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King of Fighters '99: Evolution (DC) im Test

Dreamcast
So wie jedes Jahr der Weihnachtsmann kommt, so erscheint auch jährlich ein neuer King of Fighters Teil. King of Fighters 99 ist der 2. NeoGeo Port auf der Dreamcast, nachdem davor der 98er Jahrgang umgesetzt wurde. Dieser trug den Namen King of Fighters 99 (!!!) Dream Match und um die Verwirrung perfekt zu machen wurde der 99er Teil King of Fighters 99 Evolution benannt. Ob sich SNK mit der 99er Umsetzung genauso viel Mühe gegeben hat wie beim Vorgänger wird dieser Test zeigen.
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Auch diesmal sind wieder alle wichtigen Kämpfer dabei...


Nachdem der letzte Teil ja ein Dream Match, also ein Turnier ohne Hintergrundstory, war gibt es dieses Mal eine Geschichte rund um ein Kartell und geklonte Kyo Kusanagis. Neben den 2 mysteriösen Teilnehmern K’ und Maxima, die zusammen mit Benimaru und Shingo an den Start gehen, befinden sich noch weitere neue Gesichter im Charakter Select Bildschirm. Das Ikari Team hat die Peitschen schwingende Whip rekrutiert, das Psycho Soldiers Team hat mit dem kleinen Bao ein weiteres Mitglied mit übernatürlichen Kräften gefunden, im Frauen Team rund um King, Blue Mary und Kasumi hat sich noch die süße Chinesin Xiangfei dazu gesellt und dem Korea Team ist ein ehemaliger Kollege Kim Kaph Wan’s beigetreten: Jhun Hoon. Außerdem dabei sind das Fatal Fury Team (Terry, Andy, Mai, Joe), das Art of Fighting Team (Ryo, Robert, Takuma, Yuri) und die beiden Erzrivalen Kyo und Iori.

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'Mai' drängt 'Takuma' in die Ecke...




King of Fighters Kenner werden sich jetzt wundern warum jedem Team 4 Kämpfer angehören, aber das ist Teil von SNK’s „neuem“ Strikersystem. Ähnlich wie in der Marvel vs Capcom Reihe darf ein vor dem Kampf bestimmter Recke während des Kampfes kurzzeitig in das Kampfgeschehen eingreifen. Wie sich das praktisch auswirkt ist sehr charakterabhängig. Der Nutzen schwankt von „lustig was der macht“ zu „spielentscheidend“. Des weiteren hat SNK den Armor- und Counter Mode eingeführt, wofür jeweils 3 Power Stocks benötigt werden, um z.B. unbegrenzt (beide Modes sind allerdings zeitlich begrenzt) Desperation Moves (Super Specials) auszuführen oder Vorteile durch verringerten Blockschaden und verkürzte Recovery Zeiten zu genießen. Die Power Stock Leiste füllt sich mittels Attacken und Special Moves, sowie durch Blocken auf. Wenn eine Leiste aufgefüllt ist, beginnt sich die 2. aufzuladen. Auf diese Weise lassen sich bis zu 3 Stocks speichern. Um einen Super Special (Desperation Move = DM) auszuführen wird eine Leiste fällig. Wenn sich die Lebensenergie im roten Bereich befindet kann man auch so genannte Super Desperation Moves ausführen, welche in der Ausführung den normalen DM’s gleich sind, allerdings viel mehr Schaden anrichten. Die Steuerung ist wie bei den Vorgängern etwas hakelig und erreicht nicht die Spielbarkeit eines Garou Motw oder SF III, aber nach einer gewissen Einspielzeit gibt sich dieses Problem.

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'Joe' zeigt seinen Special in der neuen Glockenturm Stage...


Für jeden gewonnen Kampf im Solomodus gibt es nach dem Match Rankingpoints, die sich danach richten, wie gut ihr euch geschlagen habt und mit denen man sich neue Striker kaufen kann. Zu jedem Extra Striker, zu denen neben alten King of Fighters Veteranen wie Goro, Yamazaki, Billy Kane auch kuriose Charakter wie Fio, Alfred, Syo und Gai gehören. Neben diesen Versionen gibt es jeden Extra Striker in 3 Levels und dazu noch deren Dark Versionen. Bis diese freigespielt sind vergehen einige Stunden (Beispiel: für einen guten Kampf auf Stufe 8 gibt es ca. 800 Punkte, die kosten um alle Striker freizuschalten betragen um die 80000 Punkte), ob das jetzt tatsächlich so motivierend ist das Spiel 100 mal durchzuspielen muss jeder für sich entscheiden ,,,-)

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Die Kämpfer-Reihenfolge und der dazugehörige Striker...




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Die Erzfeinde Kyo Kusanagi und Iori Yagami...

Die Duelle werden in 8 verschiedenen Stages ausgetragen, wobei es zu jeder Stage noch ein alternatives Aussehen gibt. Beispiel Park Stage: In der ersten Version erstrahlt der Rasen in schönstem Sonnenschein, während sich die 2. Variante in der Nacht abspielt und es in strömen gießt. Im Gegensatz zur NeoGeo Version präsentieren sich die Hintergründe im 3D Look, doch keine Angst die Polygone werden hauptsächlich dazu benutzt um den Stages Tiefeneffekte oder Stageintros zu spendieren. Trotzdem gefällt mir der 2D Look besser, da die Hintergrundsprites wie die Zuschauer nicht richtig integriert sind. Die Schauplätze sind sehr abwechslungsreich. Mal prügeln sich die Protagonisten in einem Vergnügungspark oder einer Einkaufsstraße und dann gibt es noch die ruhigen Stages á la Glockenturm oder Museum. Die Animationen der Kämpfer sind Kof-typisch eher Mittelmaß, die Darstellung und das Design der Neuzugänge kann allerdings überzeugen. Die musikalische Untermalung gehört zu den besten im Beat’em up Bereich. Coole Tracks aus den Bereichen Techno und Rock untermalen das Kampfgeschehen, diesmal auch zwischen den (minimalen) Ladezeiten.

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Die Jahrmarkt-Stage in bester Polygon Pracht...
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