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Mobile Suit Gundam Vol.1 Side 7 im Test

Das Jahr 1979 war äußerst ereignisreich - die Sowjetunion marschierte in Afghanistan ein, Franz Josef Strauß wird CDU/CSU Spitzenkandidat für die Bundeskanzlerwahl und in Japan wird erstmals ein Anime gezeigt, der die nächsten Jahrzehnte maßgeblich Einfluß auf die Entwicklung der japanischen Popkultur ausüben sollte - Mobile Suit Gundam.
Der jugendliche Amuro Ray hätte sich das sicherlich nicht erträumen lassen - sitzt er nach einigen turbulenten Ereignissen doch plötzlich auf Seiten der Föderation der Erde in seinem Gundam und äschert fleißig Kampfroboter der aufmüpfigen Gegenseite Zeon ein. Diese hingegen gibt vor für ihre Freiheit zu kämpfen - und genau dem fehlen eines klassischen Gut/Böse Musters verdankt die Serie auch ihren enormen Erfolg. Für Bandai als Rechteinhaber war es natürlich nur eine Frage der Zeit, ehe man nach einigen Spin-Offs für den WonderSwan (meist im strategischen Bereich) die originale Serie anpacken und in Form eines neuen Moduls verwursten würde.


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Gestatten - Amuro Ray, zu Beginn seines großen Abenteuers..


Das für Fans beeindruckende Ergebnis - Bandai lässt hier bei Mobile Suit Gundam Vol.1 Side 7 alle Fans die Ereignisse der TV-Serie nachspielen. Und die Grafik sieht der TV-Vorlage verdammt ähnlich, auch wenn die Handlung meist nur in Form von japanischem Text und Standbildern erzählt wird. Doch kein Grund schon auf den "zurück" Buttons eures Browsers zu drücken, denn entgegen ersten Gerüchten ist das grafisch opulente und mit vielen Animationen versehene Animespektakel auch für oftmals orientierungslose Westler zu genießen. Als solide Grundbildung empfiehlt sich hier natürlich die ersten vier Folgen des Animeklassikers Mobile Suit Gundam zu genießen, denn dann werdet ihr auch mit der Story keinerlei Probleme haben.


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Die Grafik von Mobile Suit Gundam Vol.1 Side 7 erreicht fast TV-Qualität


Doch auch ohne diese Vorbildung klickt man sich bei Mobile Suit Gundam Vol.1 Side 7 nicht allzu lange durch die Screens, ehe es auch schon zur ersten Auseinandersetzung mit den Kräften Zions kommt. Wie angemerkt schlüpft ihr in die Haut des jungen Amuro Ray, der mit seinem Gundam in den feindlichen Reihen mächtig aufräumt. Und das läuft so: Auf einer Karte aus der Vogelperspektive (mi Ähnlichkeit zu einem Radar) steuert ihr euren Mech frei in beliebige Himmelsrichtungen, eskortiert dabei eure Kameraden oder geht gleich zum Sturmangriff über. Ist ein feindlicher Mech oder gar ein Schlachtkreuzer entdeckt, dürft ihr dann per Auswahlmenü die Waffen sprechen lassen. Angefangen von Rammattacken über ein gezücktes Laserschwert und der Vulcan Cannon bis hin zum vernichtenden Laser Beam wird hier reichlich Abwechslung geboten. Über eine WonderGate Verbindung zum Internet konnten sich Japaner seinerzeit zudem auch noch weitere Waffen herunterladen, diese Funktion dürfte mittlerweile aber selbst in Japan deaktiviert sein.


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Der Radar lügt nicht - Feind auf 12 Uhr!


Jedenfalls gehört noch mehr zum Abenteuer als nur einen richtigen Angriff zu wählen. So spielen Richtung und Entfernung des Feindes eine starke Rolle für einen möglichen Konter oder ein Ausweichen und dann ist da auch noch die Sache mit der Energie. Jeder Angriff verbraucht nämlich ein Stückchen des kostbaren Guts, daß sich nur langsam wieder auflädt. Droht euer Gundam zu überhitzen (an der Anzeige erkennbar), so fällt er für wenige Sekunden aus und ist den feindlichen Attacken schutzlos ausgeliefert - ihr habt dann also besser ein stilles Plätzchen ausgemacht oder dem Gegner vorher eine richtig ordentliche Ohrfeige verpasst, von der er sich nicht mehr so schnell erholt.


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Wie rangehen an den Kerl? Distanzwaffen (links) oder lieber Nahkampf (rechts)?


Just diese Kämpfe machen einen unglaublichen Spaß, auch weil immer wieder kurze Cut-Scenes eingefügt worden sind, bei denen ihr z. B. mittels eines Reaktionstests anfliegende Raketen abschiesst, was dem ganzen etwas mehr Dramatik verleiht. Dazu kommt die geniale Inszenierung - viele der zahlreichen Kampfanimationen wiederholen sich mit der Zeit zwar, sind aber unglaublich atmosphärisch, spannend inszeniert und darüber hinaus ein optischer Hochgenuß. Bandai ist es hier wirklich gelungen die Optik der im TV ausgestrahlten Serie nahezu 1:1 auf den kleinen WonderSwan Bildschirm zu zaubern. Auch der Sound eifert der Animevorlage nach, erreicht aber leider mangels Qualität der verbauten Hardware naturgemäß nicht ganz das Niveau - abgesehen von einigen wenigen schrägen Tönen kann sich aber auch hier das Endergebnis hören lassen. Und wer gern öfters Spielepausen einlegt wird sich zudem freuen - dank eines komfortablen Batteriespeichers dürft ihr nach jeder Schlacht euren Spielstand nämlich zum Zwecke späterer Wiederaufnahme abspeichern.
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Forum
  • von [neXGam] Chefsessel:

    Na dann halt dich ran und viel Glück! Bei mir sah es zeitlich jetzt auch schlechter aus, von daher war's hier auch eine ganze Weile lang eher mal etwas ruhiger.. ...

  • von manji:

    Original von [neXGam] Chefsessel Richtig, den hab ich auch noch im Regal stehen. Aber hier im Thread war bisher immer nur noch den ersten beiden Teilen die Rede, insbesonders manji, der sie sich holen wollte... Die stehen auch schon ganz lange bei mir im Regal. Gezockt...

  • von PerfectDarky:

    oops hab ich doch glatt überlesen/vergessen

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