Final Fantasy XIV: Stormblood - Heimkehr nach Eorzea

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Drei Jahre nach dem Release der PS4-Fassung von Final Fantasy XIV erscheint mit Stormblood das zweite Add-on. Gleichzeitig endet die Unterstützung der PS3-Version. Zeit für mich, noch ein Mal nach Eorzea zurückzukehren.

Final_Fantasy_XIV_Stormblood_neXGam_07Online-Rollenspiele sind wie alles Geschmackssache. Als unser Dominic das Grundspiel zu Final Fantasy XIV: A Realm Reborn vor einigen Jahren antestete war er wenig angetan. Gleichzeitig war ich der Sucht verfallen. Diese Magie, die von der bunten Welt Eorzea ausgeht. Ich spielte das lang erwartete Game noch auf der guten, alten PlayStation 3 und war sehr positiv überrascht ,wie gut das Spiel trotz riesiger Gegner und Spieleransammlungen auf der betagten Hardware lief. Freilich konnte es visuell nicht mit einem Solo-RPG wie Final Fantasy XIII mithalten, war allerdings um Welten besser als Multiplayer-Konkurrenz wie DC Universe Online. Und das gilt nicht nur für die ruhige Anfangsphase. Denn ich fand A Realm Reborn so grandios, dass ich innerhalb von sechs Wochen sowohl die erforderlichen Basisklassen als auch meinen finalen Job als Mönch bis zum Höchstlevel meisterte.

Es war eine kurze, aber große Liebe. Wäre mehr Content abseits der bekannten Gegner in härterer Form da (und die monatliche Gebühr kein Faktor) gewesen, hätte ich vielleicht nie aufgehört.

Final_Fantasy_XIV_Stormblood_neXGam_04Nun sind drei Jahre vergangen, und Stormblood bietet mir die Möglichkeit, Eorzea auf mehrere Arten neu zu erkunden. Zunächst wäre da die modernere Hardware: Die PlayStation 4 hat den Platz ihrer Vorgängerin eingenommen. Tatsächlich endet mit dem Release der Erweiterung die Zeit der PS3-Fassung des Spiels ein für alle Mal, was ich wehmütig beschaue aber unvermeidbar war. Außerdem bieten die gesammelten Updates durch das letzte Add-on Heavensward und das neue Stormblood tonnenweise frische Abenteuer. Und das ist es, was ich brauche.

Der Wiedereinstieg gestaltete sich schwierig. Mein Charakter war zwar noch vorhanden, aber meine Kommandozeile leer; aus dem Berg an Skills, die ich einst penibel angeordnet hatte musste ich wieder schlau werden und neu selektieren. So viele Fähigkeiten, und drei Jahre sind eine lange Zeit. Dementsprechend kam es, wie es kommen musste und ich bekam zunächst einmal gehörig den Allerwertesten versohlt. Die Menüstruktur ist auch alles andere als eingängig, und man benötigt selbst als Veteran Eine Weile, sich erneut zurechtzufinden.

Final_Fantasy_XIV_Stormblood_neXGam_03Nach der ein oder anderen Stunde in bekannten Gebieten mit schwachen Feinden sind die Grundlagen aber wieder in Fleisch und Blut übergegangen und ich kann mich den neuen Inhalten widmen.

Stormblood erweitert die Spielwelt um unbekannte Territorien, und in meinen wenigen Tagen Early Access vermochte ich nur an der Oberfläche zu kratzen. Gyr Abania, Teil der Mönchsheimat Ala Mhigo und als Besatzungszone des Kaiserreichs die Front im Krieg zwischen der Allianz und dem Reich. Heimat vieler Monster von Level 60 an aufwärts. Auch asiatisch angehauchte Gebiete soll es geben, ebenso wie die Rubinsee in der Piraten ihr Unwesen treiben. Neue (nicht spielbare) Rassen wie die schlangenartigen Ananta dürfen nicht fehlen.

Final_Fantasy_XIV_Stormblood_neXGam_02Erstmals erlaubt einem die Erweiterung auch, die Untiefen von Gewässern zu erkunden.

Und ganz wichtig: Zwei neue Jobs. Die klassischen Final-Fantasy-Klassen Rotmagier und Samurai stehen endlich zur Verfügung. Spieler können diese Jobs direkt auf Level 50 beginnen, und beide sind typische Damage Dealer. Der Rotmagier benutzt dabei eine Mischungaus schwarzer und weißer Magie sowie einen Rapier. Hier soll ein Gleichgewicht zwischen dem Einsatz weißer und schwarzer Zauber eingehalten werden. Leichter zu handhaben ist der Samurai. Mit blitzschnellen Manövern und kurzen Erholungsphasen schlitzt sich der fernöstliche Schwertkämpfer locker durch Scharen von Gegnern. Hier wird meinem geliebten Mönch echte Konkurrenz gemacht.

Final_Fantasy_XIV_Stormblood_neXGam_06So konnte ich in den letzten Tagen aufgrund all der Neuerungen wirklich nur die Spitze des Eisberges sehen. Ein wenig in den unerforschten Arealen gekämpft, die neuen Klassen in älteren Gebieten ausgetestet ... das waren sicher über 20 Stunden Spielzeit, aber eben dank des gewaltigen Umfangs nur ein winziger Teil. Gerade wer das erste Add-on Heavensward verpasst hat, wird umso mehr zu entdecken haben, sind doch dessen Updates in Stormblood enthalten.

 

 

 

Forum
  • von ChaosQu33n:

    Habe auch gestern zum Gatten gesagt, dass sie bei FF15 Variante A gewählt haben, schade ...

  • von 108 Sterne:

    Ja, es zeigt gut auf was man so am Rande als Unbeteiligter inzwischen bei den meisten Großprojekten erahnt. Die Ehrlichkeit hat mich auch verwundert; einerseits weils ne japanische Firma ist, und man dort selten sehr offene Aussagen bekommt. Und zudem gilt SE selbst unter den japanischen Firmen...

  • von ChaosQu33n:

    Gestern auch gesehen und spiegelt IMO die größten Probleme von SE wider, die sie seit der PS3-Ära haben. Die Entwickler wirken überraschend ehrlich, das ist man irgendwie nicht sooo richtig gewohnt.

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