Asteroids Deluxe im Test

Atari 7800

Erfolgreiche Spiele ziehen meist eine oder sogar mehrere Fortsetzungen nach sich. Auch eines der richtigen Klassiker, Asteroids, wurde ein Nachfolger beschert. Unter dem Titel Asteroids Deluxe versuchte Atari vorhandenen Fans eine Freude zu machen und neue zu gewinnen. Seit dem Jahr 1980 gibt es bis auf XBox Live keine Umsetzung der Deluxeversion auf einem Heimsystem und das war der Anlass um diesen Titel zumindest als Homebrewsoftware zu programmieren und zu veröffentlichen.

Asteroids-Deluxe-1Im Grunde veränderte sich vom Spielprinzip her nichts: Als Pilot eines Raumschiffs muss man die auf dem Screen befindlichen Asteroiden zerstören, die bei einem Treffer in kleinere Klumpen zerbersten, bis sie winzig genug sind, um sie komplett zu vernichten. Ab und an fliegt von der Seite ein UFO heran, um den Spieler aufs Korn zu nehmen. Dabei verfolgt es immer dasselbe Muster: Dreimal wird zufällig über den Bildschirm geschossen und beim vierten Projektil zielt es direkt auf das Spielersprite. Im späteren Spielverlauf erscheinen auch kleinere UFOs, die eine weit höhere Zielgenauigkeit aufweisen als ihre großen Vertreter. Hierbei ist besondere Vorsicht geboten.

Das sind schon die einzigen Gemeinsamkeiten zum klassischen Asteroids auf dem Atari 7800. Das Gameplay selbst wurde dabei um kleine, aber feine Veränderungen erweitert. Am offensichtlichsten ist hier zumindest, dass man auf eine originalgetreue Vektordarstellung setzt, die auf dem Automaten in blauer und auf dem Atari 7800 in grüner Farbe dargestellt wird. Außerdem nahm man Änderungen am Raumschiff vor: Diese sind nicht nur kosmetischer Natur, sondern auch die Flucht in den Hyperspace auf Knopfdruck ist weggefallen. Dafür aktiviert man jetzt mit dem zweiten Feuerknopf ein Schutzschild, dass jedoch nur begrenzte Energie hat. Je länger man drückt, desto schwächer wird das Schild, was man optisch und akustisch wahrnehmen kann.

Asteroids-Deluxe-3Neu ist außerdem der so genannte Killer Satellit, der wiederholt während des Levels auftaucht. Dieser bewegt sich langsam aber sicher auf den Spieler zu, und falls dieser getroffen wird, zerspringt er in fünf Einzelteile, die sich in schneller und direkter Linie auf einen zu bewegen. Sollte einer dieser Teile das Spielersprite berühren, so verliert man ein Leben. Durch die Neuerungen erhält das Game ein paar zusätzliche Feinheiten und spielt sich genauso flott wie das Original. Auch der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie der Vorläufer. Die Vektorgrafik auf dem Atari 7800 ist zwar nicht so scharf wie bei der Automatenversion, macht aber dennoch einiges her. Die Soundeffekte wurden fast vollständig übernommen und durch kleinere Effekte erweitert. Ebenso wie beim Grundspiel kann man Asteroids Deluxe zu zweit nacheinander und sogar mit- oder gegeneinander spielen. Außerdem stehen ferner vier verschiedene Schwierigkeitsstufen zur Auswahl, aus denen man wählen kann. Zu Entdecken gibt es aber ein Easter Egg, das ihr links sehen könnt.




Michael meint:

Michael

In Wahrheit nahm Atari damals beim Spielautomaten schon den Mund etwas zu voll, denn ein vollwertiger Nachfolger ist die Deluxe Variante von Asteroids nicht. Dafür ist das Gameplay durch zusätzliche Elemente verfeinert und die schicke Vektorgrafik lässt das Herz des Fans höher schlagen. Wer Asteroids also so liebt wie ich und eher dem 8-Bit Bereich zugeneigt ist, der sollte sich diese Version unbedingt gönnen. Besonders um sich die Wartezeit auf Rebooteroids für den Atari Jaguar zu verkürzen.

Positiv

  • nahezu 1:1 Umsetzung
  • Zweispielermodus gegen- und miteinander

Negativ

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Userwertung
9.6 4 Stimmen
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Forum
  • von masematte:

    Danke fürs Review , war mir nie sicher ob es sich lohnt.oder nicht. Beim nächsten AA Einkauf kommts.mit in die Tütte....

  • von Nognir:

    Das is natürlich ne völlig andere Liga. Wenn ein Cab, dann hätte ich gern eins von Berzerk ...

  • von CD-i:

    Hätte gerne ein Original-Cab von dem Game ...

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