Atelier Ryza 2 Lost Legends & the Secret Fairy im Test

PlayStation 4

Nach drei Jahren wagt sich Reisalin ‚‚Ryza‘‘ Stout erneut auf ein Abenteuer, in welchem sie mehr oder weniger zur Archäologin wird. Doch trotz dieser neuen Aufgabe vergisst sie ihre alchimistischen Wurzeln nicht.

Atelier_Ryza_2_5In Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy verlässt Reisalin diesmal das elterliche Haus, um der Einladung von Tao Mongarten zu folgen. Dieser weilt in der königlichen Hauptstadt Ashra-am Baird die stark an alte deutsche Architektur erinnert. Zuvor bekommt Ryza aber ein großes Ei geschenkt, welches ihr erst später in der Geschichte von Nutzen sein wird. Angekommen in der Stadt ist sie von deren Größe und Leben überrascht, weil sie bis dato nur das Inselleben kannte. Ihre alchimistischen Fähigkeiten kommen ihr auch hier zugute, da sie sich ihren Unterhalt durch Aufträge verdienen muss. Dazu findet sie genügend Arbeit am Schwarzen Brett oder spricht gleich mit ihren Questgebern. Die Wünsche der Einwohner sind bekannt und vielfältig. Von einfachen Erledigen von Feinden, bis zum Erstellen von Gegenständen, muss sie erneut Fingerspitzengefühl beweisen.

Das Alchimistensystem des Vorgängers wurde nur leicht modifiziert. So ist das Platzieren von Zutaten in dem wabenbasierten Crafting-System immer noch recht intuitiv und facettenreich und eine Automatikfunktion erleichtert diesen Prozess enorm. Wurden die Rezepte im Vorgänger durch das Lesen von Büchern erworben, gibt es nun einen Skill-Tree, wo die gewonnen Erfahrungspunkte zum Synthetisieren dazu verwendet werden, um neue Anleitungen freizuschalten. Neben Bomben, Heilmitteln und anderem Zeugs lassen sich auch praktische Gerätschaften herstellen, um das Ernten von Zutaten zu vereinfachen. Ist man im Felde unterwegs, besticht die Welt zum Teil durch weitläufige Areale, wo Feinde jederzeit sichtbar sind. Sollte es zum Kampf kommen, tritt das Kampfsystem des Vorgängers in Kraft, dass dem Active-Time-Battle-System von den früheren Final Fantasy-Ablegern ähnlich ist. Hier hat sich im Groben wenig getan. Beim Ausführen von normalen Attacken sammelt man Aktionspunkte für Zauber- und Spezialattacken. Diese lassen sich mit seiner Party verketten und sorgen für noch mehr Schaden.

Atelier_Ryza_2_3Eure Teamkollegen agieren während der Scharmützel völlig frei und das meist ganz passable. Doch vergessen die Kollegen oft, dass man sich heilen sollte. Natürlich könnt ihr im Kampfgeschehen jederzeit die Spielfigur wechseln. Erfahrungspunkte werden wie in einem typischen JRPG automatisch verteilt. Die Storyline um mysteriöse Ruinen in der Umgebung von Ashra-am Baird sorgen dafür, dass Ryza und ihre Party archäologische Excution vollbringen. Hierzu nutzt man einen speziellen Kompass, um Spuren und Hinweise zu finden und auszuwerten. Gesammelte Objekte müssen dann zum Beispiel in richtiger Reihenfolge analysiert werden. Wirkt diese Spielidee anfangs noch recht nett, merkt man leider, je öfter man die Ruinen besucht, dass diese aus langer Sicht nerven, weil man wie ein wildes Huhn von Ecke zu Ecke laufen muss, um alles zu finden. Backtracking entsteht zudem immer wieder, weil man öfters auf Abschnitte trifft, wo man ein spezielles Item wie ein Lasso braucht, die man entweder noch fertigen muss oder später im Verlauf der Story bekommt.

Trotz der unterschiedlichen Aufträgen und Questvorgaben hatte ich nie das Gefühl etwas zu vergessen. Denn das Spiel dokumentiert akribisch alles recht deutlich im Tagebuch und wenn ihr unsicher seit, werdet ihr schnell wieder auf den neusten Stand gebracht. Auch empfinde ich das Zeitlimit bei den Alchimistenaufträgen als ziemlich entspannt, so dass man nicht panisch durch die Gegend rennt und Angst hat, Bestellungen zu vergeigen. Optisch ist Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy leider keine Evolution, wenn man den Vorgänger zum Vergleich nimmt. In kurzen Worten würde ich das JRPG als ein hochskaliertes Playstation 3-Spiel beurteilen, dass sicherlich ein paar nette grafische Highlights bietet, doch nicht mal ansatzweise die Power der Playstation 4. ausnutzt. Der Soundtrack ist dagegen recht knuffig mit eingängigen Kompositionen. Eine deutsche Sprachausgabe, bzw. Texte gibt es leider wieder nicht und selbst das komplette Spiel ist nur zur Hälfte in japanischer Sprache vertont.
 

Dominic meint:

Dominic

Atelier Ryza 2: Lost Legends & the Secret Fairy ist eine leichte Evolution im Vergleich zum Vorgänger. Das einfache und trotzdem detaillierte Crafting-System mit dem neuen Skill-Tree begeistert, die Kämpfe gehen flott und dynamisch von der Hand und die Charaktere wirken knuffig inszeniert. Storytechnisch bleibt es trotz des Fokus auf der archäologische Excution bodenständig, wofür die Serie aber bekannt ist.

Positiv

  • Flottes Kampfsystem
  • Neues Skill-Tree-System für Alchemie
  • Bestes (bis jetzt) Alchimistensystem

Negativ

  • Grafisch PS3-Niveau
  • Funktion des Kompass in den Ruinen wird schnell langweilig
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Forum
  • von The_Clown:

    Danke für den Test. Das was da im Test steht hört sich mal so Mittel an. Echt etwas schade. Ich glaube bei der Atelier Serie wird immer mehr versucht es allen recht zu machen und einiges wird immer einfacher um noch eine größer Gruppe an Spieler/innen mit ins Boot zu holen. Das es gefühlt...

  • von Civilisation:

    Dominic hat sich als ein fleißiger Alchemist erwiesen. Atelier Ryza 2 Lost Legends & the Secret Fairy Nach drei Jahren wagt sich Reisalin ‚‚Ryza‘‘ Stout erneut auf ein Abenteuer, in welchem sie mehr oder weniger zur Archäologin wird. Doch trotz dieser neuen Aufgabe...

  • von The_Clown:

    Hat irgendwer ein Review von dem Spiel gesehen das auch etwas auf die Geschichte eingeht? Link dazu oder halt eine Zusammenfassung der Infos reichen mir vielleicht schon. Ich befürchte die Geschichte könnte so lahm sein wie in Teil 1. Da habe ich entweder irgendwas noch nicht gesehen oder das Teil...

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