Call of Duty Black Ops IIII im Test

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Während Call of Duty: Black Ops III im Singleplayer eine mehr als gute Figur zeigte, verzichtet der Nachfolger auf eine Einzelspielererfahrung mit Bombastfaktor und bietet statt dessen Multiplayer pur.

ops_5Allein die Ankündigung, dass das folgende Call of Duty keine Singleplayerkampagne erhalten würde, kam bei den Fans nicht gut an. Schließlich gehörte diese bisher zu den Markenzeichen der Serie und niemand wollte ihn missen. Doch mit der jetzigen Richtung, die Treyarch einschlug, kamen Unkenrufe dass der klassische Einzelspielermodus Tod sei. Ich persönlich glaube, dass die Entwickler einfach mal was anderes ausprobieren wollten, um aus dem bekannten Muster, das die Serie jetzt so lange begleitet, auszubrechen. Und obwohl der Fokus von Black Ops IIII vorrangig auf dem Mehrspielermodus liegt, ist doch eine kleine Kampagne vorhanden. Diese entdeckt man unter der Bezeichnung Specialist HQ, das als ein ausführliches Tutorial fungiert, welches euch die spielbaren Figuren vorstellt und alle Mehrspielermodis erläutert. Zudem findet sich auch eine minimale Hintergrundgeschichte wieder, die in Rendersequenzen bzw. Audiologs erzählt wird. Neben dem Ausprobieren der vielschichtigen Spezialfähigkeiten aller Charaktere, durchlauft ihr außerdem kurze Mehrspielermatches die ihr in Begleitung von Bots wahrnehmt. Nach gut drei Stunden Spielzeit seit ihr bereit, es gegen den Rest der Welt aufzunehmen. Der Onlinemodus ist in folgende Bereiche eingegliedert: Dem allseits bekannte Mehrspielermodus, dem Zombie-Modus sowie eine brandneue Battle-Royal-Erfahrung, die auf den Namen Blackout hört.

Solltet ihr verschiedene Vertreter der Gattung Fortnite schon gespielt haben, werdet ihr euch gleich wie zuhause fühlen. Mit eurer Spielfigur springt ihr aus einem Flugzeug ab und sucht einen Landeplatz, um dort nach Loot und Waffen zu suchen. Früher oder später trefft ihr andere Spieler, diese sind euch meist feindlich gesinnt. Wollt ihr nicht allein unterwegs sein, könnt ihr vor dem Matchbeginn in einem zweier- oder Vierer Squad abspringen, was außerdem auch viel mehr Spaß macht. Ist man den klassischen Mehrspielermodus von Call of Duty gewöhnt, muss man die Battle Royal-Variante erst ein bisschen verinnerlichen da sich die Spielgeschwindigkeit und das Movement anders anfühlen. Das Waffenverhalten ist zum Glück unverändert. Ich als Battle Royal-Anfänger, war trotzdem über den leichten Einstieg den der Spielmodus mir vermittelte angetan und wusste nach ein paar Minuten, was ich zu tun hatte und wie ich am besten überlebe. Das macht genau wie PUBG und Co. sehr viel Spaß und jedes neue Match bietet chaotische Situationen mit allerlei Spannung, weil ihr eben nur ein Leben zur Verfügung habt.

ops_3Wenn ich unterm Strich was an Blackout zu bemängelt hätte, ist es das Zufallsprinzip welches in dem Spielmodus gang und gäbe ist. Da Waffen und Items zufallsgeneriert verteilt werden, kann es ab und an passieren, dass ihr nichts brauchbares findet und schnell als Kanonenfutter endet. Der klassische Mehrspielermodus von Black Ops IIII ist ,wie man es auch nicht anders erwarten kann, großartig. Eine große Anzahl unterschiedlicher Spielmodis stehen zur Auswahl, so dass ferner jeder onlinebegeisterte Spieler seinen Liebling finden wird. Das Handling und die Spielgeschwindigkeit ist schon durch die vielen Jahre, seit es die Serie gibt, ein felsenfestes Konstrukt mit guter Technik. Sprich die Server sind im tadellosen Zustand, der Netzcode ist ausgereift und das Balacing recht gut. Die unterschiedlichen Spielfiguren mit ihren Spezialmanöver sorgen für mehr Teamplay, wobei ich persönlich der Meinung bin, dass das Aufladen dieser Fähigkeiten zu langsam vonstattengeht. Aber dies ist nur mein subjektives Empfinden.

Das Erfahrungspunktesystem sorgt natürlich erneut dafür ,das man die Motivation nicht verliert. Denn je nach Levelaufstieg kommt man zu neuen Waffen und Gadgets. Kritik verdient das Matchmaking, welches euch recht oft unter hochrangigen Spielern platziert, wo man als Anfänger sofort überrollt wird. Doch sowas lässt sich in den nachfolgenden Patches bestimmt beheben. Apropos Erfahrungspunktesystem: Dieses funktioniert nicht universell im Blackout-, Zombie-, und dem klassischen Mehrspielermodus, sondern ist voneinander getrennt. Der Zombie-Modus, der auch eine große Fangemeinde besitzt, ist als letzter großer Spielmodus eine nette Dreingabe. Doch trotz gut gemachtem Tutorial verprellt dieser wegen überladener Features Anfänger komplett. Hier brauch man mehr Einarbeitungszeit. Wer diesen ausprobieren möchte oder Map-Kenntnisse erlangen will, ohne ständig im Onlinemodus angeschnauzt zu werden, kann fähige Bots hinzuschalten, die einen unterstützen. Diese agieren zwar nicht perfekt, aber kaufen selbstständig Waffen, öffnen Türen um neue Durchgänge zu schaffen oder heilen euch, falls ihr zu Boden gegangen seid.

Technisch basiert Black Ops IIII immer noch auf der alten IW-Engine, die einfach nicht mehr zeitgemäß wirkt. Zwar laufen alle Matches mit flüssigen 60 Bildern pro Minute, doch karge Texturoberflächen, und recyclete Animationen aus den Vorgängern muten eher wie ein Guter gebrauchter anstelle eines Neuwagens an.
 

Dominic meint:

Dominic

Das fällt kurz und knapp aus. Call of Duty Black Ops IIII ist ein nette Sammlung für Mehrspielerpuristen. Obwohl der Blackout-Modus sich anfangs wie ein Fremdkörper anfühlt, macht dieser recht schnell Laune und das sonst bekannte Onlinepaket was die Serie über die Jahren stark machte ist erneut einen Kauf wert und kann für Wochen beschäftigen. Aber bitte liebe Entwickler, mustert endlich die Grafikengine aus.

Positiv

  • Viele Spielmodis
  • Sehr gutes Tutorial
  • Blackout-Modus

Negativ

  • Grafik veraltet
  • Kein perfektes Matchmaking
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8.8 2 Stimmen
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Forum
  • von Gyaba:

    Alles klärchen,hast ja noch Zeit ...

  • von Uroko Sakanabito:

    jepp PS4 -Fujitsu Towns muss mir aber noch n Headset besorgen...

  • von Gyaba:

    Zockst du es auf der PS4? Ab kommenden Montagnachmittag hätte ich Zeit und Bock ...

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