Cities: Skylines - Bauen, mit und ohne Grenzen

PlayStation 4Xbox One
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Es gab da doch mal eine Spielereihe, die ganz berühmt war. In der man eine Stadt von Grund auf bauen und betreuen konnte. Wie hieß die noch mal? Ach ja, stimmt! Cities! Zufälligerweise ist jetzt der Skylines-Teil für die Xbox One herausgekommen.

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Hätte man vor 2013 diese Überlegung angestellt, hätte die Antwort Sim City geheißen. Jahre, nein jahrzehntelang war das Spiel in seinen diversen Inkarnationen das Maß aller Dinge. Bis EA in dem eben genannten Jahr den neusten Teil herausbrachte. Und so ziemlich alles falsch machte, was man falsch machen konnte. Vor allem die Tatsache, dass das Game angeblich nur dann funktionieren würde, wenn es ständig online wäre, sorgte dafür, dass der Titel ein Reinfall war. Seit damals hat man von der Serie nichts mehr gehört.
 
Auftritt die finnischen Entwickler Colossal Order, die daraufhin den ersten Cities-Teil entwickelten. Zu sagen, dass das Game ein ziemlicher Erfolg gewesen wäre, wäre noch untertrieben. Seit damals hat die Reihe sich gut verkauft und Cities Skylines, was hier rezensiert wird, wurde sogar von der Stadt Stockholm dazu genutzt, um das neue Transportsystem zu planen und zu testen. Jetzt gibt es den Titel endlich auch für die Konsolen. 
 
Der erste Eindruck, wenn man das Spiel startet, ist der von Überwältigung. Man befindet sich auf einer riesigen Fläche, die je nach Karte unterschiedlich aussieht, und sieht ein paar Straßen, an die man die eigene Infrastruktur anschließen soll. Ansonsten hat man die freie Wahl, was man machen soll und kann. Eine Impression, die schon fast zu viel ist.
 

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Was also tun? Das wird einem nicht erklärt. Es gibt kein Tutorial, das einem genau klarmacht, was man wie genau machen muss. Hier heißt es also, Learning by Doing. Bzw. Learning, wie man der Steuerung umgehen muss.
 
Man merkt dem Spiel doch deutlich an, dass die Cities-Serie ursprünglich für den PC entwickelt wurde. Zwar wurde die Steuerung so gut es geht an die Gamepads angepasst. Doch gleichzeitig gibt es einfach immer wieder Momente, wo man sich doch eine Maus oder Tastatur wünscht. Vor allem das Legen von Kurven ist eine Qual!
 
Auch muss man bemängeln, dass man als Konsolenbesitzer nur die Vanilla-Version mit dem ersten Add-On After Dark erhält. Alle Weiteren, wie zum Beispiel Green Cities, Rock City Radio oder Mass Transit sind nicht existent. Und es steht leider nicht fest, ob oder wann die jemals nachkommen.
 
Doch trotz aller berechtigten Kritik muss man betonen, dass das Spiel Spaß macht. Wenn man sich endlich in die Materie reingefuchst hat, kann man verstehen, wieso der Titel so erfolgreich geworden ist. Man hat hier einfach jede Menge Möglichkeiten, sich seine eigene Stadt aufzubauen, nach seinen eigenen Vorstellungen. Man fängt klein an und schaltet ab gewissen Schwellenwerten neue Gebäude frei. Alles mit dem Ziel, eine Stadt zu errichten, die einfach nur grandios ist!
 

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Allerdings gilt es dabei jede Menge Details zu beachten. Denn einerseits kann man natürlich gerne drauflosbauen. Aber andererseits gibt es da so etwas wie ein Budget, das schnell leer wird, wenn man nicht genug zahlungskräftige Bürger oder Industrien hat. 
 
Die Wünsche der Bewohner kriegt man dabei über ein System mit, das Twitter nicht unähnlich sieht. Jedoch geht es einem schnell auf den Keks, weil auch so manche nichtssagende Botschaft unter den Nachrichten ist. 
 
Übrigens: Falls man überhaupt nicht mit dem Budget klarkommt, kann man zu Beginn des Spiels immer noch einen Modus auswählen, wo man unendlich Geld hat und alles bereits freigeschaltet ist. Meiner Meinung nach macht dieser jedoch längst nicht so viel Spaß, wie wenn man alles selber freispielt.
 
Cities Skylines mag seine Fehler haben. Doch unterm Strich ist es ein gutes Spiel und für Fans des gepflegten Städtebaus auf Konsolen die Chance, eine Lücke in ihrem Leben zu schließen, von der sie vielleicht nicht wussten, dass sie existiert.
Forum
  • von Mistercinema:

    Paradox Interactive kündigt den Release der ersten Erweiterung Snowfall für Cities: Skylines sowohl für PlayStation® 4 als auch Xbox One an. Die zusätzlichen Winterkarten verwandeln die Welt von Cities: Skylines nicht nur in ein winterliches Wunderland sondern stellen Bürgermeister vor...

  • von Pestilence:

    Es ist das Grundspiel und der erste DLC After Dark, der eigentlich für 14,99€ auf dem PC verkauft wird. Die richtige Grundversion vom PC haben die Konsolen-Spieler nicht bekommen.

  • von Retrozocker:

    Naja, sie hätten zumindest die bereits erhältlichen DLC auf den Datenträger packen können. Das ist schon ziemlich schwach, wenn quasi nur das Grundspiel auf Disc ist.

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