Monster Hunter Generations Ultimate im Test

Nachdem die Monster Hunter Reihe mittlerweile einige Jahre auf Nintendo Plattformen ihr Dasein fristete, gab es mit Monster Hunter World die nächste Evolutionsstufe auf den PlayStation 4 und Xbox One Konsolen. Hier wurde das Spielprinzip stark umgekrempelt und auch entschlackt, um Neueinsteigern das Spiel schmackhafter zu machen. Herausgekommen ist der meist verkaufte Teil der Serie. Fällt es einem da schwer auf der Nintendo Switch mit Monster Hunter Generations Ultimate anscheinend einen Schritt zurückzumachen?

Monster-Hunter-Generations-Ultimate-07Der Name des Spiels sollte euch wohl bekannt vorkommen, erschien doch bereits vor knapp drei Jahren Monster Hunter Generations für den 3DS in Europa. Dieser Teil war eine Art Best of, aber zeigte schon erste Ermüdungserscheinungen bei mir, wie ihr in  meinem damaligen Test nachlesen könnt. In Japan wurde das Jahr darauf eine erweiterte Fassung mit dem Titel Monster Hunter Generations XX (Double Cross) herausgebracht, dass allerdings bei uns nicht veröffentlicht wurde. Zumindest bis jetzt! Denn diese Erweiterung kam in Japan auch für die Nintendo Switch heraus und dieses liegt uns jetzt als Monster Hunter Generations Ultimate vor. Kompliziert nicht wahr?
 
Auf die Basics des Spiels gehe ich nicht mehr ein, dass tut mein damaliger Test. Viel wichtiger ist jedoch, ob sich ein erneuter Kauf lohnt? Grundsätzlich weiß jeder Veteran der Reihe, dass ein gewisses Recycling mit zum guten Ton gehört. Man denke da an die in Europa erschienenen PSP-Teile, Monster Hunter Freedom. Dort war Monster Hunter Freedom Unite ein vergleichbares Gesamtpaket mit zusätzlichen Umgebungen und neuen Monstern und ähnlich verhält es sich ebenfalls hier mit Monster Hunter Generations Ultimate. Sehr praktisch ist auch, dass sich der Spielstand vom 3DS über eine App aus dem Nintendo eShop auf die Nintendo Switch übertragen lässt. Das erspart einem das anfängliche Grinden von Materialien und den Abschluss der ersten Sammelmissionen, die zwar für Einsteiger super sind, um die Gameplaymechaniken kennenzulernen, für alte Hasen aber oftmals als eine Bürde erscheinen.
 
Monster-Hunter-Generations-Ultimate-01Seid ihr in der Stadt angekommen, begrüßt ihr erneut alle Dorfbewohner, wie wenn ihr nach einer monatelangen Reise wieder nach Hause kommt. Allerdings seit ihr in Monster Hunter Generations Ultimate, wie auch auf dem 3DS schon, nicht nur in einem Dorf unterwegs. Ihr müsst stattdessen die Bewohner von vier Dörfern unterstützen sich gegen einen Drachenältesten zu erwehren, da jedes von ihnen von einem unterschiedlichen heimgesucht wird. Dazu erfüllt ihr nach und nach Missionen, um eure Ausrüstung zu verbessern und schließlich den Drachenältesten gegenüberzustehen. Dabei bot das Spiel auf dem 3DS eine Vielzahl von Aufträgen und eine große Anzahl an Ungeheuern. Diese wurden in der Ultimate Fassung noch einmal erweitert und diesmal dürfen sich Fans ebenfalls auf den beliebten G-Rang freuen, in dem ihr besonders gefährliche Varianten der Großmonster erlegen müsst. So ergibt sich die größte Riege der Großmonster, die es bisher in einem Monster Hunter Titel gab, wovon zwei sogar exklusiv in Generations Ultimate sind. Zusätzlich gibt es jetzt auch spezielle Attacken je nach Kampftechnik, die man ausgewählt hat. Hier füllt sich eine Leiste während des Kampfes und sobald diese gefüllt ist, kann man auf Knopfdruck einen mächtigen Spezialangriff vom Stapel lassen.
 
Spieler, für die Monster Hunter World die erste Spielerfahrung mit der Reihe gehabt haben, werden es aber schwer haben und einige Komfortoptionen vermissen, die es früher in der Reihe einfach so nicht gab. Ihr müsst noch selber Buch führen, welche Teile ihr noch benötigt, um ein gewisses Ausrüstungsteil zu basteln, wiederholt auch mal online in einem Wiki nachschlagen, wie ihr ein bestimmtes Material bekommt und ebenso Gegenstände in eine Quest mitführen, die man bei World noch automatisch dabei hatte. So wird einigen die Umstellung schwer fallen, sogar ich brauchte ein, zwei Quests um mich auf das Gameplay erneut einzulassen, doch sobald man wieder drin ist hat einen das Fieber wieder gepackt. Natürlich lassen sich auch alle Quests gemeinsam mit anderen Jägern angehen entweder Lokal oder über das Internet. Hier setzt man aber weiterhin auf das Lobbysystem, so dass ihr einer Lobby beitretet oder selbst erstellt und einer der Spieler am Questbrett eine Mission erstellt, denen die anderen beitreten können.

Monster-Hunter-Generations-Ultimate-09Technisch ist das Spiel solide an die Switch angepasst worden. Optisch erstrahlt es auf dem Fernseher in einer Auflösung von 1080p und ich meine, dass auch die Hintergrundmusik verbessert wurde. Jedoch sieht man dem Game vor allem auf dem Fernseher die Herkunft vom 3DS an. Man profitiert von der höheren Auflösung, allerdings sind die Monstermodelle zum Teil kantig und vor allem die Spielsymbole der Karte und im Inventar wirken fast wie im Pixellook. Das wirkt anfangs etwas befremdlich, das wir aber kein vollständiges Remaster bekommen, war abzusehen. Spielerisch ist es dennoch toll und es kam beim Test auch zu keinerlei Verbindungsabbrüchen online.



 

Michael meint:

Michael

Monster Hunter Generations Ultimate ist genau das, was ich ebenfalls erwartete. Die volle Packung des, ich sage es mal so, klassischen Monster Hunter Spielprinzips. Das bereits vollgepackte Generations gibt es jetzt mit neuen Monstern, G-Rang und zusätzlichen Kampftechniken und machen das Spiel zur ultimativen Monster Hunter Erfahrung für das klassische Gameplay, das auch perfekt auf die Switch passt. Definitiv ein Must Have für Nintendos Konsole!

Positiv

  • die bisher größte Anzahl an Monstergegnern
  • Spielstand vom 3DS übertragbar
  • alle DLCs inkludiert

Negativ

  • teils kantige Polygonmodelle
  • Optik der Zeichnungen sehr pixelig
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Forum
  • von Civilisation:

    Unser Spezialist für alles, was Monster angeht, Michael, hat sich Monster Hunter Generations Ultimate angesehen. Hier seine Meinung. Monster Hunter Generations Ultimate Nachdem die Monster Hunter Reihe mittlerweile einige Jahre auf Nintendo Plattformen ihr Dasein fristete, gab es...

  • von Captnkuesel:

    Spiele eigentlich jeden Tag.

  • von Phill XVII:

    Wäre auf jeden Fall gut einen Veteranen dabei zu haben. Cormac ist nutzlos. Denke mal so morgen Abend....

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