Cat Quest im Test

PC WindowsPlayStation 4

Die ganze Welt schaut Katzenvideos, weil alle Katzen so toll finden. Warum dann nicht gleich ein komplettes Spiel mit Katzen machen? Das dachten sich vermutlich die Entwickler von The Gentle Bros, als sie das Game Cat Quest entwickelten. Bereits im letzten Jahr machte man sich zu diesem niedlichen Abenteuer auf der PlayStation 4 auf und nun werden Nintendo Jünger auf der Switch ebenfalls mit einem Portierung beglückt. Ob sich der Titel auch dort lohnen wird?

Cat-Quest-02Die Geschichte handelt von unserem namenlosen Helden, der auf seinem Schiff mit seiner Schwester auf dem Katzifischen Ozean unterwegs ist, als plötzlich ein weißer Kater in Ritterrüstung auftaucht. Er bringt das Schiff zum Kentern und entführt die eigene Schwester, was zur Folge hat, dass wir uns aufmachen müssen, sie zu befreien. Begleitet wird man von einer kleinen Katzenfee namens Spiffy, die uns wertvolle Ratschläge gibt und uns meist den nächsten Weg weist. Von jetzt an sind wir allein gestellt und kämpfen uns durch eine frei begehbare Oberweltkarte, die in einem farbenfrohen Comicstil dargestellt wird. Das Gameplay an sich und so viele andere Dinge erinnern an die zweidimensionalen The Legend of Zelda Teile, doch ohne den Puzzleanteil, denn bei Cat Quest, geht es im Prinzip nur darum, Monster zu erlegen.

Die Kämpfe sind in Echtzeit und erfordern einiges Geschick von euch. Ihr habt einen Knopf zum Angreifen und einen weiteren zum Ausweichen. Feindliche Angriffe könnt ihr abpassen, indem ihr auf die gegnerische Spielfigur achtet. Bereitet sich diese auf eine Attacke vor, erscheint am Boden ein roter Kreis, der sich schnell füllt. Dieser gibt den Radius an, in dem der Schlag treffen kann. Weicht nur schnell genug aus und ihr seid sicher. Genauso verhält es sich mit Zaubersprüchen. Diese sind entweder linienförmig oder auch radial und blinken, kurz bevor der Zauber gesprochen wird. Weiterhin solltet auf eure Lebensleiste achten, die direkt unter eurer Spielfigur angezeigt wird, ebenso wie die Manaleiste. Erweitert insgesamt könnt ihr acht verschiedene Zaubersprüche erlernen, die ihr nach Belieben auf die Schultertasten legen könnt.

Cat-Quest-03Von nun an nehmt ihr neben der Hauptquest Nebenquests an für die die ihr Erfahrungspunkte kassiert und so im Level aufsteigt. Meist müsst ihr Gegenstände von A nach B bringen oder einen bestimmten Dungeon ausräumen. Als Belohnung bekommt ihr neben Geld und Erfahrung ebenfalls Ausrüstung, um eure Stats zu verbessern. In Dungeons findet ihr zudem noch Kisten, die auch ein Objekt enthalten. Habt ihr eine Waffe oder Rüstung bereits in eurem Inventar, wird diese passenderweise aufgelevelt, so dass ich kein Micromanagement betreiben müsst. Alles also sehr komfortabel. Im Verlauf der Geschichte erhaltet ihr ebenso weitere Fähigkeiten, die ihr nicht nur für die Hauptquest benötigt, sondern auch euren Alltag erleichtern. Diese passiven Fähigkeiten werden automatisch ausgerüstet und können danach sofort genutzt werden.

Cat Quest ist an sich sehr kurzweilig, aber leider auch nicht allzu lang. Bereits nach sechs Stunden Spielzeit habe ich das Mysterium um das Verschwinden meiner Schwester gelöst. In dieser Zeit wurde ich gut unterhalten, selbst wenn sich die Dialoge und das Gameplay doch etwas abnutzen. Vor allem die Kalauer mit Katzenausdrücken dürfte nicht jedem schmecken, besonders nicht Hundeliebhaber. Oft ist es ebenso schwierig bestimmte Questtafeln wiederzufinden, denn eine Übersichtskarte gibt es nicht. Man hat nur die Möglichkeit die Spiellandschaft herauszuzoomen. Hier ist am TV alles gerade noch erkennbar, wer aber im Tabletmodus spielt, wird so seine Schwierigkeiten haben. Wer das Spiel schlussendlich durchgespielt hat, kann weiterhin die restlichen Dungeons erforschen oder aber sich im danach freigeschalteten Pro-Modus versuchen. Hier kann man sich selbst Modifikationen auferlegen, wie beispielsweise keine Rüstung zu tragen oder dass man, wie bei einer Katze sprichwörtlich üblich, nur neun Leben hat. Dafür erhält man je nach Modifikator bessere Belohnungen für Quests.

 

Michael meint:

Michael

Cat Quest weiß auf jeden Fall sehr gut zu gefallen, wobei ich mir abseits der Action doch vielleicht das eine oder andere Puzzle gewünscht habe, wie es in den Zelda Spielen der Fall ist. Ansonsten bleibt ein kurzweiliges Action-RPG, dass sich vor allem für kürzere Spielesessions eignet. Hier ist die Switch natürlich perfekt geeignet, da man mit ihr schnell unterwegs mal einen Dungeon leerräumen kann. Hat man das Spiel einmal beendet, kann man sich entweder dem Endgame hingeben oder im Pro Modus sein Können beweisen. Da aber bereits Teil 2 mit Coop-Modus angekündigt ist, bin ich schon gespannt, was im Nachfolger alles gezeigt werden wird.

Positiv

  • kurzweiliges Abenteuer
  • motivierender Spielablauf

Negativ

  • Kalauer nutzen sich schnell ab
  • relativ kurz
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8.3 3 Stimmen
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  • von Civilisation:

    Bei Michael hat die Katze das Mausen sein lassen und sich stattdessen auf eine Queste begeben. Cat Quest Die ganze Welt schaut Katzenvideos, weil alle Katzen so toll finden. Warum dann nicht gleich ein komplettes Spiel mit Katzen machen? Das dachten sich vermutlich die Entwickler...

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