Extreme Exorcism im Test

Xbox One

Vier Jugendliche und ein Geisterhaus; so gestaltet sich das Setting eines Indietitels, das mit seinem 8-Bit-Retrocharme Freunde für flotte Mehrspielermatches gewinnen möchte.

Extreme_Exorcism_2Und das kann es auf dem ersten Blick ganz gut, denn kaum bei einem anderen Spiel ist der Einstieg so einfach. Ihr wählt einen der vier Protagonisten aus und schon landet ihr in einem Teil des Geisterhauses und duelliert euch mit vielfältigen Nah- und Fernkampfwaffen. Ein Knopf auf dem Controller dient zum Springen und ein weiterer zum Feuern. Das war‘s! Den Rest habt ihr selbst in der Hand. Seid ihr reaktionsschnell und habt einen hohen Skill? Da Extreme Exorcism ein flottes Spiel ist und bei der chaotischen Action auf dem Bildschirm schnell ein Übersichtsproblem auftritt, sind diese Fähigkeiten eben gefragt.

Doch wenn ihr mit euren Kumpels das Herrenhaus unsicher macht, dann bleibt auch kein Auge trocken. Das liegt unter anderem an dem erweiterbaren Arsenal, welches zum Herumexperimentieren einlädt. Standardmäßig dürft ihr drei Waffen aufnehmen, was beim Aufsammeln einer Schrotflinte, eines Schwertes und einem Raketenwerfer eine nette Combo in Sachen Streuung und Zerstörungskraft bietet. Bei jedem Match werden die Spawnpunkte der Tötungsinstrumente neu verteilt und wer schon mal Towerfall gespielt hat weiß, wie es dann zugeht.

Solltet ihr allein unterwegs sein, bietet der Titel zwar genug Inhalt, um euch bei der Stange zu halten, aber die fehlenden Mitspieler kann es leider nicht ersetzen. Nichtsdestotrotz sind die Gegner nicht zu unterschätzen, weil ihr diese selbst spielt. Pro Runde, die ihr immer absolviert, kommt ein neues Gespenst hinzu, das eure Bewegungen aus dem vorigen Durchgang genaustens kopiert. Euer Ziel ist es nun, den Geist zu erwischen, der die Krone trägt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass dies, je weiter ihr voranschreitet, chaotischer wird. Zumal wird es auch schwieriger, die Bewegungsabläufe, die ihr vorher gelaufen seid, alle im Kopf zu behalten. So fallt ihr euch früher oder später selbst zum Opfer und nach drei Versuchen ist es vorbei. Habt ihr in einem Abschnitt eine bestimmte Anzahl Feinde zur Strecke gebracht, schalten sich neue Räume im Herrenhaus frei und brandneue Waffen kommen hinzu.

Extreme_Exorcism_3Doch die Abwechslung bleibt am Ende auf der Strecke, weil sobald die Faszination des Indietitels verflogen ist, einfach das Gefühl herrscht, dass man mehr aus dieser Spielidee hätte machen können. Das alles wird noch durch den Fakt getrübt, dass es keinen Onlinemodus gibt, wo ihr, wenn ihr gerade keine Kumpels zur Hand habt, auf andere Mitspielern ausweichen könntet. Grafisch sieht man Extreme Exorcism seine Indiewurzeln an und das meine ich nicht negativ. Die 8-Bit-Optik ist schön anzuschauen und stellt die Action gut dar. Bezüglich des Soundtracks habe ich gemischte Gefühle, der mir zwar nicht zusagt, aber bestimmt seine Anhänger finden wird.




Dominic meint:

Dominic

In vielen Punkten erinnerte mich Extreme Exorcism an Towerfall, welches vor Monaten bei PlayStation Plus gratis zum Downloaden bereitstand. Hier gefiel mir Towerfall besser, da es auf mich den Eindruck macht, dass dort die taktischen Komponenten mehr zum Tragen kamen. Möchtet ihr meine Meinung wissen, würde ich nur bedingt zu Extreme Exorcism raten.

Positiv

  • Spassiger Koopmodus
  • Schnelles Gameplay

Negativ

  • Allein schnell langweilig
  • Teils recht chaotisch
  • Kein Onlinemodus
Userwertung
6.4 1 Stimmen
Wertung abgeben:
6.4
senden
Forum
  • von Civilisation:

    Geister exorzieren? Das ist eine Dominics liebsten Freizeitbeschäftigungen. Extreme Exorcism Vier Jugendliche und ein Geisterhaus; so gestaltet sich das Setting eines Indietitels, das mit seinem 8-Bit-Retrocharme Freunde für flotte Mehrspielermatches gewinnen möchte. Zu...

Insgesamt 0 Beiträge, diskutiere mit
Mehr zum Thema