Whispers of a Machine - Exzellent!

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Ich bin auf Whispers of a Machine aufmerksam geworden, als ich es bei einer Twitch-Streamerin sah, die es spielte. Ich war sofort angetan von dem, was ich sah, auch wenn ich weder die Story kannte, noch was genau da gerade geschah. Doch schon bald hatte ich die Möglichkeit, meine eigenen Erfahrungen zu machen.

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Der erste Eindruck des Spiels ist, dass es nur spartanische Optionen bietet. Weder kann man die Auflösung einstellen, noch großartig an der Soundqualität herumspielen. Hieran merkt man, dass der Titel vermutlich seinen Ursprung in den Appstores diverser Tablets hat. Immerhin lässt sich die Sprache auswählen. 
 
Und dann fängt das Game an. Man sitzt in einem Zug, der bis auf wenige Details aussieht, als ob er aus der Gegenwart stammen könnte. Ein Dialog findet statt, bei der man einiges über die Protagonistin erfährt. Sie heißt Vera und ist eine Ermittlerin, die zu einem Tatort fährt. Es ist nicht viel, doch es reicht aus, um das erste Interesse zu wecken. Der Rest des Spiels sorgt dafür, dass dieses niemals erlischt.
 
Am Tatort angekommen übernimmt man dann die Kontrolle über die Spielfigur. In einem guten Tutorial erfährt man, wie das Gameplay funktioniert und anschließend fängt der Spaß an. Als Ermittlerin ist Vera mit Nanotechnologie ausgerüstet, die ihr verschiedene Fähigkeiten gibt. Sie kann für einen kurzen Moment Superstärke nutzen, auf den Herzschlag einer Person achten oder mit dem Forensikscanner einen Tatort untersuchen. Weitere Befähigungen werden im Laufe des Games freigeschaltet, je nachdem, wie man sich verhält.
 

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Whispers of a Machine spielt in einer Zukunft, in der es einen Krieg gegen KIs gab, den die Menschheit gewann. Seitdem sind diese Computerintelligenzen verboten, wodurch das Spiel einen gewissen Cyberpunk-Touch erhält, den es jedoch nie allzu sehr in den Vordergrund rückt. Und trotzdem wirkt die Realität des Games faszinierend, fremd allerdings doch gleichzeitig vertraut. Was sich ebenfalls auf die Atmosphäre auswirkt, die einfach nur großartig ist!
 
Das Schöne an diesem Spiel ist, dass es einerseits direkt ist, aber andererseits auch vielfältig. Gemeint ist, dass das Game einem sagt, ob man einen bestimmten Ort verlassen kann oder nicht. Ein Herumirren, wie es in anderen Adventures der Fall ist, ist so nicht mehr möglich. Man kommt erst dann weiter, wenn ein Rätsel gelöst ist, nicht eher.
 
Doch die Möglichkeiten dieses Ziel zu erreichen, sind vielfältig! Es existiert nicht der eine Lösungsansatz, es gibt immer mehrere. So kann man zum Beispiel zu Beginn des Spiels den Spind eines Ermordeten untersuchen. Entweder man reißt mit Superstärke die Tür auf. Oder aber man redet mit dem Freund des Toten und erfährt so, was für eine Nummer man braucht, um den Schrank normal zu öffnen.
 

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Was das vorher angesprochene Verhalten angeht, so ergibt sich das daraus, wie man mit den jeweiligen Charakteren redet. Emphatisch? Resolut? Oder analytisch? All dies hat Auswirkungen auf das Gameplay und was für weitere Fähigkeiten man im Laufe des Gameplays erhält.
 
Die Story von Whispers of a Machine ist exzellent geworden und zieht einen in den Bann. Vera ist eine sympathische Spielfigur, die sich erstklassig weiterentwickelt.
 
Auch die optische Präsentation ist großartig. Der graphische 2D-Stil erinnert etwas an den Adventure-Klassiker Beneath a Steel Sky, nur ohne Pixeloptik. Und der Soundtrack ist einer der besten, den man aktuell zu hören kriegt. Daher unbedingt Kaufempfehlung für Whispers of a Machine!


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