Tekken 7 im Test

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Heute widmen wir uns dem neuesten Prügler aus dem Haus Bandai Namco!
Während die Japanischen Arcades bereits im Jahre 2015 mit dem Spiel bedient wurden, ´gefolgt vom Update auf “Fated Retribution” 2016, musste der Westen lange ausharren, um endlich das Spiel selbst zocken zu können. Auf diesen Zusatztitel hat man jedoch bei der Konsolen-Version verzichtet und das Spiel einfach Tekken 7 getauft, welches nun das neunte Spiel der Serie ist. Wir nehmen das Spiel nun genauer unter die Lupe und berichten, ob es unbedingt in eure Konsole gehört und warum.
 

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Nach dem Einlegen der Disc wird man erstmals einige Updates installiert, gefolgt von einem langen Disclaimer, den man i.d.R. wohl akzeptiert….

Nach dem Vorspann gibt es erst mal einen Batzen an In-Game-Währung geschenkt, welche sich im  Customize Modus verprassen lässt, wo man Charaktere neu einkleiden, oder neue Avartartitel erwerben kann. Doch dazu später mehr, denn für Single-Player-Content ist genug gesorgt, solltet ihr gerade keine Lust auf eine Versus-Keilerei haben. Folgende Modi stehen für Solisten bereit:
Story Mode, Arcade Mode, Treasure Mode, Practice Mode
 
Story Mode:
Hier wird in filmreifer Manier die Tekken-Saga fortgeführt! Mishima Zaibatsu Chef Heihachi nutzt die Abwesenheit seines Enkels Jin aus, um “Mishima Zaibatsu” wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Hierbei wird die Geschichte aus Sicht eines Reporters erzählt, dessen Familie bei ei-nem der zahlreichen Kämpfe zwischen Mishima Zaibatsu und der G Corporation ums Leben ge-kommen ist. Er beginnt zu recherchieren, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die Story wird dabei in sehr actiongeladenen Szenen inszeniert, die an Story Modes aus den neuesten Netherrealm-Studio-Games erinnern. Absolut lohnenswert, ihn bis zum Ende zu spielen.
 
Der Arcade Mode ist wie gewohnt eine schnelle Singleplayer-Runde. Nach wenigen Kämpfen erreicht ihr den Endboss und zum Abschluss gibt es etwas In-Game-Währung.
 

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Treasure Mode ist der Modus, bei dem man am schnellsten In-Game-Währung ansammeln und spezielle Items gewinnen kann. Alle 10 Kämpfe begegnet ihr eurem Alter Ego und müsst ihn be-siegen, das schaltet ein neues Spezialitem im Shop frei. Verliert ihr, wird resettet und ihr müsst von vorn beginnen.
 
Practice Mode ist die absolute Pflicht für die, die tiefer ins Spiel eintauchen möchten. Sucht euch zunächst einen Charakter, der euch anspricht und lernt dessen Moves. Anschließend hat man die Möglichkeit sich allerlei Situationen, die im Spiel passieren können, nachzustellen und zu trainie-ren - beispielsweise Situationen, in denen man oft nicht weiß. wie man Aktionen bestrafen kann oder wie man ausweichen sollte. Hierfür lässt sich ein Dummy mit Aktionen recorden, die er kontinuierlich oder einmalig fortführt. Ferner lässt sich auch visuell darstellen, welche Figur sich schneller von Angriffen oder Treffern erholt. Dadurch lässt sich leichter erkennen, ob man im Vor-teil ist und sich schneller als der Kontrahent bewegen kann. Ein wirklich guter Weg, um Ver-ständnis für Frame-Data aufzubauen. Aber die drastischsten Veränderungen im Gameplay dürften wohl Power Crush Moves und Rage Art/Rage Drive sein, die zum ersten Mal in einem Tekken-Spiel zu finden sind.
 
Power Crush:
In anderen Spielen auch “Armor” genannt. Das bedeutet, dass diese Aktion einen oder mehrere Treffer absorbiert, aber nicht unterbrochen wird. Das heißt, eure Spielfigur wird den Angriff des Gegners einstecken und ihre Attacke trotzdem ausführen. Meist schmettert ein solcher Treffer den Gegner zu Boden.
 

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Rage Art:
Ähnlich den Super-Attacken aus Street Fighter oder King of Fighters.
Die Figur führt einen mächtigen Angriff aus, der ca. 30% Schaden macht. Diese Rage Arts haben auch Armor-Eigenschaften, funktionieren also wie ein Power Crush, mit deutlich mehr Schaden. Freigeschaltet wird diese Technik aber erst, wenn ihr selbst auf ca. 30% Lebensenergie fallen soll-tet. Sichtbar wird dies durch eine rote Aura, die eure Figur umgibt. So kann man z.B. ein gutes Comeback in einer verloren geglaubten Runde hinlegen. Aber Achtung: Sollte der Gegner diesen Angriff blocken, seid ihr lange Zeit im Nachteil und kassiert evtl. selbst einen Rage Art.
 
Rage Drive:
Die Bedingungen sind dieselben, wie für die oben genannte Rage Art. Fallt ihr auf 30%,
könnt ihr einen mächtigen Angriff ausführen, der den Gegner in die Luft schleudert. Solltet ihr den Angriff landen, könnt ihr also noch ein paar Treffer nachlegen, während der Gegner wehrlos in der Luft fliegt. Im Gegensatz zum Rage Art, hat der Rage Drive keine Armor-Eigenschaften, dafür seid ihr aber in den meisten Fällen nicht im Nachteil, sollte der Gegner den Angriff blocken.
 
