God Eater Resurrection im Test

PSVitaPlayStation 4

Das nenne ich mal Fanservice. Wenn ihr euch sowohl die Playstation Vita- wie auch Playstation 4-Version von God Eater 2 - Rage Burst anschafft, bekommt ihr den aufgehübschten ersten Teil gratis dazu. Während Michael und Daniel sich den zweiten Teil vorgenommen haben, tauche ich in God Eater Resurrection ein und erzähle euch, ob es sich lohnt, den Titel anzuspielen. Kurze Info am Rande: In diesem Artikel beurteile ich nur die PS4-Variante.

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Seit Capcom das Monster Hunter-Franchise auf uns losgelassen hat, kommen unzählige Klone aus Japan, die dieses Spielprinzip mit teils guten, aber auch einige mit eher wenigen guten oder neuen Ideen ausschmücken. God Eater, das damals für die Playstation Portable erschien, war eine nette Abwandlung für die, die die Monsterjäger von Capcom gewöhnt waren. Das Resurrection-Remake bleibt sich diesbezüglich treu. Während sich Capcoms Monsterhatz träge und zeitraubend präsentierte, ist Bandai Namcos Beitrag die eindeutig schnellere Variante. Zu Anfang erschafft ihr mittels eines einfachen Editors einen neuen God Eater und taucht ein in eine Zukunftsversion der Erde, wo die Menschheit kurz vor ihrer Ausrottung steht. Aragami‘s, gefährliche Kreaturen haben uns nämlich zugesetzt. Hier kommen die God Eater ins Spiel, Eliteeinheiten, die dazu trainiert werden, um die Population der Riesenviecher einzugrenzen. Ist das Tutorial, das euch ausführlich alle Kniffe der Spielmechanik erklärt, geschafft, dürft ihr selber mit einem kleinen Team auf Monsterjagd gehen. Hierfür wählt ihr vorher eine von sechs Nahkampfwaffen, die per Knopfdruck in den Fernkampfmodus wechselt. Euren Mannen braucht ihr im Prinzip keine Befehle geben, da diese so intelligent sind, dass sie selber wissen, wie man welche Situation am besten angeht.
 
Erstaunlich ist, wie unterstützend sie euch bei eurem Treiben zur Seite stehen. Wollt ihr sie doch durch die Gegend scheuchen, geht das mit einem vereinfachtem Befehlssystem. Ist es mit den K.I.-Kollegen zu langweilig, wechselt einfach in den Onlinemodus. Hier können richtige Spieler diesen Platz füllen. Bedauerlicherweise ist das in der jetzigen Situation kaum möglich. Egal, zu welcher Zeit ich online vor der Konsole saß, nie schaffte ich es, ein komplettes Team zusammenzubekommen. Und durch den Fakt das God Eater Resurrection keine handliche Drop-in-Drop-Out-Funktion besitzt, sitzt ihr aktuell oft in einer leeren Lobby und wartet auf Mitspieler. Während die grobe Spielstruktur sehr stark an Monster Hunter angelehnt ist, spielt sich God Eater Resurrection erfrischend schnell. Zum Teil ist es das unkomplizierte Wechseln der Waffengattung im Verlauf der Jagd. Jede Monsterklasse hat einzigartige Attacken und Manöver, die ihr euch einprägen solltet, damit ihr jederzeit die Oberhand habt. Leider ist die Kamera nicht immer euer bester Freund. Vor allem in engen Passagen fehlt oft die Übersicht und das trotz Zielerfassung.
 
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Je nach Auswahl der Aufgabe oder Storymission steht euch in Klasse und Größe ein anderes Vieh Gegenüber. Sind Aragamis in Gruppen unterwegs, solltet ihr versuchen, sie zu trennen bzw. anzulocken. Das geht recht gut mit einer Fernwaffe. Sprinten, Ausweichen und Ausführen von Attacken kosten Ausdauer, die rapide je nach Aktion abgezogen werden. Ist der Ausdauerbalken leer, geht euch die Puste flöten. Also überlegt gut, wie ihr den Feind in die Knie zwinkt. Gelegentlich lässt sich auch die Umgebung in euer Unterfangen einbinden. Genau wie in Monster Hunter ist bei God Eater Ressurection Crafting ein großes Ding. Hierzu nehmt ihr die Monster aus oder sammelt Items, die in der Umwelt anzutreffen sind. Gewonnene Materialien können genutzt werden, um eine neue Bewaffnung zu erschaffen oder die Bestehende zu verbessern. Zudem läst sich Kleidungen erstellen. Doch diese ist rein kosmetische Natur.

Egal was ihr gerade macht, zu jedem Zeitpunkt merkt man dem Titel seine PSP-Vergangenheit an. Ob es die klobigen Figuren sind, die detailarme Umgebung mit ihren kleinen Terrains oder die Texturqualität. Bandai Namco hat zwar God Eater Resurrection grafisch ein bisschen aufgehübscht, doch besitzt das Remake große schwarze Balken am Bildschirmrand, die man nicht ausschalten kann. Wieso und warum diese vorhanden sind, liegt außerhalb meiner Kenntnis. Da ich damals die PSP-Variante nur kurz angespielt habe, kann ich bedauerlicherweise keine Auskunft dazugeben, ob die Ressurection-Version inhaltstechnisch Neuerungen bekommen hat.




Dominic meint:

Dominic

God Eater Resurrection ist nicht nur ein nettes Goodie, sondern Fan-Service und ein Versuch von Bandai Namco, den Vorgänger einem breiterem Publikum zu präsentieren. Doch der Titel hat ein Problem: Er liegt nämlich dem Nachfolger bei, der in allen Punkten besser ist. Und so verwundert es mich nicht das niemand beim ersten Teil online ist, da sie alle God Eater 2 - Rage Burst spielen. Um es kurz zu machen. Selbst als eigenständiges Spiel, welches vielleicht 15 Euro kosten würde, könnte ich God Eater Resurrection empfehlen, wenn man über die technischen Gegebenheiten hinwegschauen kann.

Positiv

  • Gratis bei God Eater 2 bei
  • Onlinemodus
  • Grafisch verbessert

Negativ

  • Kaum jemand online
  • Dicke Balken
  • Grafisch veraltet
Userwertung
5.3 3 Stimmen
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Forum
  • von aldi404:

    Auf jeden Fall ist es eines der schwereren Hunting Games, durch Toukiden 1+2 bin ich ohne Probleme durch gerauscht, und hier gab's schon einige Bosse, an denen ich mir das God Arc ausgebissen hab. 35h bisher und glaub so bei der Hälfte der Story, wenn man nach den Trophies geht. (Und mit denen ist...

  • von aldi404:

    Wer Monster Hunter Games mag sollte das auf jeden Fall spielen, vor allem da man zwei Spiele für den Preis von einem bekommt. Wer noch ein Argument braucht: Spoiler anzeigen // ...

  • von Master DK:

    Haber gerade gesehen, spielst es jetzt gerade ja immer noch Ist das Spiel so gut, war immer am überlegen es für PC zu Kaufen...

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