Divinity Original Sin 2 im Test

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Divinity: Original Sin II ist das Paradebeispiel wie ein Crowdfundingprojekt aussehen soll. Die belgischen Entwickler  Larian Games haben viel versprochen und liefern am Ende ein Rollenspiel, welches Kritiker schon jetzt als eines der besten aller Zeiten ansehen.
 

divinity_2_1Das Abenteuer beginnt ein bisschen holprig. Euer Alter Ego wacht in einem Schiff auf und stellt fest, dass er eine magische Fessel um den Hals trägt. Nach kurzen Erklärungen findet ihr heraus, dass ihr einer von vielen Quellenmagiern seit, die angeblich dafür verantwortlich sind, das in Rivellon zahlreiche Monster erscheinen, die für Unheil sorgen. Also wurdet ihr quasi in eine Zwangskur geschickt, in die Freudenfeste, wo man versuchen möchte, euch euer Können auszutreiben. Dort angekommen entfaltet sich so langsam die Story und das Gameplay, welches auf Basis des Vorgängers beruht. Gekämpft wird erneut rundenbasiert und abermals lassen sich die Elemente mit in den Kampf einbeziehen. Das sorgt für sehr viel Taktik. Befindet sich zum Beispiel ein Feind in einer Ölpfütze, lässt sich diese entzünden. Steht ihr in Flammen, könnt ihr mittels Regenzauber oder dergleichen den Brand löschen. Zudem können Zauber mit Elementen verstärkt werden, um mächtigere Angriffe auszuführen.

Die Charakterwahl ist zu Anfang stark skalierbar. Entweder ihr bastelt euch aus verschiedenen Rassen und Klassen euren eigenen Avatar oder greift auf die sechs vorgefertigten Figuren zurück, die mit einer detaillierten Persönlichkeiten und Hintergrundgeschichten aufwarten. Diese wurden zudem perfekt auf die Story zugeschnitten. Auch die Auswahl, wie ihr das Abenteuer angeht, ist einwandfrei anpassbar. Wollt ihr einfach nur die Geschichte, ist der Entdecktermodus genau das Richtige, wo die Konflikte recht eingängig vonstattengehen. Möchtet ihr es etwas Fordernder, wählt den Ehrenmodus, der die Kämpfe härter macht und nach dem Ableben der Party ein Game Over nach sich zieht. Apropro Party. Diese könnt ihr manuell steuern oder ihr greift im LAN-bzw. Onlinemodus auf Kollegen zurück.

divinity_2_2Doch die Klasse von Divinity: Original Sin II merkt man an der Liebe zum Detail, was Story und Möglichkeiten angeht. Quests bekommt man auf ganz klassische Weise, indem man mit den NPCs redet, aber abseits dieses Pfades gibt es noch weitere Möglichkeiten, diese zu bekommen. Habt ihr bei der Charakterwahl die Fähigkeit mit Tiere zu kommunizieren ausgewählt, erzählen sie euch allerhand. Seit ihr als Elf unterwegs, lassen sich die Körperteile von Toten verspeisen, wo ihr die letzten Minuten ihres Lebens erfahrt oder ihr lernt, wie man mit Geistern quatscht. Herausragend ist auch die Atmosphäre des Rollenspiels. Zwar werden Zwischensequenzen in Standbildern erzählt, doch sind es die professionellen Sprecher und die passenden deutschen Texte, die sehr viel dazu Beitragen, dass man sich schnell in der Welt von Rivellon verliert. Und mit einen potenten Rechner sieht die Fantasywelt dementsprechend stimmig aus. Doch hat mich in engen Räumen die Übersicht immer wieder gestört. Oft wird eure Gruppe durch Wände oder dergleichen blockiert, so dass ihr sehr oft manuell die Kamera drehen müsst. Nur gelegentlich blendet das Spiel feste Objekte aus, damit ihr eine bessere Gesamtansicht behaltet.
 

Dominic meint:

Dominic

Divinity: Original Sin II ist in seiner schieren Masse überragend. Von der großartigen Spielzeit von 80 Stunden und mehr, der detailreichen Welt und ihren fast endlosen Möglichkeiten begeistert dieses Rollenspiel. Doch langsam frage ich mich, wann ein großer Publisher wieder solch ein Produkt in seinen Katalog aufnimmt, da anhand der Steamcharts und der umfangreichen Teilnahme bei Kickstarter doch eigentliche eine enorme Käuferschicht vorhanden ist.

Positiv

  • Wunderschöne Spielwelt
  • Sehr viel Spielzeit
  • Große Lösungsmöglichkeiten

Negativ

  • Übersicht in engen Räumen begrenzt
Userwertung
9.7 3 Stimmen
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Forum
  • von fritzle:

    Die Gamestar gibt 93%. Wenn mein PC da ist,wird das auf alle Fälle als erstes geholt Am 30.Oktober ist Herbst Steam Sale.Wäre genial würde man da schon ein paar % auf Divinity 2 bekommen....

  • von Civilisation:

    Dominic hat mal ein genaueres Auge auf das Spiel geworfen. Divinity 2 Divinity: Original Sin II ist das Paradebeispiel wie ein Crowdfundingprojekt aussehen soll. Die belgischen Entwickler Larian Games haben viel versprochen und liefern am Ende ein Rollenspiel, welches Kritiker...

  • von Nognir:

    Das haben sich scheinbar viele andere (mich eingeschlossen) auch gefragt. Deshalb hat der Firmengrüner Swen Vincke einen Blogpost darüber verfasst: Larian Studios Founder, Swen Vincke, took to his blog to explain. The uber-short version would be that "Divinity: Original Sin...

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