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Ghostbusters im Test

Atari 2600
Viele sitzen momentan an ihren Next-Gen Konsolen und spielen den offiziellen Nachfolger zu der berühmten Truppe, die die 80er Jahre und auch meine Jugend prägten. Die Ghostbusters sind los und nach fast zwanzig Jahren Abstinenz freute sich auch jeder darauf, wieder ein paar Geister einzufangen. Grund genug für uns einmal das allererste Ghostbusters Spiel zu beleuchten, dass im Jahre 1985 auf dem Atari 2600 Einzug hielt.
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Nach dem enormen Erfolg des ersten Kinofilms war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis die erste Versoftung des Titels folgte. Laut eigenen Aussagen von Pitfall Schöpfer David Crane, hatte er nach dem Genuss des Films auch sofort das Spiel im Kopf. Dazu hatte er ein bisheriges, noch unfertiges Spiel dafür weiterverwendet, dass sich für ihn hervorragend zur Umsetzung eignete. Nach dem Misserfolg von Ataris E.T. war man bei Activision auch eher vorsichtiger, da man ja ein Debakel vermeiden wollte.

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Wie alle wohl aus der Vergangenheit wissen, war das Spiel doch ein respektabler Erfolg und hat auch damals auf einigen Konsolen und Heimcomputern zahlreiche Fans gefunden. Fraglich ist natürlich inwiefern das Spiel auf das Atari 2600 umgesetzt wurde, da das Spiel doch auch eine gewisse Komplexität besitzt. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Essenz des Spiels erhalten, das Gameplay selbst aber etwas entschlackt wurde.

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Vor Spielbeginn legt man die Beladung des ECTO-1, des Firmenwagens, fest, was natürlich auch entsprechend Geld kostet. Hier muss der Spieler selbst entscheiden, wie er sein Anfangsbudget von 5000 Dollar am Besten anlegt. Ist das Gefährt ausgerüstet geht es über den linken Difficulty Schalter der Konsole schon auf den Kartenbildschirm, auf dem ein Großteil des Spiels abläuft. Man erkennt darauf die Straßen von New York mit seinen sinnbildlich dargestellten Wohnblocks und ein Ghostbusterslogo, das den Standpunkt der Helden symbolisiert.

In den Straßen befinden sich auch immer wieder herumirrende Geister, die den Weg zu Zuul, dem aus dem Film bekannten Bösewicht, suchen. Blinkt einer der Wohnblocks, so heißt das, dass dieser von einem Geist heimgesucht wird und man schnellstens dorthin gelangen sollte. Ist das Ziel festgelegt, wird in eine Detailansicht umgeschaltet in der man den ECTO-1 von der Draufsicht aus sieht und man fährt auf der Straße bis zu seinem Ziel. Hier wurden entgegenkommende Autos aufgrund der technischen Begrenzung entfernt, jedoch hat man hier die Möglichkeit auf dem Weg liegende, herumschwirrende Geister für Bonuspunkte aufzusaugen, falls man zu Beginn des Spiels den Staubsauger auf dem Auto montiert hat.

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An der Location angekommen steht man vor dem geisterverseuchten Gebäude und muss erstmal die Falle platzieren, die den Geist einfangen soll. Danach stellt sich der erste Geisterjäger mit einem Knopfdruck auf und dann der zweite. Sobald der zweite abgestellt worden ist aktivieren sie ihre Strahlen und der Geist muss über der Falle fixiert werden, die dann auf Knopfdruck ausgelöst wird. Fängt man nun erfolgreich den Geist, werden dem Konto einige Punkte gutgeschrieben. Da man nur einen Fangversuch hat, muss man hier vorsichtig vorgehen, ansonsten verletzt der Geist einen der beiden Partner. Fatal ist es auch die beiden Strahlen zu kreuzen, was das Ableben beider Geisterjäger zur Folge hat.

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Sollte dies einmal passieren, ist es nötig zum Hauptquartier zurückzukehren, dass in der Not gelb aufblinkt und danach kann die Jagd weitergehen. Den aktuellen Punktestand erkennt man in Form von Dollar am linken, unteren Bildschirmrand, darüber den PK Meter. Dieser gibt an wie viel Geisterenergie sich in der Stadt befindet. Je höher diese ist, desto schneller bewegen sich die Geister durch die Stadt und umso gefährlicher werden diese. Sollten diese sich zusammenschließen, so kann es passieren, dass der mächtige Mashmallow Man die Szenerie betritt. Ist dies der Fall muss der Spieler mit dem rechten Difficulty Schalter Fallen verteilen und diesen einfangen, ansonsten zerstört dieser einen Wohnblock und dem Spieler werden 4000$ abgezogen. Das Spiel endet wenn die PK Energie 9999 überschreitet und man weniger als 10.000$ zur Verfügung hat.

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Zugegeben klingt Ghostbusters für Atari 2600 Verhältnisse relativ komplex und das ist es in der Tat auch, aber nach einiger Zeit stellt sich doch eine gewisse Langeweile ein, da der Spielablauf doch ein wenig eintönig ist. Was sehr gut gefällt ist die optische Präsentation des Spiels. Neben detaillierten Sprites der Spieler, Geister und der Häuser in der Nahaufnahme ist auch das Auto in den Fahrszenen zu erkennen, auch wenn dieses nicht so detailliert ist wie bei anderen Umsetzungen. Bei der Musik scheiden sich die Geister. Zwar erfreut man sich über den Ghostbusters Jingle, andererseits geht der nach einigen Minuten schon gehörig auf die Nerven, da dieser ständig nur wiederholt wird und sonst keine Soundeffekte im Spiel zu hören sind.
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