Styx: Shards of Darkness - Viele Wegen führen zum Ziel

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Wer hätte das gedacht? Ein kleiner, mieser Goblin hat sich mit bislang zwei Spielen so etabliert, dass es jetzt ein drittes Game gibt. Die Rede ist von Styx, der mit Shards of Darkness sein nunmehr drittes Abenteuer erlebt.

Styx_Shards_of_Darkness_neXGam_6Dabei ist Styx ein launiger Protagonist. Er ist kein strahlender Held, sondern mehr eine Art Anti-Held. Jemand, der mehr seine eigenen Bedürfnisse im Sinn hat, anstatt die der Gemeinschaft. Er ist klein, grün und gemein! Und man wird ihn deswegen mögen.
 
Das Spiel findet in einer düsteren Fantasy-Welt statt, im wahrsten Sinne des Wortes. Rassismus ist quasi allgegenwärtig und vor allem auf die Goblins ausgerichtet, einer Spezies, die erst vor kurzem auf der Bildfläche erscheinen sind. Was es damit auf sich hat, erfährt man, wenn man den Vorgänger Master of Shadows gespielt hat.
 
Allerdings muss man auch betonen, dass die Story, beziehungsweise die Präsentation dieser nicht eben zu den starken Seiten des Spiels zählt. Sie ist existent, um es mal so zu formulieren. Aber mehr eben nicht. Denn es gibt Designschnitzer, wie zum Beispiel, dass man längst nicht auf so viele Goblins trifft, wie uns der Plot eigentlich glauben lassen möchte.
 
Styx_Shards_of_Darkness_neXGam_7Genau wie der Vorgänger ist Shards of Darkness ebenfalls ein Stealth-Game. Wer versucht, mit Gewalt sich durch die Levels in diesem Spiel zu kämpfen, der wird schnell feststellen, dass man auf diese Art und Weise sehr schnell ins Gras beißen kann. Denn die Feinde sind oftmals stärker als man selbst. Schließlich ist Styx nicht der Oberkrieger vorm Herren.
 
Stattdessen kommt es darauf an, dass man sich Zeit nimmt. Dass man erst beobachtet und dann agiert. Dass man sieht, wie die Feinde umhergehen, wie ihre Routen liegen und was sie machen. Hat man dies getan, dann kann man agieren. Vorher wird man aller Voraussicht nach ins Gras beißen.
 
Wobei die KI selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad alles andere als leicht ist. Im Gegenteil: Sie agiert unbarmherzig. Ein Fehler, ein falscher Lärm zur falschen Zeit und sie ist alarmiert und macht gnadenlos Jagd auf einen.
 
Styx_Shards_of_Darkness_neXGam_9Zum Glück gibt es mehr als genug Mittel, um eine solche Situation zu vermeiden. Man kann Leichen in nahegelegenen Truhen verstecken oder sie in den Abgrund werfen. Man kann sich ebenfalls in diesen verstecken und jederzeit daraus heraus zuschlagen. Oder aber man kann dafür sorgen, dass eine störende Fackel aus der Entfernung gelöscht wird.
 
Gleichzeitig kann man in seinem limitierten Inventar diverse Items mit sich herumtragen, die dafür sorgen, dass das Vorankommen leichter ist. So kann man Sand für die Fackeln tragen. Oder Pfeile, mit denen man Gegner aus der Distanz erledigen kann. Jedoch kann man nicht allzu viel mit sich herumtragen. Denn nicht nur ist der Platz selbst begrenzt. Die maximale Anzahl eines Gegenstands, den man mit sich führen kann, ist ebenfalls limitiert.
 
Die Levels bestechen dadurch, dass es viele Weg zum Ziel gibt. Es gibt dementsprechend auch viel zu tun, auch wenn manchmal die Zielführung nicht eben eindeutig ist. Wiederholt kann es passieren, dass der Zielpfeil einem zu einem Hindernis führt, wo man erstmal nicht weiterkommt. Oder wo das gewünschte Objekt gar nicht existent ist.
 
Styx_Shards_of_Darkness_neXGam_4Ebenso ist auch die Steuerung etwas missglückt. Es verlangt teilweise viel Fummelarbeit, um einen Körper richtig zu verstecken. Ebenso kann es auch vorkommen, dass man mitten im Sprung danebengreift, obwohl man eigentlich hätte meinen können, dass man es gegriffen hätte. Hier ist das Timing stellenweise etwas… daneben.
 
Die Grafik ist passabel. Vor allem in den Cutscens kann sie nicht überzeugen. Da wirken vor allem die Gesichtsanimationen sehr roboterhaft und steril.
 
Wer neue Stealth Action sucht, der kann Styx: Shards of Darkness kaufen. Der Rest sollte sich einen Kauf nochmal überlegen.
 
 
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