Mothergunship im Test

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Was will man von einem Spiel erwartet, dass sich selbst Mothergunship nennt? Eine Fetzengaudi! Wenn man bedenkt, dass das Game von den Machern von dem Indiehit Tower of Guns kommt, dann kann man sich bereits denken, woher der Wind weht. Grund genug für uns auch mal reinzuschauen, um die Mutter aller Raumschiffe zu erledigen.

Mothergunship-02Die Story ist relativ marginal gehalten, aber immerhin vorhanden. Eine Reihe feindlich gesinnter Sternenschiffe ist in den Orbit eingedrungen und bedrohen die Menschheit. Eine kleine Gruppe Söldner hat sich jedoch die Aufgabe gemacht, den Eindringlingen Einhalt zu gebieten. Natürlich ist da der Spieler mit von der Partie. Zunächst wird in einem kleinen Einführungslevel die eigenen Fähigkeiten auf die Probe gestellt und das Gameplay an sich erklärt. Wer eben erwähntes Tower of Guns einmal spielte, der wird sich auch schnell einfinden.
 

Das Spielprinzip ist einfach erklärt. Mothergunship ist ein First Person Shooter mit Roguelike Elementen. In den Levels entert man als Spieler ein Raumschiff und bewegt sich in diesem vom Raum zu Raum, wobei jeder dieser zufällig generiert vom Spiel wird. Es gibt auch hin und wieder Abzweigungen, die den Gamer die Wahl lassen, wohin man laufen möchte. Das Kernstück ist aber das Arbeitsgerät, seine Waffe, mit der man auf die Feinde ballert. Diese kann selbst zusammengebaut und bestückt werden. Dazu verwendet man zum einen Bauteile, die man aus seiner Basis mitnimmt sowie Teile, die man unterwegs kaufen kann anhand der Münzen, die man für das Erledigen der bisher getroffenen Gegner erhält.
 

Mothergunship-05Beim Bauen der eigenen Waffe sind kaum Grenzen gesetzt, zumindest optisch. Das Einzige, worauf das Spiel besteht, ist, dass der Lauf nach vorne zeigt. Ansonsten müsst ihr nur auf die Energie achten, denn verwendete Läufe brauchen einen bestimmten Wert an Energie und Platz. Ist dieser durch die Verbindungsstücke nicht gegeben, so muss am Design gefeilt werden. Nach einigen Missionen wächst so die eigene Schusswaffe nicht nur am erzeugten Schaden, sondern ebenso an Größe und so entstehen wunderbar wuchtige Kanonen, die man im Doom-Jargon wirklich also Big Fucking Gun bezeichnen würde. Allerdings schlägt auch hier das Roguelike Element zu, denn stirbt man innerhalb eines Levels, so ist die Waffe verloren und es muss von neuem gebaut werden.

Zu Beginn setzt ihr gefundene Teile nur so aneinander, wie ihr sie bekommt. Doch bereits nach einigen Levels erhaltet ihr so viel Komponenten und Möglichkeiten, dass ihr anfangt, eure Wummen zu optimieren, wo es nur geht. In den ersten Levels wirkt es noch seltsam, wenn bei fast jedem zweiten Raum sich ein Shop befindet, in dessen Craftingbank an seinen Waffen feilen kann. Je weiter man allerdings kommt, desto willkommener werden diese Momente, in denen man minutenlang an seinen Schussgeräten bastelt. Die Auswahl reicht von klassischen Schrapnellgeschossen bis hin zu Sägezahnblättern, garniert mit Modifikatoren wie Gesundheitsregeneration und Ähnlichem lassen sich da einige Sachen basteln, die euch auf eurem Weg helfen werden.
 

Mothergunship-06Anfangs beginnt das Spiel eher gemächlich und lässt einem Zeit den Spielablauf und die Steuerung kennenzulernen. Gelangt ihr zu den höheren Levels, wird allerdings ein wahrer Bullet Hell Shooter daraus, der alles von euch abverlangen wird. Zudem dürft ihr euch in verschiedenen Spielmodi beweisen, wie etwa einem Endless Mode. Woran es aber nicht fehlen wird, ist am Spaß. So ist seit einem kürzlichen Update auch ein Spiel im Coop möglich ist, dass dem Ganzen noch einmal die Krone aufsetzt. Vor allem beim Storydurchlauf zu zweit kommt eine Menge Spaß auf und ist sehr motivierend. Nur blöd, wenn einer auf den anderen warten muss, weil der gerade noch an seiner Wumme feilt. Was zusätzlich negativ auffällt, ist, dass man zu wenig Feedback erhält, wenn man selbst von einem Projektil getroffen wird. Vor allem wenn später einem die Kugeln nur so um die Ohren fliegen, bekommt man zu selten mit, wie schwer man schon verwundet ist, da man zumeist beschäftigt ist, den vielen Geschossen auszuweichen. Hier hätte ich mir dann mehr Klarheit durch Controllervibration, eine Anzeige oder sogar ein Tonsignal gewünscht.



Michael meint:

Michael

Meine Herren! Was haben Terrible Posture Games da für einen Cocktail zusammengemixt? Im Grunde eine konsequente Weiterentwicklung von Tower of Guns, dass nicht viel falsch macht. Spielerisch motivierend und mit einem Storymodus ausgestattet, den man nach dem Update auch zu zweit im Coop antreten kann. Das sind die Zutaten aus dem ein gutes Ballerspiel generiert werden. Wer also Lust hat, seine eigene Waffe zu erstellen und haufenweise Feinde zu erlegen, der sollte auf jeden Fall bei Mothergunship reinschauen!

Positiv

  • verschiedene Spielmodi
  • Roguelike Elemente erhalten die Abwechslung
  • Story im Coop spielbar

Negativ

  • in späteren Levels durchaus hektisch
  • manchmal merkt man nicht, wenn man dem Tode nahe ist
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Forum
  • von Civilisation:

    Michael hat sich mit der Mutter aller Gunships beschäftigt. Mothergunship Was will man von einem Spiel erwartet, dass sich selbst Mothergunship nennt? Eine Fetzengaudi! Wenn man bedenkt, dass das Game von den Machern von dem Indiehit Tower of Guns kommt, dann kann man sich...

  • von Phill XVII:

    Hoffentlich hat es diesmal ne Platin.

  • von Mistercinema:

    Sold Out kündigt zusammen mit Terrible Posture Games und Grip Digital die Veröffentlichung der Disc-Version des Bullet-Hell First-Person Shooters MOTHERGUNSHIP auf Konsole für 2018 an. MOTHERGUNSHIP ist der spirituelle Nachfolger des Spiels Tower of Guns aus dem Jahr 2014 und wird für...

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