InuYasha: Kagome no yume nikki im Test

WonderSwan

Drückt euch 'ne Träne weg! Zumindest, sofern ihr InuYasha Fan seid. Denn gleich drei InuYasha Spiele veröffentlichte Bandai für seinen Japan-only Handheld WonderSwan. InuYasha: Kagome no yume niki erschien im November 2002 als letzter Teil der Trilogie und knüpft inhaltlich an beide Vorgängern an, die sich wiederum eng an Rumiko Takahashis (Autor von u.a. Ranma 1/2 ) Manga Vorlage halten. Am WonderSwan wird die Story nochmal nacherlebt ...

inuyasha_kagome_yume_niki14Bedauerlicherweise nur auf Japanisch, was aber vorauszusehen war. Allerdings ... auf richtigem Japanisch. Nicht die Variante für Grundschüler mit Hiragana / Katakana Zeichen, sondern mit ausgiebiger Nutzung der Kanji Schrift. Ich strich bald die Segel und verlegte mich darauf, den deutschsprachigen Manga zu kaufen, um die Story kennenzulernen. Da der Platz in meinen Regalen begrenzt ist, verschenke ich mein Manga Exemplar an den Ersten, der mir eine E-Mail schickt. Wählt einen aussagekräftigen Betreff und ab an sebastian (at) nexgam.net.

Genug von billigen Versuchen eure Zuneigung zu erkaufen, zurück zu "Kagomes Traumtagebuch“, wie die deutsche Übersetzung des Titels lautet. Nachdem ich mir den Weg durch viel Intro und noch mehr Text bahnte, durfte ich InuYasha in seinem Wäldchen beobachten. Und wiederum viel Text wegdrücken. Wenn mal gerade kein Charakter aus der Serie zum Plausch vorbeikam, ließen sich über das Kontextmenü weitere Schandtaten begehen. Wie beispielsweise ein Item (a-i-te-mu / アーイーテーム ) einzusetzen. Oder Kagome auf Reise zu schicken. Über eine Übersichtskarte erkundete ich Orte im Adventure Stil, redete mit Bewohnern und wurde in Minispiele (á la whack-a-Mole) verwickelt.

inuyasha_kagome_yume_niki6Die Interaktionsmöglichkeiten sind begrenzt. Ich habe ungefähr 1 1/2 Stunden mit dem Modul zugebracht. Nach 60 Minuten mit der Hoffnung, doch noch auf einen gelungenen Action-Part wie bei InuYasha: Fuun Emaki zu stoßen. Umsonst. Bandai wandte sich mit dem Abschluss der Trilogie wieder stärker dem textlastigeren ersten Teil zu, wobei ihr durch Multiple-Choice Entscheidungen an bestimmten Punkten den Storyverlauf beeinflussen könnt.

Mit anständiger Übersetzung (leider fand ich auch keine Übersetzung im Netz) wäre InuYasha: Kagome no yume niki zumindest für Fans ein Must-Have. Zwar setzt das Spiel (wie seine Vorgänger) auf Standbilder, vor denen sich die animierten Charaktere bewegen, doch wirkt das Ensemble stimmig. Besonders gefielen mir die Charakterporträts in den Dialogboxen, die hervorragend die Emotionen der Protagonisten preisgeben und mir beim Verständnis halfen. Vor allem freut Fanherzen, dass man nah an der Vorlage blieb und viele bekannte Details in die Augen stechen. Darüber hinaus wird der Spielstand beim Beenden über das Kontext-Menü (Option: ge-mu shuryo / ゲームー終了 ) automatisch gespeichert.
 



Sebastian meint:

Sebastian

InuYasha: Kagome no yume nikki ist kein schlechtes Spiel, sondern nur schrecklich unverständlich. Entsprechend hielt sich bei mir die Stimmung in Grenzen. Wer InuYasha Fan ist, will es für die Sammlung. Wer zusätzlich Japanisch kann, erhält ein schönes Adventure, das sich nah an der Vorlage hält. Auf wen keines der beiden Merkmale zutrifft - Finger weg.

Positiv

  • Nah an Vorlage
  • Hübsche Grafiken
  • Speicherbatterie

Negativ

  • Komplett Japanisch
  • Sehr textlastig
  • Minispiele äußerst simpel
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  • von Civilisation:

    Mit InuYasha: Kagome no yume nikki liegt Sebastians Test der Manga-Adaption vor. InuYasha: Kagome no yume nikki Drückt euch 'ne Träne weg! Zumindest, sofern ihr InuYasha Fan seid. Denn gleich drei InuYasha Spiele veröffentlichte Bandai für seinen Japan-only Handheld WonderSwan....

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