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Blue Stinger im Test

Dreamcast
Blue Stinger wird oft mit Resident Evil verglichen und das ist wirklich schade! Denn so musste es sich damit messen, obwohl das zwei völlig verschiedene paar Schuhe sind. Blue Stinger hat nicht die Atmosphäre eines Resident Evil (wofür Resident Evil bekannt wurde). Blue Stinger geht in eine völlig andere Richtung, nämlich in Richtung Action! Das Game spielt in der Zukunft auf einer kleinen Insel. Die Insel ist durch einen Kometen aus dem Weltall entstanden und soll weiter erforscht werden. Im schönen, durchgestylten Intro seht ihr, wie ihr vor der Insel ankert, um neue Erforschungen anzustellen.
Von Anfang an begleitet euch Naphy, ein mysteriöses Wesen. Es ist im ganzen Spiel bei euch und gibt teilweise kleine Hilfestellungen. Dieses Wesen scheint auch irgendwie eine wichtige Schlüsselrolle in der Geschichte des Spiels zu haben. Ihr steuert Elliot (die Hauptfigur des Spiels). Nach den ersten Schritten gesellt sich zum Spiel ein weiterer Partner hinzu - Dogs. Dieser Dogs ist euer Partner während des ganzen Spiels. Die dritte behilfliche Person im Spiel ist weiblicher Natur und heißt Janine. Diese nette Dame steht euch meistens per Funkkontakt zur Seite und gibt nützliche Informationen. Soviel zur Vorgeschichte.....

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Checken wir erstmal die Spielbarkeit. Das Spiel hat komplett englische Sprachausgabe und deutsche Texte. Somit weiß man, was Sache ist, was man zu tun und zu machen hat. Nebenbei sei bemerkt, dass die Mundbewegungen nicht synchron mit der Sprache sind.

Eine schöne Idee ist, dass man während des Spiels zwischen Dogs oder Elliot umschalten kann. Es versteht sich von selbst, dass jeder seine eigenen, individuellen Waffen nutzen kann. Ihr macht euch nun auf die Suche nach ID-Karten, um verschlossene Türen zu öffnen. Außerdem verschiebt ihr Kisten, klettert, schwimmt, aktiviert Schalter, sammelt Geld, löst kleinere Rätsel, sucht und kauft neue Waffen, sucht nützliche Utensilien, etc. So kommt ihr Stück für Stück im Spiel vorwärts und erfahrt nach und nach die Geschichte des Games.

Wer sind eure Feinde im Spiel? Es sind Menschen, Tiere und Pflanzen, die abartig mutiert sind. Diese müssen ausgeschaltet (sprich plattgemacht) werden. Dabei fliegen Schädel oder einzelne Körperteile durch die Gegend und alles ist mit viel roter Farbe in Szene gesetzt worden (sieht aber auch gut aus). Es gibt auch riesige Endgegner, die zu bezwingen sind - und wenn ich riesig sage, dann ist es auch so. Aber um der Monsterschar Herr zu werden gibt es ja viele, viele Waffen. Einige findet man oder man kauft sie am Waffenautomat (sowie Munition u. Energie). Sicher werdet ihr euch nun fragen - womit denn kaufen? Richtig! Die Monster verlieren, nachdem sie besiegt sind, Goldmünzen. Diese sammelt man auf und kauft sich davon die oben genannten Dinge.

Es sei erwähnt, dass die Monster, nachdem sie erledigt worden sind, wieder erscheinen. Einfach kurz in den nächsten Raum oder Abschnitt marschieren und wieder zurückgehen. So kann man seine Reisekasse gut auffüllen. Das Waffenangebot ist sehr gut und vielseitig. Man kann zwischen folgenden Waffen wählen & umschalten: Fernwaffen (ShotGun, PlasmaGun, RailGun, GatlingGun etc.) bis über Nahkampfwaffen (Schlagstöcke, Lichtschwert, Turbomixer etc.) oder gar mit den bloßen Fäusten und Füßen.

Wie sieht die optische Aufmachung des Spiels aus? Da das Spiel in Echtzeit abläuft und in Anbetracht dessen, dass dieser Titel einer der ersten ist, FANTASTISCH . Die Dreamcast-Konsole lässt die Muskeln spielen. Das Game besteht komplett aus Polygonen. Diese sind mit absolut detaillierten Texturen überzogen. Die einzelnen Räume bzw. Abschnitte sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden und tragen damit zum Spielspaß sehr positiv bei. Auch ist die Grafik absolut fein gestaltet und es gibt auch bei näherer Ansicht keine großen Pixel. Dazu gesellen sich schöne Transparenz- und Lichteffekte. Kleine, schöne Details sind z. B. wenn Elliots´ Atem im Kälteabschnitt sichbar wird oder sich bei Spielende Rauchschwaden bilden. Die Effekte der einzelnen Waffen sind sowieso absolut sehenswert - fette Megaexplosionen (teilweise über den ganzen Bildschirm) und andere coole Effekte. Etwas nervig ist die etwas unglücklich gelöste Action-Kamera . Die Animationen sind flüssig und der Dreamcast zeigt keinerlei Ruckler.

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Alles läuft flüssig vor den Augen des Spielers ab und trägt positiv zum Gesamteindruck des Spieles bei. Die Programmier haben sich viel Mühe gegeben und viele kleine, alltägliche Details mit ins Spiel eingebracht. Dazu zählen fliegende Patronenhülsen, das Wegwerfen der leeren Energiedose, oder dass Elliot & Dogs baden gehen usw. Hier hat man sich Gedanken gemacht, das Spiel so real wie möglich zu gestalten.

Wie ist die Musik und die Soundeffekte? Die Musik erzeugt zwar nicht die Atmosphäre eines Resident Evil, bringt aber doch im Großen und Ganzen die Atmosphäre gut rüber. An einigen Stellen hätte man zwar eine andere Musikuntermalung nehmen können, aber ich finde, dass die Musik voll in Ordnung geht. Die Sprachausgabe ist klar und verständlich und es gibt die üblichen Soundeffekte, die zwar gut, aber auch nicht spektakulär sind.

Der Schwierigkeitsgrad geht eigentlich und man kann am Anfang auch zwischen 3 auswählen (easy, normal, hard). Dieses Spiel bietet ein hohes Spielpotential und birgt Spaß für viele, viele Stunden. Ich selbst habe es in 15:43:23 Std. geschafft. Man sollte Blue Stinger aber mit keinem anderen Spiel vergleichen, da Blue Stinger eine gewisse Eigenständigkeit hat. Fakt ist, dass dieses Spiel sehr, sehr actionorientiert ist (mit vielen kleinen Rätseleinlagen). Aber dies tut dem Spielspaß keinen Abbruch, im Gegenteil. Ich bin mir auch sicher, dass es im Spiel noch viele verstecke Geheimnisse gibt, die man erst durch bestimmte Bedingungen freischalten kann. Ich will Blue Stinger nicht als Spiel des Jahres bewerben oder gar küren. Es gibt offensichtliche Mängel im Spiel, aber wo gibt es die denn nicht?
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