God Eater 3 im Test

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Als Monsterjäger hat man seit Monster Hunter World im letzten Jahr mehr als genug zu tun, vor allem, weil ja ebenso Monster Hunter Generations Ultimate auf der Switch bereitstand und uns unzählige Quests brachten. Doch das war im Vorjahr und bis zum ersten DLC zu MHW ist es noch bis September. Da wird es Zeit für God Eater 3, um diese Lücke mehr als nur unterhaltsam zu füllen. Ob das auch gelingt?

 

God-Eater-3-03God Eater 3 erzählt einer Geschichte einer düsteren Welt. Es ist eine, in der die Menschheit an den Rand der Zerstörung getrieben wurde und in sogenannten Ports um das Überleben kämpft. Bedroht werden sie durch die Aragami, furchtbare Monster, die den Planeten nahezu verwüsteten und mit konventionellen Waffen nicht bekämpft werden können. Man muss die Ungeheuer mit ihren eigenen Waffen schlagen, die aus Orakelzellen bestehen. Mit dieser organischen Bewaffnung können nur die wenigsten Menschen umgehen, sodass man bereits die Kinder eine Art Test unterziehen, ob sie für den Kampf gegen die Eindringlinge taugen. Besteht man diesen Test, wird man in einen Kerker eingesperrt und einem harten Training unterzogen. Genauso völlig isoliert wächst auch der Protagonist mit seiner Familie in einem einsamen Port mitten im Nirgendwo auf und hadert mit seinem Dasein. Die Familienmitglieder leiden, da die Kinder krank sind und vom Personal des Ports noch ´dazu schlecht behandelt werden. Doch durch glückliche Umstände können die Angehörigen dem Port entfliehen und eine spannende Geschichte ums Überleben beginnt.

Nachdem man zu Beginn die Gestalt seines Charakters anpasste, wird man in wenigen Tutorialmissionen auf das Gameplay von God Eater 3 eingestimmt. Dieses ist dem von den klassischen Monster Hunter Spielen inspiriert, allerdings mit einigen eigenen Kniffen. Während Monster Hunter World auf eine authentische Flora und Fauna und der Interaktion mit dieser setzt, sind die Gegenden von God Eater 3 eher übersichtlich gestaltet. In einem relativ kleinen Gebiet bekämpfen wir in den Missionen einzelne Feinde, die allesamt ein wunderbares Design erhalten haben. Die Waffen entstammen drei unterschiedlichen Kategorien: Nahkampf- und Fernkampfwaffen, sowie Schilde. Zwischen diesen kann man im Spiel einfach auf Knopfdruck wechseln, so dass der Kampf sehr dynamisch gehalten ist. Mit bis zu drei Freunden geht man auf Missionen, die wahlweise von der KI, aber auch von menschlichen Spielern gesteuert werden können. Die Story spielt man allerdings alleine, für den Mehrspielermodus gibt es spezielle Missionen, die man mit menschlichen Spielern bestreiten kann.

God-Eater-3-13Oftmals erledigt man erst kleinere Monster, bevor ein mittelgroßes bis großes Aragami sich gegen die Spieler stellt. Hier kann es im Kampf mitunter schon sehr hektisch werden. Allerdings geht die Steuerung jederzeit gut von der Hand und durch den Waffenwechsel und verschiedene Elemente erhält das Kampfsystem eine gewisse taktische Tiefe, um den Spieler zu unterhalten. Weiterhin kann man sich selbst auch in den Burstmodus versetzen, um kurzzeitig mit stärkeren Angriffen die Feinde zu beharken. Außerdem gibt es sogenannte Burstlinks mit denen man sich mit seinen Begleitern verbinden kann und gemeinsame Stärken kurzzeitig auszuprägen. So nimmt man zusammen spezielle Körperteile aufs Korn, um dem Gegner möglichst viel Schaden zuzufügen und diese zu schädigen. Das bringt am Ende der Mission noch zusätzliche Materialien, die man später zum Waffenbau benutzt. Zwar existieren in allen Missionen ein Zeitlimit, dieses ist jedoch großzügig bemessen, sodass man nie in Zeitnot gerät. Durchschnittlich haben die Kämpfe bei mir zwischen zwei und zehn Minuten gedauert, was angenehm kurz ist und so auch mal für eine schnelle Runde einlädt. Das zeugt in gewisser Weise noch von seiner Herkunft von der PSP, wo damals der erste Teil noch erschien.

