World War Z im Test

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Vom Buch zum Kinofilm zum Videospiel. Ich muss gestehen, dass ich den Roman von Max Brooks nie gelesen habe, aber den Film verfolgte ich begeistert im Kino. Zombies als Naturkatastrophe darzustellen war schon recht beeindruckend und dieses Gefühl hat Saber Interactive mit der Spielmechanik von Left 4 Dead verbunden.

world_war_z_1Auf erzähltechnischer Ebene ist World War Z leider weniger gelungen als Left 4 Dead. Das liegt daran ,das man in den vier unterschiedlichen Episoden (New York, Jerusalem, Tokio und Moskau) keine Bindung zu den spielbaren Charakteren aufbauen kann. Sie werden nach dem Abschluss einer Episode durch andere Personen ausgetauscht. Auch passieren überhaupt keinerlei fesselnde Wendungen in der Story, vielmehr geht es um das Überleben der jeweiligen Gruppe. Vor dem Start wählt ihr aus einem Pool von sechs Klassen die mit eigenen Talenten und Waffen ausgerüstet sind. Ob Revolverheld, Arzt oder Bastler jede Klasse besitzt ihre Spezialausrüstung und passive Boni. Diese lassen sich nach Levelabschluss ausbauen. Zudem können die Wummen mit nützlichen Goodies aufgewertet werden. Genau wie Valves Konkurrenzprodukt ist World War Z ein Koop-Shooter, der am meisten Laune macht, wenn man mit richtigen Teamkollegen durch die Kampagne streift.

Trotzdem kann sich die künstliche Intelligenz der computergesteuerten Kollegen sehen lassen. Diese können zwar keine missionsbasierten Aufgaben erledigen, vielmehr agieren sie als perfekte Bodyguards. Schon fast mit einer vorbildlichen Zielgenauigkeit halten sie die Untoten auf Distanz. Doch Schnitzer leisten sich die K.I-Buben, indem sie trotz Wellenangriffe von Zombies einfach ins Verderben rennen oder weniger taktisch handeln. Mit einem eingespielten Team aus echten Mitspielern sind die Szenarien auch gleich viel mehr als eine virtuelle Schießbude. Was definitiv auffällt, ist das der Schwierigkeitsgrad generell recht hoch angesetzt ist. Soll heißen das Selbst im niedrigsten Schwierigkeitsgrad die Kampagne kein Zuckerschlecken wird. Wer es noch härter mag, kann sich an den fünf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausprobieren die damit glänzen weniger Munition, Friendly Fire und mehr Spezialzombies zu besitzen.

world_war_z_4Egal für welchen Schwierigkeitskrad ihr euch entschieden habt, schleichen ist immer eine gute Option um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Denn sobald einer der Untoten spitz bekommt was hier passiert, ruft er seine Kollegen und diese kommen in großen Scharen. Apropros Horden. Diese werden wie bei Left 4 Dead durch eine K.I. ausgelöst die sich dann wie ein unbändiger Fluss Untote, wie man es aus dem Film kennt, ihren Weg bahnen. Einhalt gebieten kann man dem Ganzen durch vorher aufgestellte Barrieren. Oft verlangt gerade die Mission das ihr einen bestimmten Punkt halten müsst und unter Zeitdruck könnt ihr einen Verteidigungsgürtel errichten. Hier sind gute Absprachen mit den Teamkollegen sprichwörtlich lebenswichtig den die schiere Masse an Zombies macht jede Verteidigungsmission zu einer kleinen Herausforderung. Auch gilt es gelegentlich NPCs zu begleiten oder Items zu sammeln wie zum Beispiel Autoteile, um damit ein Fluchtauto startklar zu machen. Und das natürlich unter dem ständigen Druck von Hunderten von Untoten angegriffen zu werden.

Je nach Skill dauert es gut fünf bis sechs Stunden um alle Szenarien durchzuspielen und so wie ich gelesen habe, wird der Entwickler in der Zukunft noch weitere Missionen hinzufügen. Zusätzlich zur kooperativen Kampagne gibt‘s eine Handvoll PvP-Modi a la Deathmatch, King of the Hill, Domination und Co. Dazu kämpfen jeweils zwei Teams um die Vorherrschaft, während die Zombies die sonst altbekannte Spielmechanik ein bisschen auflockern. Diese Modi machen nur bedingt Spaß weil man einfach merkt das die Steuerung eher für eine PvE-Kampagne ausgelegt wurde. So vermisse ich das punktgenaue Handling eines Mehrspielermodus a la Call of Duty und Co. Zudem trüben kleinere Probleme das Geschehen. Es kann passieren, dass man beim Respawn direkt in einer Gruppe Zombies landet und sofort zu Gehacktem verwandelt wird. Oder ein Spieler spawnt direkt neben eurem Charakter ohne das ihr es merkt und dieser brezelt euch über den Jordan. Diese kleinen Fehler könnte man zwar mit einem Patch beheben doch repariert es nicht den generellen PvE-Modus. Darum sollte man diesen nur als nette Dreingabe sehen.
 

Dominic meint:

Dominic

Saber Interactive hat nichts den Zufall überlassen und sich bewusst beim Genreprimus Left 4 Dead inspirieren lassen. Daran ist prinzipiell nichts auszusetzen und auch genau wie Valves Koop-Shooter ist World War Z ein unterhaltsames Stück Software mit hohem Widerspielwert. Dank Skilltrees, unterschiedlichen Klassen, viel freischaltbaren Waffen und anspruchsvollen Gameplay wird man für Wochen beschäftigt sein. Bitte mehr davon.

Positiv

  • Überwältigende Zombiehorden
  • Viele unterschiedliche Klassen
  • Gute K.I.

Negativ

  • PvP-Modus eher als Dreingabe gedacht
  • Geschichte schwach
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5.2 2 Stimmen
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Forum
  • von Mistercinema:

    Saber Interactive, in partnership with Focus Home Interactive, has released the free 'Six Skulls' update for World War Z, the action-packed co-op shooter inspired by Paramount Pictures’ blockbuster film. This latest content pack introduces the new six-skull extreme difficulty setting for all...

  • von Gyaba:

    Ok,das sieht recht vielversprechend aus!

  • von Mistercinema:

    Saber Interactive, in partnership with Focus Home Interactive, has released 'The Undead Sea', the first major free content update for World War Z, the action-packed co-op shooter inspired by Paramount Pictures’ blockbuster film. Players can now take on a totally new mission in Tokyo aboard an...

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