Space Invaders Forever im Test

PlayStation 4Xbox One

Space Invaders, ein Name, der vor gut über vier Jahrzehnten für Furore sorgte. Videospieler aus aller Welt zog es damals noch in die Arcadehallen und Taito verdiente sich eine goldene Nase mit dem Titel. Das waren Zeiten, für die ich bedauerlicherweise zu jung bin. Natürlich sind die 40 Jahre auch nicht spurlos an der Serie vorbei gegangen, denn um mit dem Trend der Videospielindustrie mitzugehen,  musste sich der Shooter immer wieder neu erfinden. Space Invaders Forever zeigt drei Beispiele davon.

space_invaders_forever_3Wer jetzt glaubt, mit dem Namen ‚‚Forever‘‘ eine Zusammenstellung aller vorhandenen Ableger der Serie zu bekommen, muss ich leider enttäuschen, denn hier finden sich nur drei Spiele. Als Erstes, und mein Hauptgrund sich diese Sammlung anzuschaffen, ist Space Invaders Extreme. Dieser Shooter aus dem Jahr 2008 sollte damals den dreißigsten Geburtstag der Serie feiern und das auf eine formidable Art. Der sowohl für den Nintendo DS als  auch für die Playstation Portable erschienen Titel war ein echter grafischer und audiovisueller Adrenalinkick. Natürlich galt es immer noch die Außerirdischen vom Himmel zu schießen. Hierbei waren diese farblich unterschiedlich und je nach dem wie viele gleichfarbige Invaders man erledigte, gab es verschiedene Waffensysteme, die man nutzen konnte. Zusammen mit der Musik, dem interaktiven Hintergrund und dem flotten wellenartigen Gameplay war dies eine neue Erfahrung. Schoss man ein buntes Ufo ab, landete man in einer Bonusrunde, in der es galt, unterschiedliche Aufgaben zu lösen, die meist darin bestanden innerhalb eines kurzen Zeitlimits Feinde zu erledigen. Hat man das geschafft, wechselt das normale Spiel in den Fever-Modus und mit einer starken Waffe mit Dauerfeuer ballerte man alles über den Haufen, was bei drei nicht auf dem Baum war.

Die Version, die nun auf der Switch gelandet ist, beruht auf der Steamversion, welche schon 2018 erschien, und natürlich spielt sich der Spaceshooter immer noch hervorragend. Das zweite Spiel hört auf den Namen Space Invaders Gigamax 4 SE und erblickte auch 2018 das Licht der Welt. Obwohl der Name großes suggeriert ist es eigentlich schlicht Space Invaders mit einem 4-Spielermodus. Dieser ist bewusst recht Retro gehalten und als Einzelspielererfahrung eine enttäuscht. Der Schwierigkeitsgrad ist so eingestellt, dass erst mit vier gleichzeitigen Spielern das Gameplay auch zu meistern ist, während man alleine schnell den kürzeren zieht. Neben dem typischen Abschießen der Außerirdischen steht immer wieder ein Bosskampf an der Tagesordnung der durch ein Zeitlimit begrenzt ist. Im Einzelspielermodus ist dieser in der vorgegebenen Zeit nie zu schaffen aber dank unendlicher Continues machbar. Ein bisschen Spaß kommt erst auf wenn man ein paar Mitstreiter an der Seite hat. Dann kann man seine Schusskraft im Endkampf bündeln indem man die Geschütze gemeinsam verbindet und zeitgleich feuert. Doch noch gut 20 Minuten hat man diesen Shooter durchgespielt und viel gibt es bis auf Online-Ranglisten hier auch nicht zu sehen.

space_invaders_forever_6Das letzte Schmuckstück ist Arkanoid vs. Space Invaders, welches ein Port für Android und iOS darstellt. Bedauerlicherweise ist dieser Shooter nur im Handheldmodus spielbar und dann nur, wenn man das Display vertikal hält. Die Prämisse ist recht einfach. Mit dem Finger steuert man in typischer Arkanoid-Gameplay sein Schiff und auf dem oberen Teil des Bildschirms findet man Invaders, die man innerhalb des Zeitlimits erledigen muss. Diese feuern aus allen Rohren und ihre Projektile könnt ihr blocken und auf die Feinde zurückschleudern. Natürlich dürfen die Blöcke aus Arkanoid nicht fehlen die euch je nach Level im Weg stehen. Selbstredend fallen Powerups nach unten die ihr aufnehmen sowie Münzen, die man vor jedem Matchbegin für Spezialmanöver ausgeben kann. Auch läst sich aus einem Pool von 40 Charaktere eine Figur wählen, die jeweils mit unterschiedlichen Skills brillieren. Langzeitmotivation ist hier im Gegensatz zu den anderen beiden Titeln vorhanden denn bis man das Ende von Arkanoid vs. Space Invaders sieht, muss man sich durch 150 Levels ballern.

Abgesehen davon das alles drei Titel Online-Ranglisten unterstützen, gibt es sonst keine Bonis in dieser Sammlung, die hervorstechen. Hier muss man sich die Frage stellen, für wenn diese 30 Euro teure Kompilation nun sein soll. Zudem bin ich von der grafischen Umsetzung von Space Invaders Extreme nicht ganz überzeugt. Während Figuren, Bildrahmen und Schrift recht hoch aufgelöst wirken, ist der interaktive Hintergrund, als hätte man ein 480p-Video auf Full HD aufgeblasen. Außerdem stört mich persönlich, das Arkanoid vs. Space Invaders nur im Handheldmodus spielbar ist. Ich denke, die Entwickler sind hier den leichteren Weg gegangen und haben nur einen einfachen Port vollzogen ohne viel Aufwand zu betreiben.
 

Dominic meint:

Dominic

Für wenn diese spärliche Kompilation nun gedacht ist, wissen wohl nur die Entwickler. Für echte Space Invaders-Fans wird hier eindeutig zu wenig und auf zu lieblose Weise präsentiert, während Neulinge mit der Auswahl der Titel auch nicht glücklich werden. Seht ihr das Spiel auf dem Grabbeltisch, ist es allein für Space Invaders Extreme sein Geld wert.

Positiv

  • Space Invaders Extreme!!!
  • Online-Ranglisten

Negativ

  • Schlampige Umsetzung von Arkanoid vs. Space Invaders
  • Space Invaders Gigamax 4 SE nur im 4-Spielermodus interessant
  • Keine Extras
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