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Tony Hawk's Skateboarding im Test

Dreamcast
Im Jahre 1999 veröffentlichte Activison ein Spiel, zugeschnitten auf ein bis dato unbeachtetes Klientel. Ein Spiel, das zum Grundstein einer der erfolgreichsten Serien aller Zeiten wurde: Tony Hawk’s Skateboarding. Sieben weitere Ableger, eine Fanbase, die längst nicht mehr nur aus Skatern besteht und ein nahezu konkurrenzloses Dasein auf dem Videospielmarkt waren Folge des unerwarteten Erfolges. Wir gehen "back to the roots" und drehen eine Runde auf dem Brett, das die Spielewelt revolutionierte.
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Das "Brett" das die Videospielwelt ins rollen gebracht hat...


2000, ein Jahr nach dem Tony Hawk’s Skateboarding auf der PSone einschlug wie eine Bombe, spendierte Publisher Activision ebenfalls eine Version für SEGAs Dreamcast (In Europa erschienen beide Versionen im Jahr 2000). Grafisch aufpoliert und technisch getuned sollten auch auf dieser Plattform die Skaterherzen höher schlagen - und sie taten es.

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Nie zuvor sahen Skateboard-Tricks spektakulärer aus...


Herzstück des Spiel ist der Karrieremodus: Ihm liegt keine Story, dafür aber ein genauso simples wie durchdachtes Konzept zu Grunde: In verschiedenen, sehr abwechslungsreichen Levels, die teilweise wahren Schauplätzen nachempfunden sind, löst ihr insgesamt je fünf Aufgaben. Vier davon stricken sich nach einem gleichen Muster: Zwei Highscores knacken, die Buchstaben S-K-A-T-E einsammeln und das versteckte Tape finden. Die jeweils letzte Challenge unterscheidet sich von Level zu Level: Mal grindet ihr über 5 Tische, mal zerstört ihr Anzeigetafeln in einem Kaufhaus oder fahrt ein paar Kistenstapel über den Haufen. Für jede bewältigte Aufgabe erhaltet ihr ein Videoband - die Summe macht’s und schaltet weitere Level und neue Decks frei. Letztere verbessern die Fähigkeiten eures Skaters in Bezug auf Geschwindigkeit, Balance und Handling. Unter den insgesamt 9 Leveln befinden sich 3 Contests, bei denen man sein Können in mehrere Runden den Punktrichtern präsentieren muss, ein Bonus Level und, er sei hier extra erwähnt, der Downhill Jam. Mit rasanter Geschwindigkeit und vor allem jeder Menge Fingerspitzen Gefühl geht es einen Hügel hinunter - ein Ritt, der nicht weniger populär als schwierig ist!

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Nutzt den leeren Pool um richtig Schwung zu kriegen...


Zur Bewältigung der Aufgaben stehen euch 10 Skater zur Verfügung, 9 Männlein und ein Weiblein, mit denen es jedes Level zu meistern gilt. Motivationsgrundlage sind zwei freischaltbare Charaktere und die unzähligen Profivideos, die Entwickler Neversoft mit auf die Scheibe gepackt hat. Dazu gesellt sich ein interessanter Multiplayer Modus, der auch nach dem Durchspielen immer wieder Grund ist, das Spiel aus den tiefen des Regals hervorzuholen. Vorhandene Freunde vorausgesetzt.

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Das Trickrepertoire ist sehr umfangreich ausgefallen...


Es ist Zeit, ein paar Worte über das Gameplay zu verlieren, um genau zu sein, zwei Worte über das Gameplay zu verlieren: ungesehen faszinierend. Wer das Spiel zum ersten Mal einlegte (und vorher nicht schon die PSone Version gespielt hat) bekam große Augen und konnte die Kinnlade kaum noch oben halten. Simpel in der Handhabung, spektakulär im Effekt: Während die Buttons (A), (B), (X) und (Y) für die Aktionen Springen (Ollie), Grab, Flip und Grind zuständig sind, wird wahlweise mit AnalogStick oder digitalem Seuerkreuz auf dem Boden koordiniert, in der Luft gedreht und in Zusammenarbeit mit den Buttons einer von jeweils 8 verschiedenen Tricks der jeweiligen Gattung ausgeführt. Selbige sind sehr schön in Szene gesetzt, wenn auch deren Kombination meist übertrieben unrealistisch wirkt. Dessen war man sich aber wohl bewusst, denn schließlich handelt es sich bei Tony Hawk’s Skateboarding um eine Adaption der Funsportart. Der Spaß steht also, Gott lob, im Vordergrund!

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Mit dem richtigen Schwung erreicht man auch die höheren Stellen...


Grafisch zeigt sich Tony Hawk’s Skateboarding von einer sehr soliden Seite. Klare Texturen, stabile Framerate und ausgewogene Leveldesign haben Einzug auf den Datenträger gefunden. Für ein Spiel der ersten Generation hinterlässt es trotz kantiger, detailarmer Umgebungen und Charaktermodelle einen sehr guten Eindruck. Erfreulich: Kantenflimmern sucht man nahezu vergebens!

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Die Level sind vielseitig verbaut...


Der Soundtrack ist, man kann es nicht anders sagen, bombastisch! Die Songanzahl ist zwar nicht besonders beeindruckend, dafür aber die Auswahl. Ich habe wirklich selten erlebt, dass ein Videospiel eine so geniale Ansammlung von Musiktiteln mit sich bringt, die der Atmosphäre den nötigen Spaßfaktor und Charme verleihen. Allerdings sind die Geschmäcker natürlich verschieden, sodass der Metalhead mit der punkig-rockigen Skatermusik wohl weniger anfangen kann.
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