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Romancing SaGa im Test

WonderSwan
Rollenspiellfans spitzen bei diesem Namen die Ohren - schließlich handelt es sich bei Romancing SaGa um den vierten Teil der besonders in Japan ziemlich populären SaGa Reihe aus dem Hause Square Enix. Und weil sich Umsetzungen erfolgreicher Super Famicom Titel auf den WonderSwan Color geradezu anboten, zögerte das damals noch unter Squaresoft firmierende Softwarehaus nicht lange...
Die Story gibt sich dabei in gewohnt episch. Die Welt Mardias steht vor einem mittelschweren Problem, als sich das Böse in der Gestalt dreier Gottheiten mal wieder aufrappelt um durch schlechte Manieren aufzufallen. Doch Hilfe eilt rasch herbei, eine achtköpfige Truppe will es mit den finsteren Gesellen aufnehmen. Und als Anführer des Stoßtrupps liegt das Schicksal der Welt nun in euren Händen...

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Nach diesen salbungsvollen Worten werfen wir das Modul in unseren WonderSwan und werden sogleich von japanischen Schriftzeichen überrannt. Schon die Auswahl der Starting-Party will geübt sein, denn praktisch alles ist komplett mit hübschen japanischen Schriftzeichen verziert. Gar nicht so leicht sich da per Try & Error Verfahren hindurch zu wühlen.

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Leider wird das auch im weiteren Spielverlauf nicht anders. Die Story ist natürlich mal wieder komplett in Japanisch gehalten und lässt euch folglich über den Kampf gegen die drei bösen Götzen im Dunklen. Habt ihr jedoch gerade erst euer Studium der japanischen Sprache beendet und spielt leidenschaftlich gern japanische Rollenspiele, so solltet ihr hier unbedingt weiterlesen.

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Denn zwar existiert wie oben bereits angesprochen eine Version von Romancing SaGa für das Super Famicom (SNES), diese war jedoch von Square aufgrund des zur Verfügung stehenden Modulspeichers stark gekürzt worden. Auf mickrige 8 Mbit hatte man den Titel gezwängt, was auf Bandai´s Wonderswan nun anders werden sollte. Das WonderSwan Modul bringt nämlich stattliche 24 Mbit (!) "auf die Waage", was sich in zahlreichen neuen Details wie z. B. Locations klar zeigt. Square selbst bewarb diesen Titel bei Release in Japan übrigens mit dem Slogan "Das komplette Romancing SaGa".

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Abgesehen von dieser Tatsache gibt es spielerisch klassische RPG-Kost der Marke Final Fantasy. Immerhin verzichtete man größtenteils auf nervige Zufallskämpfe beim erkunden der Umwelt, was die Nerven schont und euch somit auch die Chance gibt Gegner geschickt zu umgehen. Wird doch mal mit dem Säbel gerasselt, finden sich Profis schnell zurecht - die Kämpfe erinnern in ihrer Art und Weise nämlich frappierend an die Final Fantasy Klassiker, auch wenn man aufgrund der japanischen Menüführung doch einige Gefechte als Eingewöhnungszeit benötigt.

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Leider glänzt der Titel optisch nicht so sehr, wie man es sonst von Squaresoft Games auf dem WonderSwan gewohnt ist. Während die Charaktere ebenso wie viele Innenräume noch hübsch gezeichnet sind, enttäuscht die oft nur zweifarbige Natur Mardias extrem. Fast fühlt man sich hierbei an durchschnittliches NES Niveau zurückerinnert, obwohl der WonderSwan doch viel mehr zu leisten im Stande ist. Auch beim Sound kann er die Muskeln nicht zeigen. Zwar erklingen schöne und gewohnt stimmige Melodien aus dem kratzigen Lautsprecher, verzaubern werden sie heutzutage aber wohl niemanden mehr.

Sebastian meint:

Sebastian Keine Frage - Romancing SaGa ist ein wunderschönes und vielschichtiges RPG und mit viel Sitzfleisch sicherlich auch zu knacken, aber selbst auf dem WonderSwan gibt es besser spielbare Games. Von daher eher was für Squaresoft Fans...

Positiv

  • Erweitertes SaGa Remake :-)
  • Keine Zufallskämpfe

Negativ

  • Story + Menüs unverständlich
  • Grafisch nicht ganz erste Klasse
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