Atelier Rorona Plus The Alchemist Of Arland im Test

PSVitaPlayStation3

Einige haben es leicht im Leben und ihnen fliegt alles zu. Andere hingegen rackern sich ab und es scheint ihnen nichts zu gelingen. Bei Rorolina von Atelier Rorona Plus The Alchemist Of Arland weiß man nicht so genau, in welche Kategorie sie fällt.

Atelier_Rorona_Plus_The_Alchemist_Of_Arland_2Ich glaube, jeder kann sich noch an seine Ausbildung erinnern. Wenn es ein innerbetrieblicher Bildungsgang war, stellte das erste Jahr meist die größte Hürde dar, weil die Umstellung von Schule auf Ausbildungsbetrieb nicht immer reibungslos verlief. Je nach Berufswahl war die Lehrzeit nach 3 ½ Ausbildungsjahren vorüber und nach der Abschlussprüfung empfing die Firma einen mit ein bisschen Glück mit offenen Armen.

Rorolina Frixell, ihres Zeichens Alchimistenlehrling, hatte vermutlich auch diese Gedanken im Kopf, als sie sich bei Astrid Zexis bewarb. Sie hoffte auf gute Ausbildungskonditionen, bekam aber das totale Gegenteil präsentiert. Die besagte Ausbilderin ist leider das Beispiel dafür, wie man einen Betrieb nicht führen sollte. Nachdem sie es sich im Prinzip mit jedem in der Stadt Arland verscherzte und deswegen keine Aufträge mehr reinkamen, sah sich das Königreich veranlasst, bei der Sache die Notbremse zu ziehen.

Sprich, der König möchte die Alchimistenwerkstatt schließen. Doch zuvor gibt er der Inhaberin die Möglichkeit sich zu rehabilitieren, um so eventuell ihr Eigentum zu retten. Die aber zieht sich schnell aus der Affäre, überschreibt ihren Betrieb auf den Namen von Rorolina und so steht die junge Auszubildende vor dem Problem, den Karren allein aus dem Dreck zu ziehen. Ohne viel Erfahrung als Alchimistin muss sie jetzt 12 Prüfungen bestehen, damit ihre neue Werkstatt nicht dichtgemacht wird. Doch es geht noch weiter: Während dieser Zeit muss auch Geld in die Kassen fließen. Deshalb ist sie gezwungen, kleine Jobs von der Bevölkerung anzunehmen. Und zu guter Letzt soll sie ihre fehlenden Kenntnisse mit der Hammermethode nachholen. Andere Lehrlinge hätten hier vermutlich das Handtuch geworden. Rorolina jedoch nicht!

Atelier_Rorona_Plus_The_Alchemist_Of_Arland_5Nichtkenner werden es eventuell nicht wissen, aber Atelier Rorona Plus The Alchemist Of Arland ist ein Remake des schon im Oktober 2010 erschienenen Titels. Auf dem Papier stellten die Entwickler einige zusätzliche Inhalte auf, um auch den Käufern des Originals den Mund wässerig zu machen.

Alle Charaktermodelle von Freund und Feind wurden komplett neu erstellt, zwei neue Dungeons sind hinzugekommen, das Kampf- bzw. Synthesesystem unterzog man einer Frischzellenkur, ein Garten zum Züchten von Gegenständen und diverse neue Kostüme wurden hinzugefügt. Schließlich sollte noch erwähnt werden, dass es eine Cross Save-Funktion für PlayStation Vita und PlayStation 3 gibt, da Atelier Rorona Plus The Alchemist Of Arland auch auf Sonys Handheld erscheint.

