Paw Patrol Mighty Pups im Test

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Während die früher allgegenwärtigen Blockbusterversoftungen überwiegend im Nirgendwo verschwunden sind, erfreuen sich Umsetzungen von Kinderserien großer Beliebtheit. Insbesondere die Serien des Nickelodeon Senders sind häufig anzutreffen. Neben dem Aushängeschild „Spongebob Schwammkopf“ zählt die „Paw Patrol“ seit einigen Jahren zu den angesagtesten Marken.

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Mighty Pups: Rettet die Abenteuerbucht ist der neueste Eintrag in die Historie der Paw Patrol Versoftungen.

Dank eines Meteoriteneinschlags haben unsere 8 Fellknäule nicht nur allerhand zu tun, sie erhalten auch Superkräfte. So kurz und knapp läßt sich der Aufhänger der neuen Episode beschreiben.

Jede Mission beginnt im Hauptquartier der Truppe. Die einleitende Zwischensequenz ist dem Intro der TV Serie nachempfunden. Als Bonus gibt es die deutsche Original Stimme des menschlichen Anführers Ryder. Die tierischen Mitglieder der Paw Patrol bleiben, sehr zum Leidwesen der jungen Gamer, stumm. Unter dem Punkt „Haupteinsatz“ erfahrt ihr, was am nächsten Einsatzort zu tun ist und schon geht’s los.

Paw_Patrol_Nexgam_17Am Zielort angekommen legt ihr in einem Zweierteam los. Via Schultertasten könnt ihr jederzeit zwischen den beiden Hunden wechseln und so deren besondere Fähigkeit, sofern benötigt, einsetzen. Ansonsten geht’s in bester Jump n Run Manier, immer auf der Suche nach Hundeknochen und versteckten Abzeichen, durch die Levels. Mancherorts gilt es ein kleines Minispiel (Quicktimeevent der einfachsten Sorte) zu erledigen bevor es weiter geht. Zwischen den Jump n Run Missionen gibt es zur Abwechslung die ein oder andere Flugsequenz oder ihr fahrt mit einem Schneemobil über Straßen. Hier gilt es, Hundeknochen einzusammeln und Hindernissen auszuweichen. Im Falle der Schneemobillevel dürft ihr währenddessen, wie sollte es anders sein, Schnee wegräumen. Endbosse sucht ihr, abgesehen vom finalen Boss, vergebens. Genau genommen wartet ihr das komplette Spiel vergeblich auf das Erscheinen irgendwelcher böser Buben.

Was sich recht passabel liest, ist in der Realität nicht gerade des gelbe vom Ei. Zumindest wenn man das vierte Lebensjahr hinter sich gelassen hat. Die Level sehen auf den ersten Blick nett aus. Die Grafik ist sauber. Allerdings ist nicht viel los und das ganze ist wenig detailliert. Grafisch entspricht Paw Patrol Mighty Pups einem aufgehübschtem Spiel der PS2 Ära.  Abgesehen von der mauen Grafik gibt es ein paar kleinere, den Spielfluß nicht beeinträchtigende, Bugs. Clippingfehler an Felsen & Co. sind des Öfteren zu sehen.

Paw_Patrol_Nexgam_12Der Sound geht in Ordnung. Ihr werdet nonstop mit einer dezenten Musikuntermalung der Serie beschallt. Der Wiedererkennungswert für die Kleinen ist also sowohl Optisch als auch Akustisch gegeben. Ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt bei der Zielgruppe. Nerviger sind da schon Ryders Kommentare und Hilfestellungen. Diese helfen den Kleinen zwar zu Beginn des Spiels, nach der zwanzigsten Wiederholung hat das aber wohl jeder drei Jährige verstanden und braucht den erneuten Hinweis nicht.

Sterben ist in Paw Patrol, ganz kinderfreundlich, nicht drin. Um genau zu sein ist ein in irgendeiner Weise stattfindendes Scheitern nicht vorhanden. Im schlimmsten Fall beendet man ein Level ohne alle Knochen und Abzeichen eingesammelt zu haben. Thats all. Wie bereits erwähnt finden sich im gesamten Spiel keine Gegner, Fallen oder sonstiges. Selbst ein Verlaufen ist unmöglich. Zudem hat man die Haupteinsätze nach spätestens 4 Stunden komplett durch und der Boss, der sich nicht wehrt, liegt am Boden. Wollte man die Kids frustrieren, müsste man die Konsole im laufenden Betrieb ausschalten.

Wer fleißig Abzeichen und Hundeknochen sammelt schaltet Minispiele frei. Diese reichen von seichten Rythmusspielen, über Sammelaufgaben und leidlich spannende Ableger der Flug- und Fahrlevel. Zudem gibt’s das ein oder andere Minispiel in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Hintergrundinfos und Bilder zu aus der Serie bekannten Figuren gibt es ebenfalls freizuschalten. Somit bietet man den Juniorgamern einen kleinen Anreiz möglichst viele Sammelgegenstände einzusacken und den ein oder anderen Level erneut anzugehen. Allerdings muß man erwähnen das auch die Minispiele, selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, keine wirkliche Herausforderung bieten.



Alexander meint:

Alexander

Man könnte nun meinen Paw Patrol: Mighty Pups sei ein Rohrkrepierer. Für die meisten der Erwachsenen dürfte es das auch sein. Allerdings tut man dem Spiel damit unrecht. Schließlich sind wir „Großen“ gar nicht die Zielgruppe. Paw Patrol will nicht mit Genregrößen ala Mario, Spyro oder dem neuesten Crash Bandicoot Abenteuer konkurrieren. Es ist ein Spiel für die ganz Kleinen. Das muß man sich immer vor Augen halten. Der Spielablauf ist schlicht, es gibt keinen Frust aber auch nahezu keine Herausforderung. Dennoch durften die Winzlinge ihren Spaß damit haben, vor allem wenn sie die Hunde aus der TV Serie kennen und lieben. Von daher kann ich das Spiel, sofern man die Kids eben mit sowas bekannt machen möchte, all jenen Empfehlen die etwas entspanntes für die Jüngsten suchen.


 

Positiv

  • Kein Frust und kein Ärger
  • Hoher Wiedererkennungswert
  • Original Sprecher der Serie

Negativ

  • aber leider nur ein Sprecher
  • nervige Instruktionswiederholungen
  • schwache Technik
Userwertung
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