Zwischen den Missionen wird die Story in Zwischensequenzen und Dialogen weitergeführt. Die Geschichte an sich ist nicht unbedingt spektakulär und neuartig, weiß jedoch den Spieler bei Stange zu halten und vor allem zu unterhalten. Wer mag, kann hier neben den deutschen Untertiteln zwischen der englischen und der japanischen Sprachausgabe wählen. Eine deutsche Vertonung gibt es allerdings nicht. Wer aber bereits Monster Hunter spielte, der weiß, dass vor allem das Craften der Waffen Motivation genug ist, um den Spieler an das Game zu binden. Neben den Storymissionen erhalten wir auch des Öfteren optionale Aufträge, um neue Materialien für Ausrüstung zu sammeln. Außerdem kann man jede bereits abgeschlossene Mission noch einmal wiederholen, um seine Ausbeute zu maximieren.

God-Eater-3-09Vor allem im späteren Spielverlauf gibt es auch Missionen, die einen nicht direkt in die heimische Basis zurückkehren lassen, da man diese in mehreren Etappen abschließen muss. Für diese schlägt man dann ein Lager im Nirgendwo auf, um zumindest das Nötigste einpacken zu können. Wo God Eater 3 spielerisch punkten kann, hapert es jedoch an der Technik. Vor allem optisch sieht das Spiel immer noch schwer nach einem PS3 Titel aus und kann seinen Ursprung vom Handheld so nicht verleugnen. Das Gegner- und Charakterdesign ist top, jedoch sind die Umgebungen oft kahl und auch sehr kantig. Hier hoffe ich bei einem eventuellen Nachfolger, dass man da noch eine Schippe drauflegt, denn ansonsten macht man seine Sache schon sehr gut.

 

Michael meint:

Michael

God Eater 3 kann man vermutlich am einfachsten als Monster Hunter im Sci-Fi Gewand beschreiben, doch das wäre zu einfach. Zwar lehnt sich das Gameplay an das große Vorbild an, kann jedoch genügend eigene Akzente setzen, um aus seinen Schatten zu treten. Allerdings war Monster Hunter World in Sachen authentische Welt und vor allem Technik schon einen Schritt weiter, so dass God Eater 3 in dem Bereich durchaus zurückstecken muss. Dank der unterhaltsamen Geschichte erhalten Fans aber ein sehr gutes Spiel, dass euch sicherlich einige Zeit in seinen Bann ziehen wird. Zumindest so lange, bis im September dann Capcom mit dem ersten DLC zu Monster Hunter World nachlegen wird.

Positiv

  • zahlreiche Missionen
  • viele Möglichkeiten seinen Charakter zu gestalten
  • unterhaltsame Story

Negativ

  • Grafik altbacken
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Forum
  • von Mistercinema:

    Ab heute dürft ihr in God Eater 3 endlich selber loslegen. Zur Feier des Tages legen wir den Launch Trailer oben drauf! In Kürze könnt ihr natürlich unsere Eindrücke zum Spiel hier auf neXGam.de nachlesen ...

  • von Mistercinema:

    In einer von den Aragami verwüsteten Welt sind die Adaptative God Eaters, die letzte Hoffnung der Menschheit, gezwungen einen Kampf auf Leben und Tod zu führen. Diese verbesserten Soldaten haben die Fähigkeit erhalten, God Arcs zu benutzen. Diese künstlichen, biologischen Waffen sind in der Lage...

  • von Civilisation:

    God Eater 3 wurde auch auf der E3 gefeaturet. Weshalb wir euch, natürlich, neue Screenshots bieten können! ...

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