In der Praxis ist das Rollenspiel von Gust ein nettes Remake mit ein paar Problemchen. Solltet ihr zu den wenigen gehören, die Atelier Escha & Logy Alchemists of the Dusk Sky gespielt haben, werdet ihr besonders viele Komfortfunktionen vermissen. Am meisten mangelt es während des Herstellens von Items an Übersicht. Auch die Steuerung in im Menü ist gewöhnungsbedürftig, weil die Analogsticks nicht funktionieren, während ihr einen Trank zusammenmischt. Das ist im Kampfsystem ebenso. Jedes Mal seid ihr gezwungen, die Bedienung zu wechseln. Da kommt man schnell durcheinander. Viel Arbeit machten sich die Entwickler bei der Neumodellierung der Charaktere und diese sehen jetzt fantastisch aus. Das Problem aber ist, dass die Umgebungsgrafik noch auf dem Stand von 2010 und die Cell Shading-Grafik nicht gut gealtert ist. So stehen sich hochaufgelöste Figuren und niedrigaufgelöste Umgebung gegenüber! Des Weiteren gibt es viele Übersichtsprobleme, sofern ihr zu Fuß auf Itemjagd geht. Die Kamera kann nicht gedreht werden und lässt einem nicht genug Übersicht. Das führt zu einem häufigen Problem, wenn ihr alle paar Meter den Feinden, die im Grunde sichtbar sind, unerwartet in die Arme rennt.

Atelier_Rorona_Plus_The_Alchemist_Of_Arland_7Obendrauf kommt, dass es keine Kartenfunktion in den Laufabschnitten gibt. Oft teilt sich der Weg in mehrere Gablungen, wo Leute mit Orientierungsproblemen öfters nicht wissen werden, wo sie jetzt sind und wo sie schon waren. Zudem existiert keine Möglichkeit, die aktuelle Reiseroute durch Menüauswahl abzubrechen.

So seid ihr gezwungen, das vorher erkundete Areal nochmals zu bereisen, was euch von eurem Zeitkonto abgezogen wird. Denn wie seine Vorgänger und Nachfolger besitzt auch das Remake Zeitbegrenzungen. Doch der größte Kritikpunkt der Serie ist noch immer das Tutorial. Dies ist so aufgebaut, dass ihr mit Hammermethoden das Grundwissen eingeprügelt bekommt.




Dominic meint:

Dominic

Spieltet ihr wie ich Atelier Escha & Logy Alchemists of the Dusk Sky zuletzt, werden euch einige Dinge auffallen, die nicht perfekt gelöst wurden, und wo die Entwickler mehr Arbeit investieren hätten müssen. Da ich Atelier Rorona: The Alchemist of Arland nie spielte, kann ich leider keine Aussage treffen, ob es für Besitzer des Originals einen Mehrwert darstellt. Im Vergleich mit dem vorher genannten Titel verliert Atelier Rorona Plus The Alchemist Of Arland einiges an Punkten.

Positiv

  • Cross-Save-Funktion
  • Überarbeitete Charaktermodelle

Negativ

  • Mangelhafte Übersicht beim Herstellen von Items
  • Gewöhnungsbedürftige Steuerung
  • Veraltete Umgebungsgrafik
Userwertung
6.2 8 Stimmen
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Forum
  • von The_Clown:

    Beim normalen Rorona, nicht dem Plus Teil, habe ich es geschafft ohne Neustart es soweit einmal durch zuspielen so weit ich mich erinnere. Auf jeden Fall habe ich wohl ein Ende gesehen wenn es da noch andere Gab dann habe ich die nicht gesehen, weiß das gerade nicht mehr wie es da war. Was ich...

  • von Mr.Deadshot:

    Weitestgehend - ja. Zumindest die Arland-Trilogie. Zeitlimits sind aber weitaus großzügiger in Totori und Meruru.

  • von aldi404:

    Ne also ich werde nicht warm mit Rorona, hab's jetzt zwar fast durch (vorletzter Auftrag) aber ich finde es zu umständlich und begrenzt. Spiele mit Zeitlimit mag ich eh nicht, eine wirkliche Geschichte gibt es auch nicht, einzig das Kampfsystem macht ein bisschen Spaß. Spielen sich die Nachfolger...

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