle könnte sich ja auch schon auswirken, aber das kann ich nicht beurteilen.
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    • Also meine Schwester verträgt seit sie keine Galle mehr hat Alkohol noch weniger als vorher schon. Fett ist auch ganz schwierig geworden. Ihr ging es die erste Zeit ganz furchtbar nach der OP. Einfach so weiter wie vorher... Der Körper kompensiert den Verlust der Galle nach einer Zeit anderweitig. Aber wir haben unsere Organe nicht ohne Grund und Ärzte sind immer schnell dabei Galle und Schilddrüse zu entfernen ungeachtet der Probleme, die danach kommen können.
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    • Manche Fette sind auch gesünder, andere eher belastender. Bei Tieren und Fischen ist es so, dass gewisse Schlacken und Giftstoffe sich gern in Fettgewebe festsetzen, um das mal zu veranschaulichen.
      Auf der anderen Seite ist beispielsweise Kokosfett sehr bekömmlich. Kaltgepresstes ist am wertigsten, was man an der Struktur erkennen kann.. ist echt faszinierend.
      Kokos hat mittelkettige Fettmoleküle, die sind ziemlich selten und homogen.
      Hanföl sei auch noch empfohlen. (Hanfsamen haben übrigens ein fast vollständiges Aminosäureprofil. Find ich schon bemerkenswert, wie homogen die Samen sind) Hat halt nen starken Eigengeschmack, deswegen ist es eingeschränkt zu empfehlen.

      Chaosqueen hat dir schon eine sehr gute Orientierung gegeben..konsequente Ausschlussdiät, also bestimmte Stoffgruppen komplett meiden und wie in einem Tagebuch Doku schreiben..gehts dir gut, schlecht, Bauchkrämpfe, ja, nein, Stuhlgang, Stuhlfrequenz..die ganzen schönen Sachen.
      Wahrscheinlich wird man nur so wirklich weiter kommen.
      Das Thema Milch ist auch so ein Räzsel, da nicht wirklich schlüssig ist, ob die Intoleranzen durch den Zucker oder die sehr komplexen Proteine ausgelöst werden.. ist ja auch nicht homogen das Gemisch, auch wenn homogenisiert draufsteht. Dann hab ich schon die paradoxe Geschichte gehört, dass Frischmilch, die ja gar nicht mehr verkauft werden DARF (...), bekömmlicher sein soll... unendliche Geschichten im Lebensmittelsektor..
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    • Ich kann mir das mit der frischen Milch schon vorstellen. Was anderes gab es bei uns in meiner Kindheit nicht. Irgendwann dann nicht mehr und seit dem vertrage ich Milch laufend immer schlechter. Frische Vollmilch kann ich bis heute aber noch deeeutlich besser trinken als H-Milch.
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    • Hätt ich sehr gerne getestet, die unbehandelte Frischmilch, aber an sowas ran zu kommen ist ohne befreundeten Bauern, der dir unter der Hand die Milch so vertickt fast unmöglich. Ist ja anscheinend verboten.
      Editiert. (Zensiert)
      Bin trotzdem nicht einverstanden damit, dass alles vom System vorgegeben und reglementiert wird.
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