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AeroWings im Test

Dreamcast
Endlich mal ein Flugsimulator für eine Konsole, in dem es nicht darum geht, andere vom Fliegen bzw. Weiterleben abzuhalten. Hier ist tatsächlich nur fliegerisches Können angesagt, und das in allen Belangen. Hier darf man in einigen Arealen sogar Starts und Landungen selbst ausführen. Es stehen mehrere Areale, wie Städte bei Tag und Nacht, Wüsten und Canyon's zur Auswahl sowie mehrere Flugzeuge. Man kann sowohl allein als auch mit bis zu vier Mann an diesem Flugabenteuer teilnehmen. Egal ob mit menschlicher oder computerisierter Unterstützung. Das Fliegen geht bald leicht von der Hand, die verschiedenen Kameras, welche man im Optionsmenü erst aktivieren muss, geben dem Ganzen eine Atmosphäre, die einen selbst glauben lässt, man sei mittendrin dabei. Die schön detaillierten Landschaften und auch die exakt modellierten Jets sind ein wahrer Augenschmaus.

Der einzig wirklich störende Grafikfehler ist zu bemerken, wenn man aus großer Höhe ins Zentrum einer der Städte hinunterstürzt, beziehungsweise in grosser Höhe die Canyons abfliegt. Da ploppen massig Gebäude in das Bild und das ist wirklich schade, denn sonst hätte die Grafik allein schon fast die Note 1 bekommen. Ansonsten geht die Steuerung leicht von der Hand. Das Optionsmenü ist in deutscher Sprache gestaltet und das Spiel gewinnt mit der Zeit immer mehr an Faszination, da man immer gewagtere Kunststücke ausprobieren kann.

Als sogenannte Missionen gibt es die 'Blue Impulse Mission', in der man erstmal in die Manöver der Blue Impulse eingeführt wird, um dann beim Kunstfliegen teilnehmen zu können Außerdem die 'Sky Mission Attack', in der man verschiedene Punkte (dargestellt durch blaue Zielscheiben) in vorgeschriebenen Zeiten erreichen und durchfliegen sollte, und dann noch den 'Free Flight', in dem man frei von allem über die auszuwählenden Areale hinwegtanzen kann. Mit der Zeit werden dann auch jede Menge interessante Jets aktiviert, die auch von der Flugakrobatik ganz anders zu steuern sind, als der zu Beginn zur Verfügung stehende T4.
 

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Das Optionsmenü sollte man vor Spielbeginn ausführlich einsehen und auch verwenden. Als besonderes 'Bonbon' sehe ich die Möglichkeit, verschiedene Kameras zu aktivieren, die einem während des Fluges verschiedene Sichten ermöglicht. Außerdem verleihen sie während des Replay's dem Ganzen einen TOP GUN mäßigen Touch.

Die Langzeitmotivation kommt hier jedenfalls nicht zu kurz, da durch neue Jets neue Kunststücke erst möglich sind, da jeder der Vögel andere Flugeigenschaften besitzt, die das Fliegen erst so richtig interessant machen. So erreichen Flieger wie der T4 maximal 0,94 Mach, während andere wie die gute F15 die 2,5 fache Schallgeschwindigkeit schaffen. Der Delphin und der Buggy sind allerdings nicht so schnell.

Schön zu betrachten sind die Jets, die wirklich bis ins kleinste Detail modelliert sind. Jede Veränderung, was die Einstellung der verschiedenen 'Klappen', wie Landeklappen, Luftbremse und Höhenleitwerk betrifft, wird exakt dargestellt. Schön anzusehen ist das Fahrwerk beim Ein- und Ausfahren. Auch die Cockpits, in die man durch schön transparente Fenster einsehen kann, sind sogar mit Piloten versehen. Alles in allem also eine wirklich gelungene Arbeit der Programmierer, die sich hier wirklich Mühe gegeben haben.
 

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Die Missionen:
Blue Impulse: Hier wird man in der Blue Impulse Fliegerschule gedrillt. Jede Menge Flugmanöver, die man auszuführen hat, werden vorher in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln erklärt. Die Sprachausgabe ist mit englisch absolut korrekt, da es sich hierbei auch um die Fliegersprache handelt. Die Manöver werden mit der Zeit immer waghalsiger und dementsprechend schwieriger - aber nicht unmöglich. Übung macht den Meister. Es reichen auch schon 60 von 100 Punkten, um eine Übung zu meistern. Das ist zwar nicht sehr realistisch, aber sonst wäre es manchmal fast unmöglich, eine Runde weiter zu kommen. Nach den geglückten oder gescheiterten Versuchen kommt die Bewertung, in der man sieht, wo die Fehler lagen (oder auch nicht). Mit der Zeit vergrößert man aber nicht nur sein Können, sondern auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Jets. Harte Schule, faire Schule...

Sky Mission Attack: So gefährlich es klingt, so harmlos ist es. Hier wird nicht geballert, hier wird Zielflug ausgeübt. Es gilt, auf den zur Verfügung stehenden Arealen sogenannte weiße, gelbe und blaue Zielringe zu durchfliegen. So einfach es klingt, aber es ist manchmal verdammt schwer. Unter anderem dadurch, dass manche Ringe in wirklich abstrusen Ecken liegen und dass das vorhandene Zeitlimit knapp bemessen ist. Durch das Erreichen und Durchfliegen dieser Ringe wird das Zeitlimit aber wieder etwas zurückgesetzt. Als Belohnung winken wieder neu freigeschaltete Donnervögel.

Free Flight: Wie der Titel schon sagt: Freiflug! Schnapp Dir einen deiner Jets, wähle ein Areal und wie viel Flieger dabei sein sollen. Hier kannst du mit bis zu drei Freunden, mit der CPU oder aber ganz allein durch die verschiedenen Landschaften donnern. Schön sind sie alle, wobei die Base-Area alleine schon durch den Flughafen reizvoll ist. Hier kann man dann nicht nur in der Luft herumwirbeln, hier können auch Starts und Landungen ausgeführt werden. Und das macht Spaß, ist aber je nach Vogel gar nicht so einfach.

Steuerung: Leichte Steuerung, die man auch zügig in den Griff bekommt. Trotzdem ist dank fehlendem Rundblick im Cockpit die Übersicht manchmal mangelhaft und das stört gerade bei den Manövern.
Grafik: Bis auf ärgerliche Pop-Ups in den Städten sind die Areale sauber und realistisch gestaltet. Manchmal kann man sich wirklich fragen, was hier Animation ist und was echt ist. Und bei den Jets sind alle Nieten auf ihren Plätzen. Jedes Element wie Landeklappen, Höhenruder und so weiter sind in Aktion zu sehen. Das ist wirklich erste Sahne.
Sound: Die Triebwerkssounds sind akzeptabel, die Musik ist abschaltbar. Ein interessanter Soundeffekt ist zu hören, wenn man die Musik ausschaltet und die Cockpitansicht aktiviert. Dann sind sogar die Geräusche der Atemmasken der Piloten zu hören. Sprachausgabe: Englisch. Trotzdem hätte man es besser machen können.
Gameplay: Die Langzeitmotivation ist da, für Flugsim-Fans ein Muss. Wer jedoch lieber Action erleben will, sollte auf Konami's Air Force Delta zurückgreifen. Bei AeroWings ist nur das reine Kunst- und Zielfliegen gefragt.

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