Speedlink RAIDOR- Einstiegsheadset im Tarnkappenmodus

PlayStation 4Xbox One
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Mittlerweile haben sich die Produkte von Speedlink stark auch bei mir privat etabliert. Quasi meine gesamte PC Peripherie besteht aus diesen, und vor noch nicht allzu langer Zeit besprach ich das MAXTER 7.1 Headset. Im November steht schon die nächste High-End-Generation in den Startlöchern. Doch all das größtenteils für den stationären Rechner. Da ist es eine nette Abwechslung, wenn es mal etwas Hardware für die Konsolen gibt. Und damit kommt das RAIDOR Headset ins Spiel.
 

raidor_nexgam_2Dabei handelt es sich um ein günstiges Gaming Stereo-Headset zum Preis von rund 30 Euro. Benutzbar ist es durch den Anschluss sowohl für die Xbox One als auch die PS4. Einfach den Klinkenstecker in den Controller stecken und los geht‘s. Erhältlich ist es in 2 Farben, jeweils in einem Camouflage Muster. Entweder in einem Militärgrün oder einem Schneeweiß.

Das Headset ist sehr schlicht gehalten. Nach dem Auspacken ist es direkt einsatzbereit und auf einen Blick können wir die Features erblicken: Der Kopfhörer hat verstellbare Kopfbügel zu bieten, dazu gepolsterte Soft Ear Pads, ein schwenkbarer Mikrofonarm sowie eine simple Remote-Control Einheit am Kabel. Alles einfach und schlicht eben. Mit einem Gewicht von 209 Gramm liegt es schon angenehm leicht in der Hand und um das bereits vorwegzunehmen, auch auf dem Kopf. Trotz des Preises und des Gewichts fühlt sich das Headset jedoch keineswegs billig an. Natürlich steht bei einem solchen Preissegment viel Kunststoff im Vordergrund, die Kopfbügel sind mit einer Art weichem Gummi überzogen.

Am Kopfbügel lassen sich die Ohrmuscheln nach Belieben in der Größe einstellen, sodass jeder Kopf seine passende Einstellung finden sollte. Das Mikrofon an der linken Seite lässt sich wie schon erwähnt aus- und einklappen. Leider wird es bei dieser Aktion nicht automatisch gemutet. Das muss manuell über einen Knopf an der Remote-Control Einheit erfolgen.

Der Tragekomfort ist bei einem Headset natürlich immer sehr wichtig. Wie bereits erwähnt, liegt es angenehm leicht auf dem Kopf, sodass auch längere Sessions mit den Kopfhörern nicht unangenehm werden. Allerdings umschließen die Ohrpolster vor allem größere Ohren nicht komplett. Das fühlt sich anfangs vielleicht etwas seltsam an, ist aber eine reine Gewöhnungssache.
 

Schon nach ein paar Minuten fällt das gar nicht weiter auf. Das klappbare Mikrofon hat einen angenehmen Abstand, sodass es einem nicht direkt am Mund klebt. Das ist auch gut so, da es unflexibel ist und man es somit nicht nachjustieren kann. Insgesamt kann man das Headset ebenfalls über mehrere Stunden angenehm tragen, ohne einen Druck auf dem Kopf zu spüren oder eine zunehmende Hitze an den Ohren.

raidor_nexgam_3Komfort ist für so ein günstiges Headset also schonmal gut, ist die Frage, wie es mit der Klangqualität passt. Spätestens hier kann das RAIDOR seinen günstigen Preis nicht mehr kaschieren. Auf dem Papier erwartet uns hier ein Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz, bei einer Impedanz von 32 Ohm. Die Lautstärke ist über beispielsweise den Playstation 4 Controller völlig in Ordnung. Die Abmischung ist klar aufs Gaming ausgelegt, so hören wir relativ gut die hohen Schritte bei einem Shooter, um mögliche Gegner schnell genug aufspüren zu können. Dadurch leiden aber vor allem die Tiefen deutlich.

 

Es klingt insgesamt nicht wirklich nicht schlecht, aber teils etwas zu dumpf. Das mag vielleicht Geschmackssache sein, doch neben herauskristallisierten Höhen würde ich doch gerne ebenso brachiale Tiefen haben. Die gibt es im Mini Format beim RAIDOR Headset und dadurch macht es rundum seinen Job wirklich gut für dieses Preissegment. Allerdings eben auch nicht mehr und nicht weniger.

Das Mikrofon vollführt ebenfalls seinen Job. Für meinen Gegenüber war ich meistens gut hörbar, wenn auch etwas sehr dumpf klingend, so als ob ich in einer Art Röhre stehen würde. Rein technisch nimmt das RAIDOR den Klang der Stimme omnidirektional auf bei einer Frequenz von 100Hz – 10kHz. Hier sah ich von Speedlink ebenfalls schon mal Besseres gesehen, allerdings bin ich ebenso kein wirklicher Fan von integrierten Headset Mikrofonen und bevorzuge ein separates Standmikrofon. Jedoch ist das gerade beim Zocken an der Konsole, wenn man eben nur via Party oder Playstation Network kommuniziert, ein ziemlicher Overkill. Für die ein oder andere Zocksession ist das Mikrofon also völlig in Ordnung, wenn auch nicht überragend.

Man darf eben nicht vergessen, was wir hier in der Hand halten. Für 30 Euro bekommt man bei Speedlink ein optisch wirklich ansprechendes Stereo Headset, welches mit langem Tragekomfort glänzt und sich was die Sound- und Aufnahmequalität angeht, irgendwo im Mittelfeld zu Hause ist. Das Rundumpaket finde ich jedoch völlig in Ordnung, und so ersetzt das RAIDOR mein etwas in die Jahre gekommenes Konsolen-Headset nun vollständig. Wer also noch auf der Suche nach einem günstigen Konsolen Headset ist, der kann mit dem Speedlink RAIDOR nicht viel falsch machen. Einzig in Klang und Aufnahme müssen ein paar Abstriche gemacht werden, dafür stimmt der Tragekomfort und das Gewicht. 
 

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