Seid ihr schließlich bereit für eine Partie Versus, könnt ihr euch im Online Modus versuchen und gegen Spieler aus aller Welt antreten. Ob nun in Casual Matches, Ranglisten Kampf oder Online Turnier bleibt ganz euch überlassen.
Während der Wartezeit könnt ihr weiter an euren Combos arbeiten. Denn ihr werdet in eine Trai-ningsmodus ähnliche Umgebung gebracht, während ihr auf euren Gegner wartet. Wenn sich je-mand findet, wird der Name, Rang und die Verbindungsqualität dargestellt. Ihr entscheidet an-schließend, ob ihr den Kampf annehmt oder nicht. Solltet ihr annehmen, könnt ihr nach dem Kampf sogar entscheiden, ob ihr eine Revanche wollt. Der Gegner kann die Herausforderung annehmen oder ausschlagen. Leider gestaltet sich dieses System so mit viel Wartezeit. Es kann also durchaus sein, dass man mehr Zeit im Ladebildschirm verbringt, als in echten Matches. Dies gilt wohl nur für die Konsolenfassung, denn auf dem PC gestalten sich die Ladezeiten deutlich kürzer. Getestet haben wir jedoch nur auf einer regulären PS4 und nicht der Pro.
 

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Solltet ihr doch mehr spielen wollen als warten, geht natürlich nichts über eine gepflegte Runde Offline Versus. So lässt sich in deutlich kürzeren Zeiträumen mehr spielen und ergo auch mehr lernen. Die Gelegenheit direkt neben seinem Kontrahenten zu sitzen verschafft, viele Vorteile. So lässt immer wieder mal ein Tipp einholen, wie man am besten gegen “Aktion X” vorgeht oder “wie bricht man Wurf Y”.
Es gibt nichts, was mehr motiviert, als wenn 2 Leute auf dem gleichen Niveau spielen und ge-meinsam besser werden. Wer noch tiefer in den Kaninchenbau möchte, kann sich auch Offline-Treffen der Fighting-Game-Community Hardedge.org anschließen. Im Insert Game Solingen, Location für Retro und Fighting Games (bei Düsseldorf/Köln) ist z.B. eine der besten Anlaufstel-len dafür. Neulingen werden dort gerne auch Grundkenntnisse des Genres näher gebracht. Wer sofort loslegen möchte, kann auch beim monatlichen Ranking Battle sein Können unter Beweis stellen. Tekken 7 wird jedenfalls noch eine lange Zeit als Turnier-Game in Deutschland vertreten sein.
 
Wer viel spielt, sammelt natürlich ebenso eine Menge Ingame-Währung an. An Möglichkeiten diese auszugeben mangelt es absolut nicht! Ihr könnt eine Vielzahl an Items, Accessoires und Kleidung für Charaktere kaufen und neue Kostüme für diese basteln. Kreative Köpfe können hier auf der Suche nach dem schönsten oder lächerlichsten Outfit ganze Tage vertrödeln. Es gibt eben keine größere Demütigung, als von einem Akuma in Taucheranzug besiegt zu werden….
 

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Womit wir bereits beim Roster wären, dass über 30 Charaktere zur Auswahl hat.
Unter anderem auch den teuflischen Akuma - bekannt aus der Street-Fighter-Serie von Capcom. Im November gesellt sich ebenfalls noch SNK-Boss Geese Howard dazu. An Langeweile ist also nicht zu denken.
 
Untermalt wird das ganze Spiel von den Tekken typischen schrillen Techno- und Dubstep-Sounds. Wer für diese Art von Musik was übrig hat, wird den OST lieben. Wem die neuen Tracks zu wild sind, Heliport ist z.B. ein guter Kandidat dafür, kann sich in der Tekken Jukebox eine Auswahl von Tracks aus allen Tekken Spielen zusammenstellen und diese abspielen. Der glorreiche Tekken 3 Soundtrack ist auch mit an Bord. Optisch ist das Spiel ein wirklich gelungenes Paket. Tolle Sta-ges mit viel Interaktion und Details. Teilweise lassen sich Wände und Böden zerstören, wodurch man den Gegner runter schleudert. Mit der Anschaffung eines Arcade Sticks lässt sich das Spiel dann noch wie in der Spielhalle in Japan genießen.



Carmelo meint:

Carmelo

Aktuell befinden wir uns im Fighting-Game-Schlaraffenland. Tekken 7 ergänzt wunderbar das aktuelle Portfolio und ist für Tekken- bzw. Fighting-Game-Fans im Allgemeinen ein absolutes Muss! Wer bisher noch keine Gelegenheit hatte, 3D Fighting Games zu spielen, dem bietet Tek-ken 7 eine gute Möglichkeit für einen Einstieg. Ich jedenfalls lege es jedem ans Herz der für Fighting Games was übrig hat.

Positiv

  • Perfekte Einstiegsmöglichkeit für Neulinge
  • Viele verschiedene Spielmodi
  • Umfangreiches Roster

Negativ

  • Lange Lade- und Wartezeiten beim Onlinespielen
  • Gewöhnungsbedürftiger Soundtrack
Userwertung
8.5 3 Stimmen
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Forum
  • von mitsurugagaga:

    Kommt einer von euch Tekken 7 Spielern aus HH und hat Bock auf ne vor Ort Session?

  • von 108 Sterne:

    Lol, was für ein Scheiß.

  • von Kyo:

    wird gekauft

Insgesamt 184 Beiträge, diskutiere mit
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