Cars 3 - Driven to Win im Test

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Spiele zu Filmen. Seit den ausgehenden 80`ern waren sie großer Bestandteil der alljährlich auf den Markt geworfenen Games. Kein Stallone/Schwarzenegger Kracher, Action-/Sci-Fi oder Fantasyblockbuster, der nicht mindestens in einem Spiel verwurstet wurde. Selbst vor Serien machten die Programmierer nicht halt.  Bis ungefähr zur Mitte der PS360 Generation wurden Filmfans mehr als großzügig versorgt. Danach, nahezu unbemerkt, ebbte der Nachschub ab.

Cars-3-12017 schauen Fans der, oftmals schlechten, Filmlizenzgames in die Röhre. Sogar Boxoffice Hits wie Transformers 5 oder der neueste Fast & Furios bekamen kein adäquates Spielependant spendiert. Vereinzelt gibt es lediglich Games für Smartphones. Löbliche Ausnahme bieten, nach wie vor, Filme für Kinder. Oft aus dem Hause Disney. Selbst zu „zweite Reihe“ Filmen wie z.B. „Planes“ gab es passendes Gamerfutter. Neuerster Vertreter: Cars 3!


Bietet sich auch an. Schließlich kann man seit frühen PS2 Zeiten auf eine stattliche Anzahl, finanziell, recht erfolgreicher Spiele zurückblicken. Logischerweise handelt es sich hierbei um einen Racer. In erster Linie für die kleinen Fans der dreiteiligen Filmreihe um Lighnight McQueen und Hook (im englischen Original Matter). Teil 3 bildet da keine Ausnahme.

 

Cars-3-4Nach kurzem Intro und Tutorial, welches uns flott und verständlich die Steuerung erklärt, geht’s ins Menü. Von Beginn an stehen mehrere, aus den Filmen bekannte, Fahrzeuge zur Verfügung. Weitere können durch das Erfüllen von bestimmten Zielen im Spiel freigeschaltet werden. Kleine, optische Gimmicks wie z.B. Unterbodenbeleuchtung ebenfalls. Unterschiede im Fahrverhalten gibt es nicht. Egal ob Rennwagen McQueen oder Abschleppwagen Hook, die Kisten fahren alle gleich.

 

Cars-3-5Über fehlende Abwechslung kann man schwer klagen. Wettrennen, Stuntrennen sowie ein waschechter Battlemodus und separater „Zerstörungsmodus“ laden zu Einzelrennen und ganzen „Cups“ ein. Zwar greifen sämtliche Modi auf die gleichen Pisten zurück, durch die unterschiedliche Ausrichtung spielen sie sich aber anders. Zudem könnt ihr alle Rennen alleine oder mit bis zu drei weiteren Freunden bestreiten. Kleines Manko: leider nur offline an einer Konsole. Doch hier gilt: das meiste davon muss erst freigespielt werden. Wem das nicht reicht, der geht die Kurse und Modi in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden an. Am Ende winkt eine Sternebewertung (von ein bis drei Sternen). Ehrgeizige Spielernaturen versuchen also nicht nur alles freizuspielen, sondern auch die bestmögliche Wertung herauszufahren. Wer alles sehen und erreichen möchte, ist über Stunden beschäftigt.

 

Cars-3-6Technisch ist es allenfalls „ok“. Nur wer genau hinsieht, sieht die grafischen Unterschiede zu Cars 2 auf der  letzten Konsolengeneration. Die Syncronstimmen wurden nur teilweise aus dem Film übernommen. Bei Nebenfiguren noch zu verschmerzen, bei bekannten Figuren wie Chick Hicks und allen voran Hook, hört der Spaß aber auf. Soundtechnisch wird nichts berauschendes geboten. Die Fahrzeugeräusche wirken flach, die Musik dudelt vor sich hin. Auf und neben der Strecke ist wenig los. Im Grunde wirkt alles leer und steril. Erst im späteren Verlauf kommt, wortwörtlich, Bewegung ins Spiel bzw. die Pisten. Dann gilt es, über einen fahrenden Zug zu springen oder ein großer Felsen rollt durchs Bild. Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

 

Cars-3-8Zugegeben, der angepeilten Zielgruppe dürfte das meiste, abgesehen von den Stimmen, nicht auffallen. Erwachsene könnten sich allerdings an einem anderen Manko stören: ohne aktivierten Turbo, wirkt das Spiel extrem lahm.  Lightning und Co. schleichen mehr über die Pisten denn zu rasen. Im Grunde ein absolutes No-Go für einen Racer. Zum Glück hat man schnell den Dreh raus. Dann ist die Turbo Anzeige meist gefüllt und die Karre rast, fliegt und driftet über die Strecken. Der ein oder andere mag anfangs mit der Steuerung überfordert sein. Gibt man dem Game etwas Zeit, geht sie aber in Fleisch und Blut über. Eher intuitiv drückt man die Knöpfe und Tastenkombinationen für Springen, Boost und allerlei Stunts. Im Vorbeifahren werden die Kontrahenten cool zu Seite geschubst. Nebenbei feuert man eine Granate auf weiter entfernte Gegner.
 

Alles in allem bietet Cars 3 enorm viel Umfang und Abwechslung. Allerdings auf dem technischen Niveau der letzten Konsolengeneration. Mit etwas mehr Zeit und Arbeit wäre wesentlich mehr drin gewesen. Wer darüber hinwegsieht, bekommt ein tolles Paket, das man durchaus mit Begeisterung und der kompletten Familie spielen kann.

 

 

Alexander meint:

Alexander

Wer hätte das gedacht? Ich nicht! Anfangs extrem skeptisch sah ich mich in den ersten paar Minuten bestätigt. 08/15 Technik, eine „Spar Syncro“, fehlendes Geschwindigkeitsgefühl und eine überladene Steuerung. Doch nach etwas mehr als einer Stunde wuchs die Begeisterung. Die Steuerung war endlich erlernt, einige Fahrzeuge und Strecken freigespielt. Nachdem ich sämtliche Modi freigeschaltet hatte, ging der Spaß erst richtig los. Wieder erwarten bietet Cars 3 enorm viel Spaß und einen riesigen Umfang den ich jedem Racer Fan unbedingt ans Herz legen möchte. Besonders ausgehungerte WIIU und SWITCH Fans sollten einen Blick riskieren.

Positiv

  • Hübscher Racer für die kleinen
  • riesiger Umfang
  • inkl. waschechtem Funracer!

Negativ

  • veraltete Technik
  • nicht alle Original Sprecher vorhanden
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  • von Civilisation:

    Alexander hat sich mit einem selten gewordenen Spieltyp beschäftigt, den Videospielen zu Filmen. Cars 3: Driven to Win Spiele zu Filmen. Seit den ausgehenden 80`ern waren sie großer Bestandteil der alljährlich auf den Markt geworfenen Games. Kein Stallone/Schwarzenegger...

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