Xenon Racer im Test

PC WindowsPlayStation 4Xbox One

Wer an schnelle Arcaderacer denkt, der denkt sicherlich auch an Ridge Racer, einer der bekanntesten Vertreter seiner Zunft. Zumindest in der Zeit, als die 3D-Polygongrafik laufen lernten, war der Titel auf der PlayStation 1 ein Must Have für jeden Racing Fan und die erfolgreiche Spielhallenumsetzung zog einige Nachfolger nach sich. Lange ist es still geworden um die Reihe, doch der niederländische Publisher Soedesco springt hier in die Bresche und veröffentlicht mit Xenon Racer das, was die Reihe fortführen könnte. Kann sich der Titel im Schatten des großen Vorbilds auch behaupten?

Xenon-Racer-06Im Jahr 2030 gibt es neben der klassischen Rennserie eine Reihe von Autoherstellern, die ihre eigene Rennliga im geheimen abhalten. Diese ist die Xenon Racing Meisterschaft, in der wir ebenso mitmischen, um unsere Kontrahenten in die Schranken zu weisen. Diese erstreckt sich weltweit über vielerlei Großstädte und man selbst ist nur einer der zahlreichen Fahrer, die dort antreten. Zunächst können wir uns in einem Tutorial die Steuerung der futuristischen Boliden aneignen. Diese ähneln zwar einem Rennwagen mit deren vier Reifen, sind allerdings vom Artdesign sehr futuristisch gehalten und fügen sich gut in das Setting ein. Hier hat der Graphic Artist sehr gute Arbeit geleistet. Die Steuerung ist dabei wie in jedem Rennspiel auf Konsole mit dem Unterschied, dass jedes Fahrzeug mit einem ERS ausgestattet ist. Das ist eine Art Batterie, die sich beim Driften mit Energie auflädt, die dann in einen massiven Boost entladen werden können. Diese Batterie kann maximal bis zu drei Ladungen enthalten und werden per Knopfdruck ausgelöst. Veteranen der Ridge Racer Reihe werden genau wissen, wovon ich spreche.

Von daher ist das Handling der Fahrzeuge ähnlich angelegt. Ihr gebt Gas und kurz vor einer Kurve tippt ihr kurz die Bremse an, um mit einem Drift loszulegen. Diese sind zwar nicht so drüber, wie in der Ridge Racer Reihe, tun aber genau das, was sie sollen. Genauso müsst ihr darauf achten, nicht allzu sehr an der Bande entlang zu schlittern, da ihr dabei Schaden nehmen könnt. Links unten befindet sich die Schadensanzeige, die bei Remplern und schrammen an der Streckenbegrenzung einige Punkte verlieren kann. Falls ihr zerstört werdet, ist das Rennen jedoch nicht vorbei, sondern ihr erscheint kurz anschließend wieder heil auf der Strecke, wenn ihr auch so einige Sekunden verliert. Dass ihr an die Bande knallt, kann dabei aber gut und gerne passieren, denn das Handling der Fahrzeuge wirkt anfangs durchaus behäbig und das ändert sich auch im Laufe des Spiels nicht. Hier muss man sich dem großen Vorbild auf jeden Fall geschlagen geben. Hinzu kommt, dass die Kontrahenten unerbittlich gegenüber den eigenen Fahrfehlern sind und den Spieler auch gerne mal rammen. Dies treibt bereits in den ersten Rennen den Schwierigkeitsgrad ordentlich in die Höhe, so dass Anfänger wohl einiges an Übung benötigen werden, um die Rennevents meistern zu können. Und das, obwohl man von Haus aus schon drei verschiedene Schwierigkeitsstufen anbietet.

Xenon-Racer-04Das liegt leider an der Unberechenbarkeit der KI-Gegner, die manchmal selbst nach einem nahezu fehlerfreien Lauf den Spieler dann am Ende in der letzten Kurve der finalen Runde noch überholen können. Das sorgt natürlich ordentlich für Frust. In der Meisterschaft finden sich verschiedene Rennen, die es zu bestreiten gilt. Neben klassischen Rennen gegen bis zu 8 Fahrer gibt es auch Checkpointrennen, in denen ihr gegen die Uhr antreten müsst. Im Meisterschaftsmodus absolvierte Rennen werden danach im Zeitrennenmodus freigeschaltet, wo ihr auf die Jagd nach Medaillen gehen könnt. Ebenso ein Mehrspielermodus ist am Start, den wir aber leider mangels Mitspieler nicht testen konnten. Es fanden sich keine Spieler auf den Servern, was meist kein allzu gutes Zeichen ist. Dennoch lässt es sich zudem auf der Couch zu zweit zocken, was immerhin eine gute Alternative ist. Technisch ist der Titel ordentlich für ein solch kleines Entwicklerstudio. Das Artdesign überzeugt mit seinem futuristischen Stil und auch der Soundtrack unterstreicht diese Atmosphäre. Allerdings gibt es selbst auf der Xbox One X Probleme mit der Framerate, was bei einem Rennspiel natürlich sofort negativ auffällt.

 

 

Michael meint:

Michael

Man verspricht bis zu 60 Frames pro Sekunde, die ich aber nur in wirklich seltenen Fällen gesehen habe. Schade auf jeden Fall, weil das fast ein KO-Kriterium für ein solches Racing Game sein kann. Xenon Racer war ein Rennspiel, auf das ich mich wirklich gefreut habe. Der Ankündigungstrailer versprach ein oldschooliges Racing Game im Ridge Racer Stil zu werden und zum Teil fühlt es sich auch wirklich so an! Leider sind es aber einige Punkte, die am Spielspaß zehren. Zum einen ist es der saftige Schwierigkeitsgrad, der schon früh im Spiel einiges vom Spieler abverlangt und das bereits in der niedrigsten Stufe. Zum anderen sind da die Einbrüche der Framerate und auch das behäbige Handling der Fahrzeuge, die den Spielspaß dämpfen. Vielleicht haben wir ja Glück und es wird per Patch nachgebessert, aber so ist leider ein eher mittelmäßiger Titel daraus geworden. Schade drum.

Positiv

  • futuristisch passendes Artdesign

Negativ

  • heftiger Schwierigkeitsgrad
  • häufige Einbrüche der Framefrate
  • behäbiges Handling der Fahrzeuge
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Forum
  • von Mistercinema:

    btw. an dieser Stelle muss auch noch der Hinweis auf unseren neXGam Test / Review von Xenon Racer eingebunden werden: nexgam.de/NintendoSwitch-PCWin…-XboxOne/Xenon-Racer.html So und nun zu den Nachrichten... A completely free content update has been added to Xenon Racer, which includes a frosty...

  • von Mistercinema:

    Today, exactly two weeks after the launch of Xenon Racer, SOEDESCO and 3DClouds have revealed their post-release plans for the game. There will be free content updates for all platforms as a token of appreciation for the players. Besides adding this additional content, the developers continue to...

  • von Mistercinema:

    Wir haben ein Exemplar erhalten. Ist aber noch nicht im Testpool.

Insgesamt 10 Beiträge, diskutiere mit
Mehr zum Thema