Moonlighter im Test

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Fantasyspiele gibt es wie Sand am Meer und es gibt bereits auch genug Spiele, in denen man nicht unbedingt den Helden, sondern ebenso den Bösen spielt. Doch was passiert, wenn man als Heroe ausnahmsweise kein Unsagbares Böse besiegen muss? Womöglich legt man sich nicht auf die faule Haut und ruht sich auf seinen Lorbeeren aus, sondern versucht etwas für das Dorf zu tun. Darum geht es ebenfalls in Moonlighter.

Moonlighter-01Will ist ein abenteuerlustiger, quirliger Kerl und hat derzeit nicht allzu viel zu tun. Deshalb eröffnete er einen Shop namens Moonlighter, in dem er allerlei Nützliches für Hobbyabenteurer verkauft. Problem des Ganzen ist allerdings, dass das Dorf Rynoka fast verlassen und daher kaum Laufkundschaft verfügbar ist. Das soll sich aber in nächster Zeit ändern, denn in der Nähe des Dorfes erschienen fünf mysteriöse Dungeons, die nur darauf Warten erkundet zu werden. Diese nutzt Will um Inventar für seinen Laden zu bekommen. Und hier kommt dann der Spieler ins Spiel.
 
In unserer unsagbaren Neugier wagen wir einen ersten Ausflug in das neu geschaffene Labyrinth, nur mit unserem Wanderstock und einem Rucksack bewaffnet. Natürlich endet dieser Ausflug mit der Bewusstlosigkeit und wir erwachen im Bett unseres Ladens. Unser Lehrmeister Zenon hat uns da herausgeholt und gibt uns ein Schwert, das wir uns endlich richtig verteidigen können. Auch sonst erklärt er uns genauer, mit was wir uns während des Tages herumschlagen müssen. Genau genommen haben wir nämlich ab jetzt ein Fulltime Job. Denn bei Tageslicht kümmern wir uns um den Laden und des Nachts streifen wir durch das Dungeon, um Waren für unsere Geschäft zu bekommen und der Ursache der Gewölbe auf den Grund zu gehen.
 
Moonlighter-04Die Dungeons an sich durchstreifen wir in klassischer 2D-Zelda Manier aus der leicht schrägen Vogelperspektive und Raum für Raum. In jedem Teil des Gewölbes findet ihr Monster vor, die ihr besiegen müsst, bevor ihr zum nächsten voranschreiten könnt. Am Anfang haben die Ungeheuer alle auch jeweils eine spezielle Attacke und Verhaltensmuster, die ihr nach einiger Zeit verinnerlichen und zu eurem Vorteil nutzen könnt. Habt ihr die Monster erledigt, verstaut ihr Gegenstände wie Körperteile und anderes Loot in eurem Rucksack. Jedes der fünf Dungeons besteht aus drei Ebenen, an deren Ende jeweils ein Bossgegner aufwartet. Zu Beginn werden die Feinde euch noch einiges abverlangen, denn ihr seid noch unerfahren und nicht besonders gut ausgerüstet. Zum Glück hat euch Zenon aber ein Amulett überreicht, mit dem ihr euch aus dem Labyrinth teleportieren könnt und ein sehr nützliches Gadget ist.
 
Wieder in der Stadt kehrt ihr in den Moonlighter zurück, um dort eure mitgebrachten Gegenstände feilzubieten. Hier gelten in einem gewissen Maße auch die Gesetze der Marktwirtschaft. Den Preis eines Handelsartikels bestimmt ihr selbst und je nach Reaktion der hereinströmenden Gäste solltet ihr diesen anpassen. Jedoch solltet ihr ebenfalls seltene, gewinnbringende Artikel nicht zu häufig verkaufen, denn wenn ihr den Markt überschwemmt, werden die Kunden nicht mehr so viel bezahlen wollen, so wie am Anfang. Je mehr ihr im Laden verkauft, so attraktiv wird das Dorf auch für Handwerker werden. So wird als erstes ein Schmied seinen Laden in der Gemeinde eröffnen, bei dem ihr neue Waffen oder Ausrüstung schmieden lassen könnt. Was euch wiederum dahingehend nützt, dass ihr weiter in den Dungeon vordringen und seltenere Gegenstände bekommen könnt, mit denen ihr mehr Gold erwirtschaften könnt. So wird man stets motiviert zu neuen Höchstleistungen zu gelangen und das macht das Spiel auch ganz gut.
 
Moonlighter-02Im späteren Spielverlauf werden noch weitere Handwerker und Menschen in das Dorf ziehen, die euch hilfreiche Dienstleistungen bieten. Beispielsweise wird ein Alchemist kommen, bei dem ihr Heiltränke brauen lassen könnt, um für den Ernstfall im Dungeon gerüstet zu sein. Denn sobald ihr dort sterbt, verliert ihr alles, was ihr im Rucksack gesammelt habt. Ganz leer geht ihr dennoch nicht aus, da ein paar wenige Gegenstände auch direkt am Mann getragen werden, die ihr zum Glück behalten könnt. Jedoch ist häufig eine Flucht eher anzuraten, als zu übermütig zu werden. Da das Dungeonlayout stets wechselt, fehlt es nicht an Abwechslung, ebenso wenn ihr relativ lange innerhalb eines einzigen Dungeons euch bewegen werdet, vor allem zu Beginn des Spiels. Technisch ist der Titel sehr sauber und die Comicgrafik der Charaktere mag ein wenig an Klassiker wie Flashback erinnern. Jedoch ist das Gameplay an sich durchaus etwas mit Harvest Moon und Zelda zu vergleichen. Auch ist der Humor hervorzuheben, da man sich oft selbst auf die Schippe nimmt. Beispielsweise findet ihr im Dungeon ein Notizbucheintrag eines verendeten Abenteurers, der niedergeschrieben hat, dass es irgendwie jedes Mal hier anders aussieht.
 
 

Michael meint:

Michael

Moonlighter ist eine durchaus interessante Mischung aus Harvest Moon und Zelda mit Roguelite Elementen. Es macht Spaß im Dungeon gegen fiese Monster zu kämpfen und nach und nach das Dorf durch die eigene Leistung wieder aufblühen zu lassen. Doch je nachdem wie gut der Spieler ist, hat man es auch mit mehr oder weniger üppigem Grinding zu tun, was Spielprinzip durchaus mit sich bringt. Aber auch in kleinen Dosen lässt sich Moonlighter gut genießen, da eine echte Story eigentlich nicht vorhanden ist. Spaß macht es aber trotzdem und deshalb solltet ihr auf jeden Fall einen Blick riskieren, wenn ihr solche Art von Spiele mögt.

Positiv

  • interessante Symbiose aus RPG und Handel
  • motivierendes Spielprinzip

Negativ

  • zum Teil Grinding erforderlich
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9.1 1 Stimmen
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Forum
  • von Pandemonium:

    Gyaba schrieb: ... und "Aragami" Signature Editionen habe ich verpasst Da kann ich helfen. PN kommt ...

  • von Gyaba:

    Spiele,die mich interessieren,bekommen auch eine entsprechende Version - also habe ich bisher dort recht üppig zugeschlagen. Nur die "Yonder" und "Aragami" Signature Editionen habe ich verpasst ...

  • von Pandemonium:

    Ich find die SignatureEditions auch super, habe mir erst kürzlich Dead Cells dort gegönnt ...

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