V-Rally 4 im Test

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Manchmal kommen sie wieder. Das gilt nicht nur für die Untoten in hiesigen Horrorfilmen, sondern ebenso wiederholt für verschiedene Spieltitel. Neuerdings geschehen mit V-Rally, dass sein letztes Lebenszeichen auf einer Konsole im Jahre 2003 gab. Mit V-Rally 4 wollen Kylotonn und Big Ben die Marke erneut aufleben lassen und den Spielspaß bieten, den die Reihe auch früher dargeboten hat. Kann der alte Bekannte dem Genreprimus DiRt Rally den Rang ablaufen?

V-Rally-4-14Entwickler Kylotonn kennt man in den vergangenen Jahren durch ihre WRC Versoftungen, sind also keine Unbekannten im Rallyegenre. Gerade der letzte Teil WRC 7 hatte mich ja im letzten Jahr sehr überzeugt, so war ich gespannt, wie der neue Teil von V-Rally sich spielt. Der Vorteil an der unterschiedlichen Marke ist, dass man fernab der offiziellen Rallyesaison einfach mal neue und alternative Strecken bieten kann. Aber auch hier führt uns unser Weg an alle Ecken der Welt, von den staubigen Wüsten Kenias, über den tropischen Regenwald Malaysias bis hin zum eisig kalten Straßen Sibiriens. Zunächst wird man allerdings aufgefordert eine Einführungsrunde zu drehen, damit das Spiel seine eigenen Fähigkeiten einschätzen und dementsprechend die Fahreinstellungen festlegen kann. Ist dies erledigt, führt uns eine Agentin in den Anfang der Spielerkarriere ein.

Diese beginnt mit der Weltkarte, auf der wir die verschiedenen Rennen auswählen können, die derzeit angeboten werden. Neben klassischen Rallyes findet ihr dort auch Buggyrennen, Bergrennen und so genannte Extreme-Khanas, angelehnt an die von Ken Block erschaffenen Gymkhana Events. Bei diesen könnt ihr allerdings nur teilnehmen, sofern ihr ein passendes Auto im Fuhrpark habt. Zu Beginn besitzt ihr nur ein einfaches Rallyecar, um entsprechenden Rallyerennen beizutreten. Die Rennevents werden anhand von Sternen nach ihrer Schwierigkeit eingruppiert, da ihr aber zu Anfang ein eher lahmes Gefährt habt, solltet ihr nicht mit allzu guten Ergebnissen rechnen. Wie in Rallys üblich fahren die Fahrer unabhängig voneinander eine Strecke ab, die in mehrere Sektionen eingeteilt ist. Nach jedem Streckenteil erhaltet ihr Informationen über euren derzeitigen Stand und der schwankt seltsamerweise ziemlich. So geschah es häufiger, dass ich erst 20 Sekunden zurücklag, um wundersamerweise beim nächsten Checkpoint dann zwei Sekunden in Führung zu liegen. Dasselbe Phänomen geht aber auch andersrum, so dass man als Spieler hin und wieder fluchen und das Event neu starten muss, um ein für sich adäquates Ergebnis zu haben.

V-Rally-4-09Löblicherweise lässt sich aber der Schwierigkeitsgrad stufenlos einstellen, was sich aber auch an den Renngewinnen widerspiegelt. Manche Events mit höherwertigen Sternen lassen sich gar nicht in der Schwierigkeit anpassen, sondern nur schwerer machen, was vor allem zu Beginn doch eher abzuraten ist. Ähnlich wie in DiRt Rally kann man hier ebenfalls einen Mechanikerstab anheuern, der sich um Upgrades und die Reparaturen des eigenen Fahrzeugs kümmert. Dieses verlangt selbstredend jede Woche seinen Sold und so muss man immer die Balance mit seinen Einnahmen und Ausgaben halten, dass man jederzeit natürlich haushalten kann. Je nach Spezialisierung des Teams lassen sich Updates mehr oder weniger schnell freischalten. Neben den klassischen Karriererennen habt ihr ebenso die Möglichkeit in verschiedenen Onlineveranstaltungen sein Talent zu beweisen. In diesem asynchronen Mehrspielermodus können Spieler innerhalb einer bestimmten Zeitspanne Events fahren und erhalten danach je nach Platzierung eine Prämie, um ihren Kontostand aufzubessern. Genauso dürft ihr auch im klassischen Mehrspieler in allen unterschiedlichen Renntypen gegeneinander antreten.

Die Technik in den Rennen ist anfangs gewöhnungsbedürftig, da das Auto sich etwas schwammig fährt und nur schwer steuern lässt. Dies ist vor allem auf das vorher erwähnte Upgradesystem zurückzuführen und nach etwas Eingewöhnungszeit geht das Fahren gut von der Hand. Optisch haben die verschiedenen Umgebungen aber definitiv seine Reize und V-Rally 4 bietet vor allem eine enorme Weitsicht. Leider läuft das Spiel nur in 30 FPS und hat mit gelegentlichem Tearing zu kämpfen auf der klassischen Xbox One, aber dennoch weiß die Optik zu gefallen. An den Genreprimus DiRt Rally reicht diese aber nicht heran, dafür ist das Simcade Gameplay deutlich eingängiger und so auch für Einsteiger eher geeignet.

 

 

Michael meint:

Michael

Der DiRt Rally Killer ist Kylotonn erneut nicht geglückt, allerdings ist es eine konsequente Weiterentwicklung aus den Erfahrungen der neuerlichen WRC-Teile. Zwar gibt es einige Dinge, die zu Beginn gewöhnungsbedürftig sind wie die Überempfindlichkeit der Steuerung und der grausame Soundtrack, doch von der Substanz her ist das Spiel sehr motivierend und auch gut umgesetzt. Die verschiedenen Eventtypen bringen die nötige Abwechslung im Gameplay und liefern so die nötige Langzeitmotivation. Ebenfalls machen die Onlinemodi Spaß, um in den Rennen asynchron gegen andere Mitspieler anzutreten. Auf jeden Fall ist V-Rally 4 eine gelungene Weiterführung der V-Rally Reihe.

Positiv

  • abwechslungsreiche Strecken und Terrains
  • vier verschiedene Renntypen
  • diverse Onlinerennen

Negativ

  • gelegentliches Tearing auf den Grundkonsolen
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Forum
  • von BlackLion:

    ich find die Fahrzeugauswahl reizvoll deshalb werde ich es mir gebraucht günstig kaufen

  • von vaddi:

    Iwie schon..naja Rally leider seit Dirt Rally nix mehr gutes auf den Markt gekommen...

  • von Retrorunner:

    War zu erwarten: 59% metacritic.com/game/playstation-4/v-rally-4 V-Rally 4 is worst than the previous game developed by Kylotonn Studios. It mixes every competition inside the career mode, creating a lot of confusion in the player's mind. The graphics are outdated and driving...

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